Mittwoch, März 01, 2017

Borschtsch für ungemütliche Tage

Wie gut, dass Micha vor kurzem wieder mal einen ihrer Dauerbrenner ans Licht zerrte: ihre vegetarische Borschtsch-Variante. So haben auch die Lahmen und Halbblinden (und Bloglesefaulen) wie ich eine Chance, doch noch auf diese unentdeckten Blogbuster (DUBB) zu stoßen.


Unter der Woche gesehen - fürs Wochenende geplant. Der Markstand hat rote Beten, Lauch, Möhre, Kartoffel und Weißkohl - dem Eintopf steht nichts mehr im Wege. Regen und Wind machens drinnen noch viel gemütlicher. Und auf dem Teller - was für eine Farbenpracht! Genüsslich löffeln wir, bis wir uns die Bäuche halten.. und nicht nur einmal - bei uns langte das Rezept für ein Abendessen und zwei Mal Büro/Apothekenmittagessen für Zwei.

Neben dem saure Sahne-Häubchen empfehle ich noch die Zugabe von fein geschnitten Essiggurken zum Schluss - das knurpst so schön und die Säure harmoniert hervorragend mit dem süßlich-erdigen Eintopf. Die rote Bete hat noch Biss, gefällt mir gut. Also, Micha - gut gemacht, wird aufgenommen in die immer-wieder-gerne-Liste!

Michas vegetarische Borschtsch



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Michas vegetarische Borschtsch
Kategorien: Suppe, Eintopf, Vegetarisch, Winter
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500GrammRote Bete
250GrammSuppengrün
(m: 2 Möhren, 1Stange Lauch, ein Stück Sellerie)
3Essl.Sonnenblumenöl
1Ltr.Gemüsebrühe
1Messersp.Honig
2Zwiebeln
250GrammWeißkohl
250GrammKartoffeln
1Lorbeerblatt
6Pfefferkörner
2Nelken
Kümmel (K: frisch gemörsert))
200GrammTomaten
Salz
Knoblauch
2Essl.Apfelessig
Pfeffer
1/4Ltr.Saure Sahne
Essiggurken

Quelle

micha - http://salzkorn.blogspot.de
Erfasst *RK* 21.02.2017 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die geputzen, geschälten rote Rüben und das Suppengrün in Streifen oder Würfel schneiden. In einem großen Topf Suppengrün und Rüben in dem Sonnenblumenöl anschwitzen. Brühe anschütten und ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Dann die gehackten Zwiebeln, den feingeschnittenen Kohl (K: gehobelt), den feingeschnittenen Knoblauch, die geschälten und gewürfelten Kartoffeln und die Gewürze zugeben. Weitere 30 Minuten kochen.

Die letzten 10 Minuten die gehäuteten, gewürfelten Tomaten dazurühren. Mit Salz, Obstessig und Pfeffer abschmecken.
Die Essiggurken in feine Scheiben oder Würfelchen schneiden. Zum Anrichten mit saurer Sahne und Essiggurke garnieren.

Tipp: für eine nicht vegetarische Variante - anstelle von Gemüsebrühe Rinderbrühe und etwas Suppenfleisch dazu schneiden. Ebenfalls köstlich!

K: Veggievariante gemacht, schmeckt wunderbar! Die Essiggurken dazu sind meine Variante, das säuerlich-knackige passt aber hervorragend zum leicht süßlich-erdigen Eintopf. Rote Bete hat noch etwas Biss schön! Lässt sich hervorragend aufwärmen.
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Montag, Februar 27, 2017

Apfel-Walnuss-Brot

Sorry, ist grad ein bisschen brotlastig hier. Aber irgendwie macht es mir im Moment erstaunlich viel Freude, Brot zu backen. Weil es so gut schmeckt. Und gut funktioniert. Und ich mit den Rezepten von Herrn Johansson so gut zurechtkomme.


Drum - kein Wunder, auch das letzte ausprobierte Rezept aus seinem "Brot Brot Brot"*-Buch. Ein Roggen-Weizen-Mischbrot mit Sauerteig, gerösteten Walnüssen und Äpfeln. Auf Walnussbrot stehe ich ja sowieso sehr, denn es paart sich so hervorragend mit meinen liebsten Brotbelägen: Butter, Honig, Käse. Yumyum. Ich wurde nicht enttäuscht.

(Köstlicher Moment: Frisches Brot. Butter. Waldhonig. Ohhhh...)


Die Vorgehensweise war genau wie beim Brot letzte Woche: Am Vortag setze ich morgens den Sauerteig an, abends verrühre ich die restlichen Teigzutaten und am nächsten Morgen wird gebacken. So mag ich das, schön überschaubar. Der Teig war bei mir anfangs etwas sehr weich, nach etwas weiterem Mehl ging das aber ganz gut. So Brot in Kastenformen verzeiht ja sowieso viel...

Und auch wenn ich sonst frei geschobene Brote oder Topfbrot (optisch und gefühlsmäig) vorziehe - geschmacklich ist dieses Kastenbrot top! Nach nun fast einer Woche ist es immer noch frisch und schmeckt wunderbar aromatisch (ohne süß zu sein - trotz Äpfel und Zucker im Teig). Auch sehr gut getoastet. Ein weiterer Keeper :).

