Montag, März 24, 2014

Brasilien zu Besuch

Schon wieder nichts zu Essen hier, dafür ist gerade viel zu viel los und ich viel zu wenig zu Hause. In den vergangenen zwei Wochen standen immerhin Besuche in München, Dresden und wieder München auf dem Programm. Dort konnte ich Ende letzter Woche dann auch meine brasilianische Gastschwester Lívia in die Arme schließen, die zusammen mit ihrem Freund zum ersten Mal Deutschland besucht. Bald 13 Jahre ist der Beginn meines Austauschsjahr her, vor 4 Jahren haben wir uns zuletzt in Brasilien (mit dem Tag Brasilien findet ihr weiter unten ein paar Beiträge von damals) gesehen.

Zusammen haben wir einen Tag in München verbracht, die Sonne im englischen Garten genossen, Eisbachsurfern zugeschaut, die Allianzarena besucht, sind auf den alten Peter gestiegen und haben abends ganz ordentlich im Zwickl gegessen (ein erster Vortest im Wirtshaus in der Au konnte mich  leider nicht vollständig überzeugen).


Am nächsten Tag gings dann in den Bayerwald, wo es eine weitere Premiere gab: Der erste Schnee in Lívias Leben (wir haben grad so noch das Ende der Skisaison auf dem Arber erwischt, beschränkten uns allerdings aufs Gipfelkreuz erklimmen und Einkehren ;) ). Danach gabs Kuchen bei Mama und Papa auf der Terasse und abends das lang ersehnte Abendessen (ja, Mamas Ruf reicht bis nach Brasilien..)





Weiter im Touriprogramm: Leider ist auch schon wieder Abschied nehmen angesagt und ich fahre mit den beiden erst nach Regensburg und anschließend noch nach Rothenburg ob der Tauber. Mit internationalem Besuch kommt man so auch mal in den Genuss deutscher Touristenattraktionen ;). Hat sich aber doch gelohnt - bei eher trübem, kalten Wetter präsentiert sich Rothenburg fast leer und sehr sehenswert. Die Brasilianer flippen jedenfalls fast aus ;).




Fürs Abendessen daheim in Erlangen sorgte Herr Kochfrosch vorbildlich und so geht der Abend mit einem fränkischen Biertest zu Ende... am nächsten Morgen geht die Reise für Lívia und Luis nach Berlin weiter. Ich hoffe, es dauert keine vier Jahre bis zum nächsten Wiedersehen!


Donnerstag, März 13, 2014

Sonniger Sonntag

Was für ein März!
Hier ist gerade insgesamt viel los, ich bin viel unterwegs und wenig zu Hause. Also nur ein paar Impressionen vom wunderschönen letzten Märzsonntag. Kaum zu glauben.

Unterwegs in Cadolzburg






Anschließend über einen Flohmarkt stolpern. Wieso hab ich eigentlich nicht zugeschlagen?



Und die Sonne im Manhattan Garten mit Schoko-Himbeertarte genießen.


Auf dem Heimweg: Go tapferer Krokus, go! Mach weiter so März, ist gut so.


Dienstag, März 04, 2014

Sehr schnelle Küche: Avocado mit Zwiebelvinaigrette

Heute mal wieder was aus der Rubrik: Sehr einfach, sehr schnell, sehr lecker. Eine meiner Lieblingsrubriken ;). Egal ob man hungrig von der Arbeit kommt oder sonst eigentlich viel zu tun hat und der Magen schon knurrt - passt immer. Außerdem gabs hier schon lang keine Avocados mehr.

Deshalb hier eins meiner derzeitigen Lieblings"rezepte" - Avocado mit einer Zwiebelvinaigrette. Als netter Farbtupfer auf dem Brotzeittisch, als Vorspeise (für die Fleischesser - schöner geräuchter Schinken passt gut dazu!) oder als Unterlage für Tomatenscheiben / Rucola / was auch immer - schmeckt würzig-süßlich-säuerlich und einfach gut.

Das Rezept hat meine Mutter mal erfasst, ich habs jetzt wieder ausgegraben und kann es nur empfehlen. Die feingehackte rote Zwiebel darf etwa 10 Minuten in Essig (ich nehm gerne eine Mischung aus Sherry- und Weißweinessig) und etwas Worcestershiresauce baden, das nimmt ihnen die Schärfe und das arg "Zwiebelige". Fertig in etwa 15 Minuten (in der Marinierzeit kann man ja schonmal den Tisch decken) und schon kann gegessen werden.

Avocado mit Zwiebelvinaigrette


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Avocado mit Zwiebelvinaigrette
Kategorien: Vorspeise, Avocado, Salat
Menge: 4 Portionen

Zutaten

2klein.Rote Zwiebeln
3Essl.Weissweinessig (K Weißweinessig/Sherryessig)
Salz
Zucker
Schwarzer Pfeffer
1Teel.Worcestershiresauce
5Essl.Oel
2Avocados a 350 g

Quelle

nach essen & trinken
Kochen mit Obst und
Gemuese
erfasst von Petra
Holzapfel

Zubereitung

Die Zwiebeln pellen, sehr fein wuerfeln und mit Essig, Salz, Pfeffer, ein bisschen Zucker und Worcestershiresauce marinieren. Nach etwa 10 Minuten das Öl unterschlagen.
Avocado schaelen, laengs halbieren und den Stein herausloesen. Avocado quer in Scheiben schneiden und auf eine Platte legen. Die Vinaigrette sofort gleichmaessig ueber die Scheiben verteilen. Mit schwarzem Pfeffer ueberstreuen und 5-10 Minuten durchziehen lassen.