Apfel-Walnuss-Brot (Sauerteigvariante)



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfelbrot mit gerösteten Walnüssen
Kategorien: Brot
Menge: 2 Kastenbrote

Zutaten

H FÜR DEN SAUERTEIG
25GrammRoggensauerteigansatz
55GrammRoggenmehl (Type 1150) (K: Roggenvollkornmehl/
-- Roggenmehl 997 = 1:1)=
H TEIG
200GrammWalnusskerne
400GrammÄpfel (ca. 5 Stück), grob geraspelt
50GrammDunkler Muscoadozucker
640GrammWeizenmehl (Type 1050)
160GrammRoggenmehl (Type 1150) (K: s.oben)
20GrammSalz
H AUSSERDEM
2Kastenformen à 1,5 l Inhalt
Butter für die Formen
Roggenmehl zum Bestäuben

Quelle

Martin Johansson - Brot Brot Brot
Erfasst *RK* 27.02.2017 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Für den Sauerteig Sauerteigansatz, Mehl und 100 ml Wasser verrühren. Locker abgedeckt bei Zimmertemperatur 6-10 Stunden ruhen lassen, bis der Sauerteig Blasen bildet. Vom Sauerteig 25 g (ca. 2 EL) abnehmen und in einem Schraubglas im Kühlschrank für den nächsten Backtag aufbewahren.

Für den Teig Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, abkühlen lassen. Restlichen Sauerteig, Äpfel, Zucker, beide Mehlsorten, Salz und 350 ml kaltes Wasser in einer Schüssel kurz von Hand oder 5 Minuten in der Rührmaschine (kleine Stufe) verrühren. Zuletzt die gerösteten Nüsse unterrühren. Den Teig abgedeckt 6-8Stunden gehen lassen.
Die Kastenformen mit Butter einetten. Den Teig hineingeben, glatt streichen und leicht mit Roggenmehl bestäuben. Mit einem Geschirrtuch abgedecht 1-2 Stunden gehen lassen, bis der Teig sein Volumen um einigie Zentimeter vergrößert hat.
Mind. 30 Minuten vor dem Backen den Backofen auf 250°C vorheizen. Dabei den Ofenrost mitvorheizen.

Die Formen auf den Rost (2. Schiene von unten) stellen, die Temperatur auf 210°C reduzieren und die Brote 50-60 Minuten backen. Ggf. die Brote die letzten 10 Minuten aus der Form lösen und rundum bräunen lassen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

K: Di morgen angesetzt, Di abend Teig gerührt, Mi morgen gebacken. Schönes, dunkles Brot mit gutem Nussgeschmack. Äpfel schmecken nicht durch, machen das Brot aber saftig, hält lange frisch. Schmeckt auch getoastet hervorragend.
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*Amazon Affiliate Link - wen über den Link etwas bestellt wird, bekomme ich eine kleine Provision

Donnerstag, Februar 16, 2017

No Knead Brot, im Topf gebacken

Es geht weiter mit Martin Johanssons Buch - diesmal allerdings nicht süß, sondern ganz klassich: ich habe Brot gebacken! Wer hier schon länger mitliest, der weiß - der ganz große (Brot)Bäcker bin ich nicht. Meistens dauert mir das alles zu lange, ich habe keine Lust, meinen Tagesablauf danach zu richten und an freien Tagen bin ich so viel lieber ausgedehnt draußen.

Jetzt backen die Arbeitskolleginnen aber gerade mit Eifer Brot und mir werden neidischmachende Bilder präsentiert. Also.. wird hier jetzt auch gebacken! Wie gut, dass ich diesen freien Mittwoch zu Hause war. Einen Vormittag zu Hause (jedenfalls so ca. 3,5 Stunden) viel mehr tun muss man für dieses Brot gar nicht. Belohnt wird man trotzdem: mit krachiger Kruste, schön grobporigem Inneren, sehr saftig, deutlicher Sauerteiggeschmack. Gefällt uns!


Das Brot ist die Sauerteigvariante der No Knead-Variante von Martin Johansson - aufs Kneten wird hier also verzichtet, der Teig wird lediglich kurz zusammengerührt und am nächsten Tag zu einem Laib "gefaltet" (durch den Roggenanteil ist der Teig recht weich, ich habe den Teig mit einer Teigkarte rund gewirkt). Gebacken wird im aufgeheizten gusseisernen Topf, so spart man sich auch das Bugsieren vom recht weichen Teigling in den Ofen. Der bemehlte Teigling wandert nach dem Gehen direkt vom Geschirrtuch in den Topf, der Transfer hat gut geklappt, ein bisschen zipfelig war die Oberfläche, drum hab ich sie spontan doch noch aufgeschnitten - ich finde, es ist ein wunderschönes Brot geworden!



Mein Zeitplan: Tag 1 abends: Sauerteig auffrischen (wenn man kurz vorher gefüttert hat ist das nicht nötig), Tag 2 morgens: Sauerteigansatz fürs Brot zubereiten, Tag 2 abends: Kurz alle restlichen Zutataten verrühren, Teig ist fertig und geht über Nacht, Tag 3: Brot backen! Ca. 3,5 Stunden einplanen (Geh- & Backzeit, keine Arbeitszeit!)

No-Knead Topfbrot mit Sauerteig


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Topfbrot mit Sauerteig (Martin's No Knead Bread)
Kategorien: Brot
Menge: 1 Grosses Brot

Zutaten

H SAUERTEIG
25GrammRoggensauerteigansatz
55GrammRoggenmehl Type 1370 (K Roggenvollkorn/Roggen
-- Type 997 1:1)
H TEIG
500GrammWeizenmehl Type 550 oder 405, plus mehr zum
-- Arbeiten
150GrammWeizenmehl Type 1050
100GrammRoggenmehl Type 1370 (K: Mischung s. oben)
15-20GrammSalz (K: 18g)
H AUSSERDEM
Ofenfester Topf (K gusseiserner "La Cocotte" von
-- Staub, 26 cm)

Quelle

Martin Johansson - Brot Brot Brot
Erfasst *RK* 16.02.2017 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

-Morgens-
Für den Sauerteig Roggensaueransatz, Mehl und 100 ml Wasser in einer Schüssel verrühren. Mit einem Deckel locker abgedeckt bei Zimmertemperatur 6-10 Stunden ruhen lassen, bis der Sauerteig Blasen bildet. (K: Morgens angesetzt, über den Tag ruhen lassen, ca. 12 Std.) Vom Sauerteig 2 EL (25 g) abnehmen, in ein Schraubglas füllen und für den nächsten Backtag aufbewahren (oder eben verwerfen, wenn man einen extra Roggensauerteig führt).