K: Schnell gemacht und so lecker. Für Fleischesser schön dazu: ein paar Scheiben geräucherter Schinken oder Würfelchen Katenschinken.
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Montag, März 03, 2014

Unterwegs in Sommerhausen: Café Schatztruhe

Wer nach einem netten Ort für den Sonntagsspaziergang sucht und sich zufällig in der Würzburger Gegend befindet, dem kann ich Sommerhausen nur ans Herz legen. Ein sehr überschaubarer Ort mit zig Türmchen, Weingütern, vielen kleinen Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen. In den Fenstern kann man die Kunst der ansässigen Kunsthandwerker (besonders gut hat mir der Blick in die Fenster des Werkraums gefallen) betrachten, man kann das kleinste Theater Deutschlands, das Torturmtheater besuchen oder man dehnt den Spaziergang auf die Weinberge aus..

Sonntag nachmittag in der Nebensaison wird man hier auch nicht gerade vom Touristenansturm überrannt ;). Das dürfte im Sommer allerdings anders aussehen.




Es locken auch zahlreiche nett aussehende Gaststätten und sogar ein Edelrestaurant mit Stern - unser Hunger verlangte allerdings "nur" nach einem Cafébesuch. Und so landeten wir im Caféhaus Schatztruhe. Nicht ganz zufällig, ein Begleiter schwärmte schon den ganzen Tag von den Kuchen dort.

Das Café ist ein echtes "Oma-Café", verwinkelt, zahlreiche Zimmer in Erdgeschoss und 1. Stock mit gemütlichen Sesseln, einem Kamin und einem ganzen Regal voller Tassen für die Stammgäste.

Hinter der Theke locken zahlreiche (wirklich viele) Kuchen und Torten, man holt sich die Leckerei gleich selbst ab und lässt es sich dann schmecken. Wir hatten alle verschiedene Kuchen/Torten und jede war köstlich - ein Cafébesuch ist also durchaus zu empfehlen. Achja, mitnehmen kann man die Prachtstücke natürlich auch.




Mehr und schönere Bilder von innen gibt es hier auf dem Blog von HaseundFlo. Ansonsten - einfach selber mal vorbeigucken, lohnt sich.

Montag, Februar 17, 2014

Gebratene Schupfnudeln mit Kraut

Am Wochenende war ich in Regensburg und hatte dort einen herrlichen Sonnentag. Sogar im Biergarten konnten wir sitzen. Neben einem Radler gabs süße Schupfnudeln mit Vanilleeis. Leider etranken sie etwas im Öl, erinnerten mich aber daran, dass ich unbedingt mal Schupfnudeln selber machen wollte.

Schupfnudeln heißen auch Fingernudeln oder Bubespitzle (vermutlich eher im Schwäbischen) und sind eine süddeutsche "Nudel"art aus Kartoffeln und etwas Mehl. Die Variante aus dem Kühlregal schmeckt gern mal wie Gummiente, aber selbstgemachte ess ich sehr gern. Ist aber mit etwas Aufwand verbunden, deshalb hab ichs vermutlich noch nie gemacht.
Schupfnudeln mit Kraut gibt es im Bayerischen oft auf Volksfesten, Weihnachtsmärkten oder Mittelaltermärkten aus großen Schwenkpfannen, da hol ich mir dann meine Dosis.

Jetzt aber selbstgemacht! Fürs Rezept habe ich mir Stevan Pauls Deutschland vegetarisch* ausgesucht und habe nicht allzuviel verändert. Ich habe das ganze Rezept gemacht, die Krautmenge allerdings verdoppelt. Außerdem habe ich das Sauerkraut noch mit Wacholderbeeren gewürzt und einen gestiftelten Apfel untergemischt. So bleibt auch noch was für morgen zum Essen übrig.


Die Schupfnudeln habe ich nach dem Sieden in eine Box in den Kühlschrank gepackt, ich denke, so sollten sie sich die nächsten Tage nochmal frisch braten lassen.
Beim Schupfnudeln wird man schnell geübter, ein Bild meiner ersten Versuche erspar ich euch hier. Ich sag nur Wurstfinger.. im Buch wird vorgeschlagen, etwa haselnussgroße Teigmengen zu schupfen, das sieht dann auch am besten aus. Meine Versuche lange Teigrollen zu machen und diese dann in Stücke zu schneiden und dann zu rollen schlugen auch eher fehl.

Im Buch serviert man noch etwas saure Sahne mit Schnittlauch dazu, hab ich so noch nie gesehen, passt aber sehr gut.

Man ist dann schon eine Weile beschäftigt, definitv nichts, was ich hungrig am Feierabend machen möchte ;). Aber für Sonntags (oder einen freien Montag) durchaus geeignet!

Gebratene Schupfnudeln mit Kraut



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Gebratene Schupfnudeln mit Kraut
Kategorien: Vegetarisch, Kartoffel, Sauerkraut, Winter
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H SCHUPFNUDELN
1kgMehlig kochende Kartoffeln
Salz
120GrammMehl (Typ 405)
50GrammWeizengrieß
20GrammSpeisestärke
1Ei (M)
Mehl für die Arbeitsfläche
Grieß für die Arbeitsfläche
Öl für das Blech
H KRAUT
1Zwiebel
250GrammSauerkraut
1Messersp.Kümmelsaat
3Wacholderbeeren
6Essl.Sonnenblumenöl
1Essl.Zucker
50mlWeißwein
100mlApfelsaft
1/2Apfel
Salz
Pfeffer
5ZweigeMajoran (K: hatte ich nicht)
H SAURE SAHNE
150mlSaure Sahne
1/2BundSchnittlauch

Quelle

nach Stevan Paul, Katharina Seiser - Deutschland
vegetarisch
Erfasst *RK* 17.02.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Für die Schupfnudeln:
Kartoffeln mit Schale kochen, etwas ausdampfen lassen, noch warm schälen und fein stampfen / durch eine Kartoffelpresse drücken. Auskühlen lassen.

Währenddessen das Kraut machen:
Zwiebel in Streifen schneiden, ggf. Sauerkraut durchhacken. Wacholderbeeren und Kümmel im Mörser anstoßen. Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Zwiebel, sowie bald darauf das Sauerkraut andünsten. Gewürze zugeben und schmoren, bis die Flüssigkeit verdampft ist. 1 EL Zucker zugeben und mit Weißwein ablöschen, verkochen lassen, das Kraut darf ruhig etwas bräunen. Apfel in feine Stifte schneiden und zusammen mit dem Apfelsaft unter das Kraut geben. Apfelsaft einkochen lassen, bis das Kraut zu bräunen beginnt. Salzen, pfeffern und zur Seite stellen.

Für den Dip:
Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und mit saurer Sahne verrühren, salzen und pfeffern.

Für die Schupfnudeln:
Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen.
Grieß, Stärke und Mehl mischen. Ei verkleppern und unter die abgekühlten Kartoffeln rühren, leicht salzen, Mehlmischung zugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Nicht zu lange stehen lassen, sonst verliert der Teig Bindung. Haselnussgroße Teigstücke abstechen (Haselnussgroß wird wirklich schöner!) und zwischen den Händen zu Schupfnudeln rollen, anschließend in etwas Mehl/ Grießmischung auf der Arbeitsfläche wälzen.

Portionsweise in siedendem Salzwasser für etwa 2-3 Minuten garen. Mit einer Schaumkelle herausheben und auf einem geölten Backblech ausdampfen lassen.
4 EL Öl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen, Schupfnudeln darin goldbraun braten. Kraut zugeben und etwa 2 Minuten weiter braten. Majoranblättchen abzupfen und unterrühren, salzen und pfeffern. Mit der sauren Sahne servieren.

K: Wacholder und Apfel sind von mir, schmeckt schön würzig. Krautmenge verdoppelt, ich mag Sauerkraut. Die noch nicht gebratenen Schupfnudeln lassen sich gekühlt auch ein bisschen aufheben und z.B. am nächsten Tag nochmal aufbraten. Der Teig lässt ich in kleinen Portionen besser verarbeiten (also wirklich eher haselnussgroß..), Kartoffeln pressen wäre besser als stampfen, so wird die Masse homogener. Schupfnudeln wirklich knusprig braten, bevor das Kraut dazukommt.
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Mittwoch, Februar 12, 2014

Kartoffelbrot nach Lutz Geißler

Herr Kochfrosch füttert ja fleißig seine Sauerteige, nun war es an der Zeit, auch mal wieder damit zu backen.

Er hat sich das Rezept für ein Kartoffelbrot aus Lutz Geißlers Brotbackbuch ausgesucht. Ein nur leicht verändertes Brot habe ich zusammen mit Mama schon mal gebacken (hier ihre Version), auch Micha von Grain de Sel war damals voll des Lobes.


Das Brot wirkt auf den ersten Blick etwas aufwändig, setzt man doch drei verschiedene Vorteige an, die jedoch alle schnell zusammengerührt sind:
- ein Brühstück aus Brotbröseln (bei uns eine Mischung gesammelter alter Brotscheiben, die wir dann im Braun Multiquick zerkleinert haben)
- den Roggensauerteig (Sauerteigstarter am besten am Vorvorabend nochmal frisch füttern, damit er schön aktiv ist)
- Poolish
Dazu kommen dann noch gekochte Kartoffeln in den Hauptteig.

Die tatsächliche Arbeitszeit hält sich dann aber in Grenzen, mind. einen Tag Vorlauf sollte man sich jedoch nehmen.

Heute roch es dann ganz verführerisch - stolz präsentierte mir der Herr des Hauses den duftenden Leib. Wir haben leider nur einen länglichen Gärkorb, daher gibt es hier eben eine etwas andere Form, als in Blogs und Buch zu sehen war.

Dann, Spannung beim Anschneiden - krachige Kruste, aromatische, saftige Krume. Köstlich. Durch die Kartoffeln im Teig bleibt das Brot über Tage frisch und saftig. Wenn es denn die Tage überlebt..


Modifikationen:
- Butter statt Schmalz
- Weizenvollkorn und Weizenmehl Typ 550 im Verhältnis 1:1 statt Weizenmehl Typ 1050
alles weitere steht direkt im Rezept.

Nachbacken kann ich nur empfehlen. Herrlich pur mit Butter, zu frischem Obadzn und Radieschen, aber auch zu Marmeladen..

Kartoffelbrot aus dem Brotbackbuch




==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelbrot
Kategorien: Brot
Menge: 1 Rezept

Zutaten

H VORTEIG (POOLISH)
100GrammWeizenvollkornmehl
100GrammWasser
0,1GrammFrischhefe
H ROGGENSAUERTEIG
135GrammRoggenvollkornmehl
135GrammWasser
13GrammAnstellgut vom Roggensauer
H QUELLSTÜCK
40GrammGetrocknetes Brot (Marc: vor allem Schwarzbrot)
75GrammWasser
H HAUPTTEIG
Vorteig
Roggensauerteig
Quellstück
200GrammMehlig kochende Kartoffeln
-- (gekocht/gepellt: 150 g)
65GrammRoggenmehl Type 1150
350GrammWeizenmehl Type 1050
-- (Marc: 175 g Weizenvollkornmehl und
-- 175 g Weizenmehl Type 550)
120GrammWasser
8GrammFrischhefe
18GrammSalz
10GrammSchweineschmalz (Marc: Butter)

Quelle

Das Brotbackbuch von Lutz Geißler (2013)
Erfasst *RK* 11.02.2014 von
Marc von Gernler

Zubereitung

Die Vorteig- und Sauerteigzutaten (Marc: Roggensauer zwei Tage vor dem Backen neu gefüttert) jeweils mit einem Löffel verrühren und ca. 20 Stunden bei 20-22°C reifen lassen. Der Reifezustand ist erreicht, wenn sich das Volumen mindestens verdoppelt hat und die Teige zahlreiche Blasen an der Oberfläche zeigen. Der Sauerteig sollte mild-säuerlich, der Vorteig fruchtig-herb riechen.
Das getrocknete Altbrot mit einem Mörser oder der Küchenmaschine zerstoßen bzw. aufmahlen (<1mm). (Marc: etwas mehr als die benötigte Menge Altbrot zerbrochen, im Mixer lang zerkleinert, dann 40 g mit einem passenden Sieb herausgesiebt). Mit Wasser mischen und mindestens 5 Stunden (Marc: über Nacht) abgedeckt im Kühlschrank bei unter 10°C quellen lassen.
Ca. 200 g rohe Kartoffeln mit Schale weich kochen und pellen. Abkühlen lassen und anschließend mit einer Gabel zu Brei zerdrücken.