-Abends-
Für den Teig restlichen Sauerteig, alle Mehlsorten, Salz und 500 ml Wasser in einer Schüssel kurz von Hand oder 5 Minuten in der Rührmaschine (niedrigste Stufe) verrühren. (K: Teig ist relativ feucht, zäh-klebrig, von Hand gerührt). Den Teig mit Deckel oder Frischhaltefolie abgedeckt bei Zimmertemperatur 6-8 Std gehen lassen. (K: über Nacht, etwas länger)

-Backtag, morgens-
Danach den Teig auf ein großzügig bemehltes Geschirrtuch geben. Die Teigkanten zur Mitte falten (K: Mit Teigkarte gefaltet, ging trotz relativ weichem Teig gut), bis die Unterseite straff und glatt ist. Mit dem Schluss nach unten legen und das Geschirrtuch darüberschlagen oder ein weiteres Tuch auflegen. Den Laib 1,5 - 2,5 Stunden gehen lassen. Dabei darf der Teig ruhig etwas auseinander fließen (K: eher 2,5 Std).

Mindestens 30 Minunten vor dem Backen den Backofen auf 250°C vorheizen. Den Rost in den Ofen schieben, so dass der Topf darauf passt. Topf mit Deckel vorheizen (K: Martin meint, funktioniert auch ohne Vorheizen). Den Teig in den Topf stürzen. K: Ich habe das Brot noch sternförmig eingeschnitten, da er etwas am Tuch klebte und es so komische Zuppel gab Den Deckel auflegen, den Topf in den Ofen stellen und das Brot 25 Minuten backen. Danach das Brot noch 25 Minuten offen weiterbacken. Aus dem Topf lösen und auf einem Gitter auskühlen lassen. (Bei mir: evtl. 30 Minuten mit Deckel, max. 25 Minuten ohne backen. Brot ist innen noch ganz leicht feucht)

K: Wunderschönes Brot mit toller Form und Kruste. Schöne Porung, sehr saftig mit angenehmen Sauerteiggeschmack. Dabei recht unaufwändig!
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Mittwoch, Januar 25, 2017

Zimtschnecken nach Martin Johansson

Oh was hatte ich einen Zimtschnecken-Jieper die letzten Wochen. Und keine im Tiefkühlfach :(. Letzes Wochenende konnte ich dem endlich Abhilfe schaffen.. Ich habe zwar schon früher Zimtschnecken gebacken (hier nach Petterson und Findus, hier nach einem Grundrezept - und immer waren es Lernpausenbelohnungen), wollte aber dieses Mal etwas anderes ausprobieren. Herr Kochfrosch hat beim letzten Stadtbesuch das Brotbackbuch Brot Brot Brot* vom schwedischen Brot-Blogger Martin Johansson (Pain de Martin) mitgenommen und da sind mir die wunderschönen Kanelbullar/Zimtschnecken gleich aufgefallen.


Für diese Zimtschnecken muss man deutlich mehr Zeit einplanen, der Hefeteig geht entweder 1 1/2 Stunden bei Raumtemperatur oder über Nacht im Kühlschrank, die fertigen Schnecken nochmal 1,5 - 2 Stunden.
Ich habe den Teig Freitag Abend mit 5 g weniger Hefe angesetzt und im Kühlschrank etwa 15 Stunden gehen lassen (5 Stunden länger als angegeben, darum die Hefereduktion). Der Teig sollte laut Buch sehr weich sein und möglichst wenig geknetet werden. Was mir ein Mysterium blieb: Wie man einen wirklich glatten Teig erhält - die Butter kommt in dünnen Scheiben in den Teig (der Schwede liebt seinen Käsehobel.. bei mir muss es ein Messer tun) und alle anderen Zutaten sind ebenfalls kalt. Beim bloßen Verrühren bleiben Butterstückchen übrig.


Am Samstag um die Mittagszeit nach dem Arbeiten gings dann weiter - der Teig wird ausgerollt, mit reichlich Butter-Zucker-Zimt-Mischung bestrichen, gefaltet und nochmal aufgerollt - erste größere Änderung zu herkömmlichen Zimtschnecken. Und dann wird nicht gerollt, sondern in Streifen geschnitten und gewickelt/geknotet. Die Ergebnisse sehen dann auch eher aus wie Zimtknoten - aber wunderschön! (Schwedenreisende Freunde berichteten ebenfalls von Knoten, scheint also durchaus authentisch zu sein..). Jetzt nochmal gehen lassen und geduldig sein.. inzwischen kann man ja schonmal den Vanillesirup kochen.



Nach dem Backen schwimmt das Blech dann quasi in einer Butter-Zimt-Karamellpfütze, die aber schnell fest wird (und oh so köstlich ist), jetzt noch schnell noch warm mit Sirup bestreichen - so glänzen die Schnecken um die Wette. Noch warm schmecken sie herrlich - deutlich nach Kardamom (im Teig) und gut karamellig. Und ziemlich mächtig - ein bisschen weniger Butter würde es vermutlich auch tun.. Meine Schnecken waren locker-flaumig, obwohl sie nach dem Formen nicht um das Doppelte an Volumen zugelegt haben (aber noch länger wollte ich einfach nicht warten).

Die Arbeit lohnt sich - das Rezept ergibt eine fette Ausbeute von ca. 35 Zimtschnecken (!!), deren Großteil ins Tiefkühlfach gewandert ist. Ich hoffe sehr, sie schmecken nach dem Aufbacken genauso köstlich! (Nachtrag: Ja, tun sie! Einfach im Ofen bei 150°C ca. 10 Minuten aufbacken - schmecken wie frisch.)