Für den Hauptteig den Vorteig, den Roggensauerteig und das Quellstück zusammen mit den übrigen Zutaten in die Knetschüssel geben. (Marc: Mangels Weizenmehl Type 1050 habe ich Vollkornmehl und Type 550 im Verhältnis 1:1 verwendet). 5 Minuten auf niedrigster Stufe vermengen und weitere 8 Minuten auf zweiter Stufe kneten. Der Teig wird in den ersten Knetminuten relativ trocken erscheinen. Erst später macht sich das in den Kartoffeln gebundene Wasser auch in der Teigkonsistenz bemerkbar. Der Teig sollte zusammenhängend-straff, aber dennoch etwas klebend-zäh sein. (Marc: Anfangs war der Teig trocken, dann zäh, dann löste er sich von der Rührschüssel, und gegen Ende hin war er wieder klebrig).

Den Teig in einer Schüssel abgedeckt 1 Stunde bei ca. 24°C gehen lassen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche rundwirken und mit Schluss nach oben in den ebenfalls bemehlten Gärkorb setzen. (Marc: Wir haben nur einen länglichen Gärkorb für 500-1500g Teig, der aber gut funktioniert hat)

45 Minuten abgedeckt zur Gare bei 24°C stellen. (Marc: Knappe Gare bis Vollgare)

Den Teigling mit Schluss nach unten auf Backpapier oder einen mit Grieß bestreuten Brotschieber (hier: mit Grieß bestreutes Schneidbrett aus Holz) stürzen. Das überschüssige Mehl mit der Hand auf dem Teigling verstreichen. Mit einem scharfen Messer und gerader Klinge über Kreuz ca. 2cm tief einschneiden. Anschließend den Teigling zwischen den entstandenen Vierteln des Kreuzschnittes maximal 5 mm tief von oben nach unten auf einer länge von etwa 5 cm einschneiden.

Sofort in den kräftig vorgeheizten Ofen geben und bei 250°C 1 Stunde lang mit Schwaden tiefbraun backen. (Marc: Erzeugung des Schwaden: Zweites Backblech auf unterster Schiene mit kochendem Wasser 10 min vor dem Backen in den vorgeheizten Ofen gegeben). Nach 10 Minuten die Ofentür weit öffnen, um den Schwaden abzulassen. (Marc: Dabei zweites Backblech entfernen). Gleichzeitig die Temperatur auf 190°C senken. Während der letzten 10 Minuten die Temperatur auf 230°C erhöhen und für eine rösche Kruste die Ofentür einen Spalt breit geöffnet lassen.

Das Brot vor dem Verzehr unbedeckt auf einem Gitterrost vollständig abkühlen lassen.

Benötigte Zeit: 30 min Vorbereitung, 20 h Gehenlassen, 30 min Zubereitung, 3,5 h Gare und Backzeit.
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Dienstag, Februar 11, 2014

Dattelkonfekt

Zum vergangenen Tapas- und Mezzegelage wollte ich auch gern wieder eine kleine Süßigkeit für hinterher mitbringen und habe mich beim Durchblättern des Buchs Mezze: Ein magischer Genuss* in das hübsche Dattelkonfekt verguckt.

Kleine Kügelchen aus Dattelpaste, Walnüssen und Aprikosen, gewältz in Walnuss-Zuckermischung - so der Plan.
Dattelpaste sollte man in türkischen Lebensmittelläden bekommen, meine war aus der "Orient"-Abteilung eines Supermarkts und im Glas, von der Konsistenz her eher wabbelig und ziemlich süß. Internetrecherche ergab, dass es Dattelpaste auch fester, im Block gibt und solche sollte man für das Rezept auch verwenden, wenn es irgendwie möglich ist.

Die Paste wird in Orangen- und Zitronensaft geschmolzen, dann kommen Amarettinibrösel, Kardamom, Walnüsse und getrocknete Aprikosenwürfelchen dazu. Das soll dann eigentlich eine formbare Masse ergeben.. bei mir war es einfach nur klebrig. Auch die Zugabe von mehr Amarettinibröseln half da nicht viel weiter. Es ließ sich zwar mit Mühe ein Kügelchen formen, die Wälzmischung wurde aber sofort aufgesaugt.

Also habe ich noch 3-4 Scheiben Zwieback zerhäckselt, die Brösel unter die Masse gemischt und eine Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Am nächsten Tag ließen sich mit feuchten Händen Bällchen formen, die Wälzmasse hält einigermaßen, aber auch hier sind die Kugeln schon noch ziemlich weich.


Geschmacklich sind sie - wie zu erwarten - ziemlich süß. Die Kombination aus Dattel-Amarettini-Karamom schmeckt toll nach Orient und passt hervorragend zu einem Glas türkischen Mokka. Wer auf arabische Süßigkeiten steht - nachmachen. Wer keine feste Dattelpaste im Block bekommt, sollte evtl. die Flüssigkeit um die Hälfte reduzieren, vielleicht hilft das der Festigkeit etwas besser. Gerade nochmal dem Murks entkommen!

Angeblich hält sich das Konfekt für einige Tage in einer Blechdose - bei meinem Feuchtgehalt wär ich etwas vorsichtig, aber da ich gerade mal 5 Kügelchen vom Essen zurückbrachte ist große Lagerhaltung hier sowieso nicht angesagt ;).

Dattelkonfekt


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Dattelkonfekt
Kategorien: Nachtisch, Mezze, Vegan, Orient
Menge: 50 bis 70 St.