Kanelbullar - Zimstschnecken


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Kanelbullar - Zimtschnecken (M. Johansson)
Kategorien: Schweden, Gebäck, Hefe
Menge: 30 bis 40 St.

Zutaten

H SÜSSER HEFETEIG
1Essl.Kardamomsamen
150GrammButter
25GrammFrische Hefe (K: 20 g, da längere Gehzeit)
250mlKalte Milch
150GrammZucker
6GrammSalz
850-900GrammWeizenmehl (405 oder 505)
H FÜLLUNG
200GrammWeiche Butter
175GrammZucker
2 1/2Essl.Zimt
1Essl.Weizenmehl
H ZUM BESTREUEN
Hagelzucker oder gehackte Haselnüsse
H SIRUP
45GrammZucker
50mlWasser
1/3Vanilleschote

Quelle

Brot Brot Brot - Martin Johansson
Erfasst *RK* 25.01.2017 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Für den Hefeteig:
Den Kardamom im Mörser zerstoßen, die äußeren Kapselteile habe ich entfernt, die Samen etwas angequetscht/gemörsert. Die Butter in dünne Scheiben schneiden. Kardamom, Butter, Hefe, Milch, Zucker, Salz, die Hälfte vom Mehl und 250 ml kaltes Wasser glatt verrühren. Das restliche Mehl hinzufügen und alles kurz zu einem Teig verrühren. Dabei jedoch nicht kneten. Den Teig mit einem Deckel oder mit Frischhaltefolie abgedeckt bei Zimmertemperatur etwa 1,5 Stunden gehen lassen.
(K: das wurde bei mir kein glatter Teig - Butterstückchen sind immer noch zu sehen)
Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche rund wirken. Bei Bedarf einen Teigschaber benutzen. Den Teig mit dem Schluss nach unten legen, mit Mehl bestäuben und mit Frischhaltefolie bedeckt etwa 1,5 Stunden oder im Kühlschrank bis zu 10 Stunden gehen lassen (K: im Kühlschrank etwa 15 Stunden gehen lassen). Der Teig soll relativ weich sein.

Für die Füllung weiche Butter mit Zimt, Zuckewr und Mehl in einer Schüssel mit dem Handrührgerät glatt rühren.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche glatt drücken und gleichmäßig zu einem Rechteck (70x40cm) ausrollen. Die Füllung gleichmäßig bis zu den Rändern aufstreichen. Ein Teigdrittel von der Längsseite her zur Mitte falten. Dann das andere restliche Drittel von der anderen Seite darüberklappen. Den Teig so drehen, dass die offenen Enden seitlich liegen, Weiter zu einem Rechteck (60 x 25 cm) ausrollen. Mit einem Messer 1,5 - 2 cm dicke Streifen abschneiden (etwa 50-75 g pro Schnecke; K: meine hatten etwa 60 g). Einen Streifen in die Hand nehmen und ein Ende zweimal um Zeige- und Mittelfinger wickeln. Das andere Ende quer über die Schnecke ziehen und an der Unterseite feststecken (K: das Ende eher durch das Loch zu einer Art Knoten gesteckt).
Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Die Schnecken darauf verteilen und mit etwas Hagelzucker bestreuen. Mit einem Geschirrtuch abdecken und etwa 1,5 - 2 Stunden gehen lassen. Das Volumen sollte sich annähernd verdoppeln (K: naja.. die Triebkraft hatte ich nicht).
Mindestens 30 Minuten vor dem Backen den Ofen auf 225°C vorheizen. Für den Sirup Wasser mit Zucker aufkochen, Vanilleschote auskratzen und Mark und Schote in den Sirup geben. Einmal aufkochen und beiseite stellen.

Die Schnecken im Ofen (Mitte) etwa 10 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und sofort mit Sirup bestreichen.

Die Schnecken schmecken am besten noch warm. Eingefrorene Schnecken lassen sich bei 150°C in etwa 10 Minuten aufbacken.

K: Insgesamt etwas aufwändiger, aber so schönes Gebäck, was sich gut auf Vorrat zubereiten lässt. Ziemlich buttrig - als ich das Blech aus dem Ofen genommen habe, schwammen die Schnecken geradezu in einer Butter-Zucker-Zimt-Karamellpfütze, die wird aber schnell fest und schmeckt fein! Durch den Sirup glänzen die Schnecken wirklich hübsch.
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Und - um es mal ganz deutlich zu sagen: Früher war nicht alles besser! Früher waren Zimstschnecken Lernpausenbelohnungsschnecken - wie viel schöner ist es da doch, von einer Winterwanderung im Schwarzwald zurückzukommen? Danach Tee, Kaffee und Zimtschnecken. Viel besser als Apothekenbetriebsordnung ;).

(Von Brandenberg zum Fahler Wasserfall und zurück, s. hier, allerdings deutlich kürzere Gehzeiten!)



*Amazon Partner Link - wen darüber etwas eingekauft wird, erhalte ich eine kleine Provision

Mittwoch, Januar 18, 2017

Winterwandern am Hochrhein

Eine kürzlich auf Instagram durchgeführte, nicht-repräsentative Umfrage ergab: die Wanderrubrik wird geschätzt - drum fülle ich sie mal wieder.

Am 6. Januar war herrlichstes Winterwetter - leider hatte Herr Kochfrosch keinen Feiertag, ich somit kein Auto und die Schwarzwaldgipfel somit sehr, sehr schlecht zu erreichen. Untätig wollte ich trotzdem nicht sein, ich bin zu einer größeren Runde ab der Haustüre aufgebrochen.