Zutaten

1Unbehandelte Zitrone
90mlOrangensaft
250GrammDattelpaste (möglichst feste Paste!)
1Teel.Gemahlener Kardamom
100GrammGetrocknete feste Aprikosen
80GrammAmarettini (K: ca. 20 g mehr)
150GrammWalnusskerne
3Essl.Grober brauner Zucker

Quelle

Bettina Matthaei, Mohamad Salameh - Mezze, ein magischer
Genuss
Erfasst *RK* 10.02.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die Zitrone heiß waschen, trockenreiben, die Schale fein abreiben und 2 TL Saft auspressen.
Orangen- mit Zitronensaft aufkochen. Die Dattelpaste klein schneiden und im Orangensaft bei mittlerer Hitze schmelzen, dabei öfter umrühren. Die Mischung abkühlen lassen. Die Zitronenschale und das Kardamom unterrühren.

Die Aprikosen sehr fein würfeln. Die Amarettini im Blitzhacker zu Krümeln verarbeiten. 50 g Walnusskerne grob hacken. Den Rest fein mahlen und die Hälfte beiseite stellen.
Alles bis auf die Hälfte der beiseite gestellten Nüsse gründlich miteinander vermischen und ca. 30 Min. ruhen lassen. Mit einem Teelöffel kleine Mengen abstechen und diese zu Kugeln formen (ca. 2,5 cm Ø). Die Menge ergibt ca. 70 Stück.  (K: Meine Kugeln waren etwas größer, ergab ca. 50 St.)

Die übrigen gemahlenen Walnüsse mit Zucker mischen. Die Kugeln darin wälzen.
Das Konfekt in einer Blechdose zwischen Schichten von Pergamentpapier aufbewahren.

K: Geschmacklich sehr süße, aber leckere Kugeln - schön zu türkischem Mokka!

Meine Masse war aber sehr weich und ließ sich kaum zu Kugeln formen, bzw ließ sie sich kaum als Kugel anfassen. Ich habe dann zusätzlich Amarettinibrösel, sowie 3 zerhackte Zwiebackscheiben in Form von Bröseln unter die Masse gemischt und sie anschließend im Kühlschrank über Nacht stehen lassen. Danach ließen sich Kugeln formen, diese absorbieren allerdings die Wälzmischung wieder ziemlich schnell und sind immer noch ziemlich weich.
- man sollte also unbedingt möglichst feste Dattelpaste (mögl. im Block) verwenden. Meine Paste war von wabbeliger Konsistenz aus dem Glas, die ist scheinbar nicht so gut geeignet - in diesem Fall unbedingt Saftmenge reduzieren, evtl. auf die Hälfte!
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Montag, Februar 10, 2014

Schon wieder Mezze: Rote Bete-Granatapfel-Salat und Bohnen-Artischockenpüree

Alle, die mit der orientalischen Küche nichts am Hut haben müsen nochmal ein bisschen stark sein und die Zähne zusammen beißen.
 
Wir haben uns unbloggenderweise die letzten beiden Wochen vom Mezze-Essen "erholt" und daher sprach so rein gar nichts gegen eine Neuauflauge. Diesmal mit anderen Freunden (der altbekannten Tapasrunde, siehe auch Tapas I und II) und an anderem Ort, aber wieder mit leckerem Futter unter dem groben Thema Mezze/Tapas. Noch viel stressfreier - jeder bringt 2-3 Sachen mit, wir stellen alles zusammen auf den Tisch und haben eine schöne Zeit.

Ein absoluter Favourit für solche Gelegenheiten ist der Rote Bete-Granatapfelsalat aus dem letztens schon erwähnten Mezze: Ein magischer Genuss*. Er lässt sich super am Abend vorbereiten (Rote Bete marinieren, Nüsse rösten, Granatapfelkerne entkernen (ich mach das immer nach dieser unter-Wasser-Methode) und am nächsten Tag einfach alles zusammen werfen. Der Salat hält sich ohne Kühlung und schmeckt sogar nach mehreren Tagen noch gut.
Das erdig-süße Aroma von roter Bete in Kombination mit knackigen Walnüssen und knurpsigen, frisch säuerlichen Granatapfelkernen ist eine Wucht. Überzeugt regelmäßig sogar Rote-Bete-Verächter. Daumen hoch!



Zweites Mitbringsel der Marke stressfrei war ein Dip aus eingelegten Artischockenherzen und weißen Bohnen aus Täglich vegetarisch* (das Buch habe ich hier schonmal länger vorgestellt). Hört sich nach nicht so viel an, sieht auch nicht nach so viel aus, ergibt aber ein sehr aromatisches Püree, das sowohl warm als auch kalt schmeckt. Pur, mit Brot, mit Gemüsesticks und ganz hervorragend in Kombination mit pikanter Salsa.


Dritter im Bunde war Paules Couscoussalat, den ich hier schon verbloggt habe. Ebenfalls ein heißer Kandidat für gut vorzubereitenden Salat (am Tag der Party einfach noch Rucola und Petersilie drunterheben, der Rest zieht über Nacht).

Der gedeckte Tisch war dann auch sehr schön anzusehen (auch wenn man dies in den Lichtverhältnissen vielleicht nicht ganz so gut erkennt..) und alles war köstlich.


Neben den oben erwähnten Gerichten gab es:
- Wintergemüse mit Couscous nach Herrn Ottolenghi
- Rotkohlquiche
- Kartoffeltortilla mit Paprika aus dem Ofen
- scharfe Salsa
- Oliventapenade

(sobald ich die Rezepte von den anderen bekomme, werde ich sie hier auch erwähnen/verlinken)

Wir ließen es uns also gut gehen und letzte Reste wurden dann abends nach dem Spaziergang und vor der nächsten Spielerunde noch zusammen vernichtet, so dass ich genau 5 Kügelchen Dattelkonfekt wieder nach Hause nehmen konnte... dafür gibts das Rezept dann morgen. Also - viel Spaß beim Nachkochen und zusammen essen!

Die Rezepte:
==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Rote-Bete-Granatapfel-Salat
Kategorien: Mezze, Vorspeise, Salat, Buffet, Früchte
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1Essl.Limettensaft
2Essl.Granatapfelsirup
2Essl.Olivenöl
2Teel.Brauner Zucker
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
300GrammRote Bete (vorgekochte aus der Folie)
1BundThymian
50GrammWalnusskerne
1Granatapfel

Quelle

Bettina Matthaei
Mohamad Salameh
Mezze - ein Genuss
Erfasst *RK* 19.12.2010 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Aus Limettensaft, Granatapfelsirup, Olivenöl, Zucker, Salz und Pfeffer eine Sauce rühren. Die Roten Beten in kleine Würfel schneiden (ca. 6 mm). Mit der Sauce mischen und 1-2 Std. kalt stellen, dabei öfter umrühren.
Thymian abspülen und trockenschütteln. Einige kleine Zweige beiseite legen. Die restlichen Blättchen abstreifen und hacken. Walnusskerne trocken rösten und grob hacken. Granatapfel öffnen und die Kerne herauslösen. Rote Bete mit Thymian und Walnüssen mischen. Mit den Granatapfelkernen bestreuen. Mit Thymianzweigen dekorieren.
Zubereitungszeit: 30 Min. Marinierzeit: ca. 2 Std. Pro Portion ca. 190 kcal

Anmerkung Petra: der Salat kann gerne auch etwas länger marinieren. Schön frisch, sieht hübsch aus.

Kathi: Sieht toll aus und schmeckt super - auch noch nach Tagen! Rote Bete mit Dressing schon am Vorabend zubereitet, den Rest am nächsten Tag dazu - abends auf der Party sah alles immer noch schön aus, die Walnüsse werden nicht so schnell rot.
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Artischocken-Weisse Bohnen-Dip
Kategorien: Dip, Vegetarisch, Tapas, Mezze, Picknick
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

200GrammArtischockenherzen in Öl (K: bei mir waren noch
-- ein paar Paprikastreifen mit eingelegt,
-- störte nicht)
2Essl.Olivenöl
1klein.Zwiebel
3Knoblauchzehen
EinigeZweige Oregano (K: Thymian, Oregano hatte ich
-- nicht)
400GrammCannellinibohnen aus der Dose, abgespült und
-- abgetropft (K: Dose mit Abtropfgewicht 480 g)
1/2Zitrone, Saft davon
1/2Teel.Chiliflocken (K: Pul Biber)
2Essl.Joghurt
Salz
Pfeffer
H OPTIONAL
25GrammGeröstete Walnüsse (K: weggelassen, da restliche
-- Sachen schon sehr walnusslastig)

Quelle

Hugh Fearnley-Whittingstall, Täglich vegetarisch
Erfasst *RK* 10.02.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Artischockenherzen abtropfen lassen, dabei das Öl auffangen. Grob hacken.
Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. 1 EL des aufgefangenen Würzöls in einer Pfanne erwärmen und die Zwiebel darin langsam weich und glasig dünsten. Knoblauch zufügen und einige Minuten mitbraten. Die Bohnen und die Artischocken zugeben und erwärmen. Thymian- bzw. Oreganoblättchen von den Zweigen streifen und fein hacken, unter die Bohnen rühren. Salzen und pfeffern.
Die Artischocken-Bohnen-Mischung in ein Gefäß geben und zusammen mit Zitronensaft und Joghurt mit dem Pürierstrab cremig pürieren (evtl. noch etwas Öl zugeben, je nach gewünschter Konsistenz). Mit Chili, Salz und Pfeffer abschmecken.
Vor dem Servieren etwas Olivenöl darübergeben und ggf. mit gerösteten Walnüssen servieren. Schmeckt sowohl warm als auch kalt.

K: Lässt sich sehr gut vorbereiten. Das Püree wird schön cremig und schmeckt herhaft-gut. Zu Brot oder Gemüserohkost. Schöne Ergänzung auf dem Mezze/Tapastisch.
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Mittwoch, Januar 29, 2014

Mezzetafel - der süße Abschluss

Zum Abschluss der etwas üppigeren Mezzetafel wollte ich gerne noch etwas Süßes servieren. Vorbereiten sollte man es können und keinen Platz im Kühlschrank wegnehmen.

Beim Durchblättern des Buches Mezze: Ein magischer Genuss  fielen mir dann diese zitronigen Grießschnitten mit Wanüssen auf. Sie werden bei Zimmertemperatur serviert und sind nicht allzu üppig. Laut Buch passen sie hervorragend zu frischem Minztee - der war sowieso geplant.


Grieß quillt mit Joghurt, anschließend kommt noch etwas Eischnee unter die Masse, das wars dann auch schon. Nach dem Backen wird der flache Grießkuchen mit einem Sirup aus Zitronensaft, Kardamom und Rosenwasser getränkt (leider war hier spontan kein Rosenwasser aufzutreiben und ich hatte vergessen, aus der Apotheke welches mitzubringen). Für mich hätte es sogar noch etwas mehr Kardamom sein dürfen, sonst fand ich die Schnittchen sehr lecker. Schmecken auch hervorrgend zu türkischem Mokka!

Zitronige Grießschnitten mit Walnüssen


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Zitronige Grießschnitten mit Walnüssen
Kategorien: Dessert, Mezze, Nachtisch
Menge: 4 Portionen

Zutaten

170GrammHartweizengrieß
350GrammJoghurt (3,5%)
1Unbehandelte Zitrone
1/2Teel.Gemahlener Kardamom
170GrammZucker
1Essl.Rosenwasser
1groß.Eiweiß
1PriseSalz
Walnusshälften
2Essl.Pistazienkerne
Butter für die Form

Quelle

Bettina Matthaei, Mohamad Salameh - Mezze - ein magischer Genuss
Erfasst *RK* 27.01.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