Ab Rheinfelden-Herten (Zentrum, haha ;) ) gings durch die Weinberge Richtung Whylen und dort an den Rhein. Am Altrhein tummelten sich vereinzelt unglücklich guckende Vogelfotografen - wenig gefiederte Fotoobjekte heute. Am Wasserkraftwerk überquert man die Brücke und überschreitet damit die Landesgrenze Richtung Schweiz.

Frostiges Morgenlicht





Unschwer zu erkennen - Sie betreten jetzt Basler Grund. Wir drehen allerdings gleich in den Nachbarkanton Aargau ab.


Auf der Schweizer Seite nehme ich den Hochrheinwanderweg Via Rhenana Nr. 60 flussaufwärts.


Immer am Rhein entlang, mal direkt, mal etwas oberhalb führt der Weg auch durch Kaiseraugst (bekannt für die zahlreichen Römer-Überreste: Augusta Raurica). Direkt am Rhein kann man kostenlos die Überbleibsel einer römischen Therme und einer Kirche besichtigen. Schön gemacht, mit Bewegungsmelder-induziertem Licht und Geräuschkulisse. Den Rest guck ich mir bestimmt auch noch an. Mir ist so langsam kalt, ich hab noch ein paar Kilometer vor mir. Luftlinie trennt mich nicht arg viel von zu Hause, aber durch den Rhein schwimmen ist keine Option ;).


Blick auf den Schwarzwald, Sehnsuchtsort. Für mich gehts über die Autobahnbrücke zurück und dann wieder flussabwärts nach Hause. Das letzte Stück zieht sich etwas unschön, auch schon auf der Schweizer Seite donnert nicht weit entfernt die Autobahn. Ist halt ne Industrieregion.


Schön wars trotzdem, auch wenn ich die Berge ein bisschen vorziehe!

Gesamtstrecke: ca. 13 km
Dauer: ca. 4 Stunden, mit vielen Fotopausen und kleinem Abstecher ins alte Rom

Mittwoch, Januar 11, 2017

Gewürzapfelragout für kalte Tage

Heute gibts hier mal wieder was Süßes - genau das Richtige nach einem ausgedehnten Winterspaziergang! Das Gewürzapfelragout ist ein echtes Multitalent: Schmeckt pur zu Joghurt, zu Waffeln, zu Milchreis, zu Grießbrei.. und gibt sich natürlich auch hervorragend als "echter" Dessertbestandteil (ursprünglich war es Teil eines Desserts von Cornelia Poletto: Ricotta im Knusperblatt mit Gewürzapfelragout).


Ich hatte das Gewürzapfelragout vor Jahren (äh.. so etwa 6?) schonmal gemacht und war der festen Überzeugung, ich hätte das damals auch gebloggt. Habe ich wohl nicht. Und weil es mich etwas Mühe gekostet hat, das Rezept wiederzufinden, schreibe ich es diesmal hier auf. Damals hatte ich es übrigens bei Ulrike von Küchenlatein entdeckt.

Durch die Gewürze und den karamellisierten Zucker bekommt das Ragout (besseres Wort hab ich nicht, sorry) eine tolle Tiefe. Wer grad keine Zimtblüten zur Hand hat (toll, endlich mal Verwendung für meine ;)  - das Ragout schmeckt auch nur mit Vanille/Zimt/Sternanis sehr fein! Außerdem schätze ich sehr, dass der Apfel nicht verkocht - also eher kürzer als länger ziehen lassen, ich bin einfach kein großer Fan von Breien und Musen.
Ein schöner winterlicher Nachtisch!

Gewürzapfelragout


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Gewürzapfelragout
Kategorien: Dessert, Kompott
Menge: 1 Rezept

Zutaten

4Äpfel
1Vanilleschote; das Mark
50GrammZucker
500mlApfelsaft
1Zimtstange
2Sternanis
6Pimentkörner
3Zimtblüten
20mlCalvados (K: Apfelsaft)
1Essl.Speisestärke

Quelle

Cornelia Poletto bei
Kerner kocht am 02.04.2008
Erfasst *RK* 09.11.2009 von
Ulrike Westphal

Zubereitung

Zucker in einem Topf goldgelb karamellisieren lassen und mit dem Apfelsaft ablöschen. Die Vanilleschote auskratzen und mit dem -mark und den restlichen Gewürzen hinzufügen und den Sud um die Hälfte einkochen lassen. Den Apfelsaft anschließend durch ein feines Sieb passieren.
Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und würfeln. Die Apfelwürfel in die wieder kochende Flüssigkeit geben und kurz bissfest garen.

Etwas Stärke mit dem Calvados verrühren und unter Rühren in die kochende Flüssigkeit geben. Nochmals aufkochen lassen, die Gewürze entfernen und in einer Schüssel auf Zimmertemperatur auskühlen lassen.

Kathi: Calvados durch Apfelsaft ersetzt. Toll zu Joghurt, Milchreis, Waffeln etc. Hält heiß abgefüllt und verschlossen auch gut einige Tage.
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Freitag, Januar 06, 2017

Pomelosalat nach Herrn Ottolenghi

Wie schon die letzten Jahre haben wir den Jahreswechsel bei lieben Freunden gefeiert, die - wie jedes Jahr - eine riesen Tafel mit Köstlichkeiten aufgebaut hatten. Glücklicherweise decken sich unsere Essensvorlieben ziemlich, so dass ich immer wieder mit neuen Ideen nach Hause komme - so auch dieses Mal: Gerade 4 Tage lagen zwischen Probieren und Nachkochen des wunderbar frischen Pomelo-Salats. Erleichternd: Das Kochbuch, Yotam Ottolenghis Vegetarische Köstlichkeiten * habe ich nämlich seit kurzem auch!