2 EL Grieß für die Form abnehmen und beiseite stellen. Restlichen Grieß mit Johgurt verrühren und abgedeckt etwa 2 Stunden quellen lassen.
Inzwischen die Zitrone heiß abwaschen, trockenreiben. Die Schale fein abreiben und beiseite stellen. 2 EL Saft auspressen und zusammen mit 170 ml Wasser, Kardamom und 120 g Zucker zu einem Sirup einkochen. Abkühlen lassen, das Rosenwasser in den Sirup rühren.
Den Backofen auf 220°C vorheizen. Eine eckige Backform (20x30 cm) mit Butter auspinseln und mit Grieß ausstreuen.
Eiweiß mit Salz und restlichem Zucker stif schlagen. Den Eischnee und die Zitronenschale unter die Grießmasse heben. Die Masse in die Backform streichen, glatt streichen. Im Backofen auf mittlerer Schiene etwa 10 Minuten backen. Die Form herausnehmen und ca. 5x5 cm große Quadrate einritzen. In jedes Quadrat eine Walnusshälfte drücken. Die Schnitten weitere 15-20 Minuten backen.
Inzwischen die Pistazien hacken. Die Schnitten aus dem Ofen nehmen, mit einer Gabel mehrfach eistechen. Nach etwa 10 Minuten mit dem Sirup beträufeln, so dass der Teig den Sirup aufnehmen kann. Die Schnitten abkühlen lassen, entlang der Markierung in Quadrate schneiden. Mit Pistazien bestreut servieren.
Am besten schmecken die Schnitten zimmerwarm zusammen mit Minztee.

K: Leider kein Rosenwasser zur Hand. Dürfte etwas mehr Kardamom sein. Kleinere Form verwendet und kleinere Quadrate geschnitten, den Sirup nicht ganz verwendet. Schöner Nachtisch nach Mezze-Tafel, nicht zu schwer. Evtl. 2 Eiweiße verwenden, dürfte noch etwas lockerer sein.
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Dienstag, Januar 28, 2014

Mezzetafel - weiter gehts.

Wie im letzten Post schon erwähnt, hatte ich zu einer Mezzetafel geladen. Anstoß und große Hilfe dabei war mir das Buch Mezze: Ein magischer Genuss* von Bettina Matthaei und Mohamad Salameh.

Ich kannte das Buch schon von Mama, die auch schon einige Gerichte daraus gemacht hat und das Buch immer sehr lobte. Lange Zeit war es dann nur für sehr viel Geld zu haben, seit Dezember gibt es aber die sehr günstige Neuauflage. Wer ein Herz für Mezze hat, der sollte diese 15 Euro auf alle Fälle anlegen!
Das Buch bietet dann wirklich für jeden Geschmack etwas - von einfach bis ausgefallen, günstig bis exklusiv, vegetarisch zu fleischig, alles dabei. Es gibt auch schon verschiedene Zusammenstellungen, an denen man sich orientieren kann. Dazu auch noch Ideen für Getränke und Desserts.

Hier ein kleiner Blick auf unseren Tisch..


Aus dem Mezze-Buch habe ich mir folgende Gerichte ausgesucht:

Muhammara - eine pikante Walnusspaste


Paprika werden im Ofen geröstet, enthäutet und zusammen mit Walnüssen und vielen Gewürzen zu einer sämige Paste verarbeitet. Sehr würzig, sehr lecker - könnte für mich noch etwas schärfer sein, meine Chili war etwas schwach auf der Brust. Schmeckt toll zu geröstetem, dünnen Fladenbrot, zu Oliven und zu Dogmadsch. Hält sich im Kühlschrank mehrere Tage frisch - sehr gut, die Menge ist nämlich üppig, die Hälfte davon hätte vermutlich auch gereicht.

Weisse Bohnen in Limettensenf


Hier habe ich mir ein bisschen mehr erwartet, das Dressing geht fast etwas unter. Evtl. die Menge etwas erhöhen, damit der Senf etwas mehr vorkommt. Ansonsten aber ein schneller Salat, der sich sehr gut vorbereiten lässt.

Möhrenkroketten mit Aprikosen


Sehr sehr leckere würzig-süßliche "Pflanzerl", die man kalt oder warm essen kann. Ich habe die Masse vorbereitet (das duftet..) und dann frisch gebraten, als die Gäste da waren. Zusammen mit Zitronenspalten und Joghurtdip serviert hat diese Vorspeise übrigens den Platz 1 der gestrengen Mezze-Jury erreicht. Die zwei Pflanzerl auf dem Foto sind die letzten Verbliebenen, die vom Vorabend-Gelage übrig blieben. Also - absolute Empfehlung!

Auch den Nachtisch habe ich mir aus diesem Buch ausgesucht - der bekommt aber der Übersicht halber einen extra Eintrag. Einfach dran bleiben ;).

Zur Übersicht - es gab also:
Gurken-Granatapfelsalat
Weisse Bohnen in Limettensenf
Teller mit Salat, Kräutern und rohem Gemüse
Hummus (mach ich meistens ohne Rezept pi mal Daumen)
Muhammara
Joghurtdip (Joghurt, Zitronensaft, Salz, Pfeffer)
Dogmadsch
Möhrenkroketten mit Aprikosen
Auberginen des Imam (aus World Food Café*, haben wir bei Freunden gegessen und waren total begeistert, gefiel mir hier nicht ganz so gut, ich schraub noch dran)

Und - wir waren zu viert. Das war gelinde gesagt .. zu wenig. Der Kühlschrank ist voll, ich glaub wir können uns noch eine Woche von Mezze ernähren.. Merke: Halbe Rezepte hättens bei dieser Vielfalt (viel weniger hätte ich schade gefunden) auch getan. Oder mehr Leute einladen, dafür bräuchten wir dann aber irgendwie einen größeren Tisch.
Gesamte Vorbereitungszeit: Ca. 5-6 Stunden, wenn man alleine ist und zwischendurch immer wieder abspülen muss.