Pomelosalat wäre jetzt an sich nicht unbedingt etwas, wo ich hängen geblieben wäre, aber: Mariniert in Reisessig-Sternanis-Zimt-Sud, gewürzt mit viel Chili und Ingwer, dazu fruchtige Mango, viele frische Kräuter und crunchy Nüsse ergeben eine ganz wunderbare Kombination. Ich habe dem Salat noch ein paar Glasnudeln gegönnt, um ihn zum alleinigen Abendessen zu servieren, die fügten sich gut ein.
Pomelo schälen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Stückchen zupfen ist zwar ein bisschen Geduldsarbeit, die lohnt sich aber definitiv. Ist die Pomelo mal geschält und badet in der Marinade ist der restliche Salat schnell zubereitet - kann man also auch gut bis zur Zugabe der frischen Kräuter und des Salats vorbereiten (Herr Ottolenghi verwendet Brunnenkresse, das gabs hier nicht, ich habe auf Rucola/Feldsalat zurückgegriffen).

Pomelo-Glasnudelsalat


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Pomelosalat
Kategorien: Vegan, Vegetarisch, Salat, Buffet
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H MARINADE
75mlReisessig
40GrammPalmzucker (alt. brauner Zucker)
1Essl.Orangenblütenwasser (alt: einige Spritzer
-- Fischsauce) (K: Fischsauce)
2Sternanis
1Zimtstange, in zwei Stücke gebrochen
10GrammIngwer
2Rote Chilischoten
H SALAT
1groß.Pomelo (insgesamt 1 kg, 350 g nach dem Zerteilen
-- und Schälen)
1klein.Grüne (oder reife) Mango (K: reif) (140 g nach
-- dem Schälen, ohne Kern)
10GrammKorianderblätter (K: mehr)
10GrammMinzeblätter (K: mehr)
4klein.Schalotten, in dünne Scheiben geschnitten
60GrammBrunnenkresse (K: Mischung Feldsalat/Rucola)
2Teel.Erdnussöl
2Teel.Geröstete schwarze oder weiße Sesamsamen
40Geröstete Erdnüsse
Salz
H OPTIONAL
100GrammGlasnudeln

Quelle

Yotam Ottolenghi - Vegetarische Köstlichkeiten
Erfasst *RK* 06.01.2017 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die Glasnudeln reichern den Salat an und machen ihn zu einer alleinigen Hauptspeise - sofern man sie verwendet: Glasnudeln nach Packungsanleitung kochen, abtropfen und abkühlen lassen.
Für die Marinade den Ingwer schälen und in dünne Streifen schneiden, Chili entkernen, Trennwände entfernen und in dünne Streifen schneiden. Den Reisessig in einen Topf geben und unter Erwärmen den Zucker darin auflösen. Vom Herd nehmen, Chili, Ingwer, Sternanis, Zimt und ggf. Orangenblütenwasser hinzufügen und beiseitestellen.

Die Pomelo mit einem schwarfen Messer schälen. In Segmente teilen und mit dem Messer die weiße Haut und Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke zerteilen, in eine flache Schüssel legen und mit der Marinade übergießen. Mind. 30 Minuten ziehen lassen, je länger, desto besser.

Mango schälen und in dünne Streifen schneiden. Kräuter und Salat waschen, trocken schleudern. Die Kräuter grob hacken. Erdnüsse grob hacken.
Die Zimtstange und Sternanis entfernen, dann die Marinade durch ein Sieb abgießen und auffangen. Die Pomelo mit dem Ingwer und den Chilischoten in eine Schüssel füllen, drei Esslöffel der Marinade und die restlichen Salatzutaten (bis auf die Sesamsamen und die Nüsse) zugeben und mit einer kräftigen Prise Salz würzen. Den Salat behutsam durchheben, falls nötig mehr Marinade hinzufügen. Mit Sesamsamen und gehackten Erdnüssen bestreuen und servieren.

K: Toller frischer Salat mit asiatischen Aromen! Ruhig reichlich Kräuter verwenden. Bis auf die Kräuter- und Salatzugabe kann der Salat auch gut vorbereitet werden - länger marinieren schadet ja nicht!
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Freitag, Dezember 30, 2016

Samtig-würzig-wunderbar: Kichererbsen-Eintopf mit Salzzitronen und Fregola Sarda

Naa, Schlemmerweihnachten gut überstanden? Im Hause Kochfrosch kehrt in der Zeit zwischen den Jahren immer schon wieder ein bisschen Alltag ein - wir müssen arbeiten. Das folgende Gericht eignet sich aber auch hervorragend für wir-haben-frei-faule-Tage. Ein langer Spaziergang draußen wäre die perfekte Vorbereitung für diesen wärmenden und rundum gelungenen Eintopf.


Das Rezept hatte ich mir in Anna Jones A Modern Way to Eat * schon länger eingemerkt - jetzt kams endlich an die Reihe. Ein bisschen Vorlauf braucht man höchstes für die Salzzitronen - in größeren Städten bekommt man die auch so zu kaufen, meine hatte ich irgendwann im Laufe des Jahres mal angesetzt - und noch nie benutzt (ich gestehe, ich stand ihnen doch etwas skeptisch gegenüber). (Rezepte zum Ansetzen gibts zu Hauf, ich erinnere mich leider nicht mehr, welches ich benutzt habe.. jedenfalls ein sehr simples, bei dem die Zitronen einfach mit Salz, Zitronensaft und kochendem Wasser einfach in Gläser gefüllt wurden).

Der Rest der Zutaten ist bis auf den Rucola im Haus, wie praktisch. Anna Jones sagt über das Gericht "schnelle Wohlfühlküche" - allzulang braucht es tatsächlich nicht, bis dieser wunderbare Eintopf auf dem Tisch steht, man kann ihn auch bis zur Zugabe der Fregola gut vorbereiten. Im Original wird grober Couscous (Mograbieh o.ä.) verwendet, der ist mir bislang aber leider noch nicht über den Weg gelaufen. Normaler Couscous geht natürlich auch - oder, sehr gut sogar: Fregola Sarda, diese Pastaspezialität hab ich glücklicherweise noch im Schrank gefunden.

Die Salzzitronen geben dem Gericht eine ganz besondere Geschmackskomponente (den Geruch fand ich erst gar nicht so anprechend) - hier werden sie mitgekocht, zum Schluss aber nur das Fruchtfleisch verwendet, vielleicht also ein guter Einstieg in die Welt der Salzzitronen. Die restlichen Zutaten sind dann gar nicht soo exotisch, etwas süßlich durch Rosinen und Zimt, das harmoniert alles sehr schön miteinander. Dazu frischer Rucola, Safran-Knoblauchjoghurt und geröstete Pinienkerne. Und zufriedene Seufzer - schon länger hat mich kein neu ausprobiertes Rezept so begeistert.. auch am nächsten Tag war die Suppe/der Eintopf noch ganz wunderbar!

Kichererbsen-Eintopf mit Salzzitronen und Fregola Sarda


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Kichererbsen-Eintopf mit Salzzitrone und Fregola Sarda
Kategorien: Vegetarisch, Eintopf, Suppe, Hülsenfrüchte, Orient
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H EINTOPF
1Rote Zwiebel
2Möhren
1Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz
Pfeffer
1DoseStückige Tomaten
1DoseKichererbsen
1Teel.Instant-Gemüsebrühe (K: 1 Töpfchen Instantbrühe
-- für 500ml)
1Zimtstange
1Eingelegte Zitrone, halbiert, Kerne entfernt (K:
-- meine Salzzitrone waren ja sowieso schon
-- halbiert bzw. geviertelt, Kerne habe ich erst
-- zum Schluss entfernt)
1HandvollRosinen
100GrammIstraelischer Couscous (Mograbiah) (K:
-- stattdessen Fregola Sarda)
1klein.Bund Petersilie (K: hatte ich nicht)
H ZUM SERVIEREN
1Kräftige Prise Safranfäden
4Essl.Joghurt
1/2Knoblauchzehe
Salz
4HandvollRucola
Pinienkerne

Quelle

Anna Jones - a modern way to eat
Erfasst *RK* 29.12.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die Zwiebel schälen und je nach Belieben fein würfeln oder halbieren und in Halbringe schneiden. Knoblauchzehe schälen und hacken. Die Möhren schälen, längs vierteln und in Scheiben schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch andünsten, sobald die Zwiebel weich ist, Möhre zugeben, salzen, pfeffern und etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze weiterbraten. Tomaten und Kichererbsen hinzufügen, beide Dosen mit Wasser füllen und zugeben. Brühwürfel, Zimtstange, eingelegte Zitronenhälften und Rosinen hineingeben. 15-20 Minuten bei schwacher Temperatur simmern lassen, bis die Tomatenbrühe etwas eingedickt ist und wunderbar aromatisch schmeckt. Bis hier her kann die Suppe auch super vorbereitet werden.

Den Safran mit etwas kochenedem Wasser in eine Schüssel geben und 5 Minuten einweichen. Die Knoblauchzehe sehr fein hacken. Den Joghurt mit dem Safran, etwas Salz und Knoblauch verrühren. Rucola waschen und trocken schleudern. Petersilie waschen, trocken schütteln, hacken. Pinienkerne rösten.

Den Couscous bzw. Fregola Sarda hinzufügen und weitere 10-15 Minuten köcheln lassen, falls nötig noch Wasser zugeben. Nach 10-15 Minuten sollte der Couscous gar, aber noch leicht bissfest sein. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer würzen, Petersilie unterrühren. Das Innere aus den Zitronenhälften lösen und unterrühren, die Schalen entfernen.

Den Eintopf in Suppenteller schöpfen, mit Rucola garnieren und einen großzügigen Löffel Safranjoghurt daraufgeben. Mit Pinienkernen bestreut servieren.

K: Wahnsinnig aromatischer, komplexer Geschmack. Schöne Balance aus süß und würzig. Meine Suppe hat etwas länger geköchelt, da ich sie bis zum Zugeben der Fregola vorbereitet hatte - schadet nicht. Schmeckt auch aufgewärmt nochmal toll, dann noch etwas Wasser zugeben, die Fregola ziehen Flüssigkeit. Aroma der Salzzitronen ist nicht zu dominant, trägt aber entscheidend zum Gesamtgeschmack bei!
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Dienstag, Dezember 13, 2016

Mitbringsel zur Weihnachtszeit: Mandarinenlikör

Irgendwie bin ich beim Browsen letzte Woche über das Rezept für Mandarinenlikör bei Monaqo gestolpert - und bin gleich losgezogen und habe Mandarinen gekauft. Merkwürdig, ich bin kein Likörtrinker, aber so in Sekt stellte ich mir das schon sehr gut vor..

Das Rezept verwendet dort wohl sehr, sehr saftige Mandarinen - 1 kg ergeben zusammen mit 300 g Rohrzucker bei ihr 750 ml Sirup, davon war ich weit entfernt.. ich habe ein gutes Kilo Mandarinen gepresst und kam auf etwa 400 ml Saft. Den Zucker habe ich dann schon etwas reduziert, ich hätt ihn aber viel mehr reduzieren müssen, der Sirup gerät sonst (für meinen Geschmack) sehr süß..


Zusätzliches Aroma bekommt der Sirup durch die Zugabe von Sternanis (gefällt mir guuut), etwas Orangenschale und einer Vanilleschote. Hier hab ich nicht richtig gelesen, man hätte sie wohl nur aufschlitzen und mitkochen sollen, ich habe sie ausgekratzt und mir ist das Endergebnis etwas zu vanillig. Man merkt schon, es geht noch ein bisschen besser... bei Postproduktionsrecherche habe ich auch festgestellt, dass es sich wohl ursprünglich um das Brigitte-Rezept handeln müsste - da sind die Mengen etwas besser angepasst, ich werde hier jetzt auch mal dieses aufschreiben. Und Dank Hinweis weiß ich jetzt: Ganz ursprünglich kam das Rezept wohl vom Youtuber Esslust.

Für meinen persönlichen Geschmack würde ich auf die Vanilleschote evtl. ganz verzichten - vielleicht nur ein bisschen Vanille-Extrakt? Dann setzen sich auch nicht überall die Markpünktchen der Vanille ab, das find ich im Glas nur so mäßig charmant.


Sonst aber - eine schöne Idee! Schmeckt als Schuss im Sekt, im Tee und Likörtrinkern bestimmt auch pur ;). Dazu siehts noch nett aus - ein perfektes Last-Minute-Mitbringsel!

Mandarinenlikör


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Mandarinenlikör
Kategorien: Geschenk, Likör, Weihnachten, Advent
Menge: 1 Liter

Zutaten

1Vanilleschote (K: evtl. besser Extrakt verwenden)
1,2kgMandarine (K: mehr!)
250GrammBrauner Zucker
4StückeSternanis
300mlWodka
1StückOrange (unbehandelt)

Quelle

www.brigitte.de, Idee von http://blog.monaqo.de
Erfasst *RK* 13.12.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die Mandarinen halbieren und den Saft auspressen. Am Ende sollten mindestens 700 ml Saft zur Verfügung stehen. Von einer Mandarine ein großes Stück der Schale sehr dünn abschneiden. Von der weißen Schicht sollte so wenig wie möglich an der abgeschnittenen Schale sein. Alternativ kann dafür auch ein Zestenreißer verwendet werden. Die Vanilleschote halbieren und längs aufschneiden. Den ausgepressten Fruchtsaft durch ein Sieb in einen Topf gießen, den Zucker hinzufügen und den Sternanis, die Orangenschale und die halbierte Vanilleschote mit hineingeben. Alles durchrühren, kurz aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze für ca. 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Den abgekühlten Mandarinensirup nun zuerst durch ein grobes und danach durch ein feineres Sieb gießen. Jetzt den Wodka hinzufügen, alles gründlich durchrühren und dann in eine oder mehrere abgekochte Flaschen abfüllen.

K: Mit leicht veränderten Mengen gemacht, dieses Rezept hier sollte aber besser passen. Je nach Saftigkeit müssen deutlich mehr Mandarinen verwendet werden! Schönes Geschenk in der Weihnachtszeit, schmeckt z.B. mit Sekt aufgegossen sehr fein. Mir ist das Vanillearoma zu deutlich, hatte meine Schote aber auch ausgekratzt.
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Montag, Dezember 05, 2016

Plätzchenendspurt: Schoko-Nuss-Taler

Ich probiere beim Plätzchen backen ja jedes Jahr gerne was Neues auch - dieses Jahr gabs bis auf zwei bekannte Sorten sogar nur neue Rezepte. Und ich hatte Glück - keines dabei, was total misslungen wäre. Und noch eins, was das Zeug zum Keeper hat: Schoko-Nuss-Taler, die ich bei Maras Wunderland gefunden habe.

Erst hielt ich sie für recht unspektakulär, halt so Schokoplätzchen mit Nuss drin. Spektakulär wär jetzt vielleicht auch wirklich das falsche Wort, aber: Sie sind so gut! Ganz knusprig, "trocken" (in einem positiven Sinn) und dabei sehr aromatisch. Und einfach und schnell zu machen, damit kriegt man mich halt immer. Eine schöne Berreicherung auf dem Plätzchenteller, v.a. wenn man sie ein wenig durchziehen lässt - und das findet nicht nur Nuss&Schoko-Beauftragter Herr Kochfrosch, sondern inzwischen schließe ich mich der Meinung an. Danke fürs Rezept! (Und weils im Originalbeitrag diskutiert wurde: Nee, Spitzbuben sind für mich ganz eindeutig mit Marmelade gefüllte Teile - ich bleib bei Taler). Ahja, das Rezept ließe sich sicher auch einfach veganisieren, da sowieso ohne Ei..

Schoko-Nuss-Taler



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Schoko-Nuss-Taler
Kategorien: Plätzchen
Menge: 45 Stück

Zutaten

H TEIG
160GrammMehl
175GrammGemahlene Haselnüsse (K: geröstet)
2 1/2Essl.Kakao
1Teel.Zimt
3/4Teel.Backpulver
170GrammZimmerwarme Butter
100GrammZucker
1Pack.Bourbon-Vanillezucker (K: 15 g eigener
-- Vanillezucker)
H ZUM FERTIGSTELLEN
1groß.Eigelb
1SchussMilch
Mandeln ohne Haut + Haselnüsse

Quelle

www.maraswunderland.de
Erfasst *RK* 16.11.2016 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und zuerst mit den Knethaken des Handrührgeräts und dann mit den Händen zu einem homogenen, geschmeidigen Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten oder auch über Nacht in den Kühlschrank legen. Inzwischen zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Eigelb mit einem Schuss Milch verquirlen. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Aus dem Teig Walnuss-große Kugeln formen und auf dem Blech verteilen. Verquirltes Eigelb darauf verteilen. Zum Schluss eine Nuss in die Mitte setzen und etwas in das Plätzchen drücken. Im heißen Ofen rund 15 Minuten backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Dauer: 30 min - Wartezeit: 30min - Backzeit: ~ 15 min ·· ganz einfach ··

Kathi: Einfach und schnell gemacht, Haselnüsse vorher enthäuten! Kugeln nicht zu groß machen. Kekse sind sehr knusprig, Konsistenz leicht bröselig und aromatisch.
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