Und nun zu den Rezepten:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Muhammara - Pikante Walnusspaste
Kategorien: Aufstrich, Orientalisch
Menge: 1 Rezept

Zutaten

3-4Rote Paprikaschoten, ca. 600 Gramm
1Rote Chilischote
1klein.Zwiebel
3ScheibenZwieback oder trockenes Weißbrot
1Knoblauchzehe
100GrammWalnusskerne
2Essl.Granatapfelsirup
1Essl.Zitronensaft
1Teel.Gemahlener Cumin
2Teel.Edelsüßes Paprikapulver
1Teel.Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
3-4Essl.Olivenöl
1BundKoriandergrün (ich: 1 Bund glatte Petersilie)

Quelle

nach Mezze - Ein Genuss, Bettina Matthaei, Mohamad
Salameh
Erfasst *RK* 15.05.2010 von
Chaosqueen

Zubereitung

Die geputzten Paprikaviertel auf ein Backblech legen und unter dem Backofengrill solange rösten bis die schwarz wird und Blasen wirft. Paprika aus dem Ofen nehmen und unter einem feuchten Küchentuch 10-15 Minuten abkühlen lassen und dann die Haut abziehen.
Die Chilischote waschen und entkernen, Knoblauch und Zwiebel schälen, die Zwiebel in kleine Stücke schneiden, Zwieback zerbröseln.
Die Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.
Zwieback, Knoblauch, Zwiebel, Chilischote, Walnüsse (zuvor ein paar beiseite legen), Granatapfelsirup und Zitronensaft in einem Mixer oder mit dem Pürierstab zerkleinern. Die Paprika hinzugeben. Bei laufendem Mixer nach und nach soviel von dem Olivenöl einlaufen lassen, bis die Paste die gewünschte sämige Konsistenz hat.
Die Paste 3-4 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit sich die Aromen vermischen und entfalten können.
Kurz vor dem Servieren den Koriander waschen, einige Blättchen beiseite legen und den Rest fein hacken. Koriander unter die Paste rühren.
Mit den verbliebenen Walnusshälften und den Korianderblättchen garnieren.
Die Paste hält sich im Kühlschrank einige Tage frisch.
K: Ziemlich große Portion, dürfte evtl noch etwas schärfer sein. Sehr würzig, sehr lecker.
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Weisse Bohnen in Limettensenf
Kategorien: Mezze, Orient, Vegetarisch, Salat
Menge: 6 Portionen

Zutaten

200GrammKleine weiße Bohnenkerne
4StängelDill
1klein.Porreestange
3Essl.Olivenöl
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2Teel.Dijonsenf
1Teel.Körniger Senf
2Essl.Limettensaft
1 1/2Teel.Honig

Quelle

Mezze - ein magischer Genuss, Bettina Matthaei, Mohamad
Salameh
Erfasst *RK* 27.01.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Schritt 1 Bohnen in reichlich kaltem Wasser 12 Std. oder über Nacht einweichen. Die Bohnen am nächsten Tag abgießen und in frischem Wasser je nach Sorte ca. 45 Min. kochen. Durch ein Sieb abgießen und salzen. Schritt 2 Dill abspülen und trockenschütteln. Die Spitzen abzupfen und 2 EL hacken, den Rest ganz lassen. Den Porree putzen und gründlich waschen. Von dem weißen Teil ca. 2 EL hacken. Den Rest anderweitig verwenden. Schritt 3 Aus Öl, Salz, Pfeffer, den beiden Senfsorten, Limettensaft und Honig eine Sauce rühren. Gehackten Dill und Porree untermischen. Mit den heißen Bohnen vermengen, 1 Std. abkühlen lassen, dabei ab und zu vorsichtig umrühren. Nochmals salzen und pfeffern. Mit Dillzweigen dekorieren.
K: Dressing könnte etwas stärker durchkommen, evtl. etwas mehr machen! Ziemlich große Portion im Rahmen eines Mezze-Buffets
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Möhrenkroketten mit Aprikosen
Kategorien: Mezze, Vegan, Vegetarisch, Orient, Buffet
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500GrammJunge Möhren (Bundmöhren)
60-80GrammWeißbrot vom Vortag
100GrammGetrocknete Aprikosen
80GrammWalnusskerne
3Zitronen, davon 1 unbehandelte
1groß.Bund glatte Petersilie
2Zwiebeln (ca. 120 g)
3Knoblauchzehen
6Essl.Öl
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2Essl.Dattelsirup (ersatzweise Akazienhonig)
1klein.Ei (Größe S)
2Teel.Gemahlener Koriander
1Teel.Edelsüßes Paprikapulver
1-2Teel.Harissa
2-3Essl.Mehl

Quelle

Mezze - ein magischer Genuss, Bettina Matthaei, Mohamad
Salameh
Erfasst *RK* 27.01.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Schritt 1 Die Möhren putzen, schälen, in Stücke schneiden und über Dampf in ca. 20 Min. weich garen. Inzwischen das Weißbrot im Blitzhacker zu Krümeln verarbeiten. Die Aprikosen hacken. Die Walnusskerne in einer Pfanne trocken rösten, abkühlen lassen und grob hacken. Die Zitronen heiß waschen und trockenreiben. Die Schale der unbehandelten Zitrone fein abreiben, den Saft auspressen. Die übrigen Zitronen längs in Achtel schneiden. Petersilie abspülen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Einige Blättchen beiseite legen, den Rest grob hacken. Zwiebeln und Knoblauch schälen, beides fein hacken.
Schritt 2 Die Zwiebeln in 2 EL Öl in 5-7 Min. glasig dünsten. Den Knoblauch dazugeben und 1 Min. andünsten. Die Aprikosen zugeben und unter Rühren 2 Min. mitdünsten, dann beiseite stellen.
Schritt 3 Die Möhren mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken, sie sollen dabei leicht stückig bleiben. Mit Salz, Pfeffer, Dattelsirup und 2 TL Zitronensaft würzen. Möhrenmasse und Zwiebelmischung mit Brotkrümeln, Ei, Petersilie, Walnüssen, Zitronenschale und restlichen Gewürzen vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Schritt 4 Die Masse in 4 Portionen teilen. Aus jedem Teil 4 (oder 6 kleinere) (K:10 kleinere Pflanzerl) gleich große Bälle formen. Diese im Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen und etwas flach drücken. Portionsweise im übrigen Öl bei mittlerer Hitze in 5-6 Min. goldbraun und knusprig braten. Auf Küchenpapier entfetten. Mit Petersilienblättchen und Zitronenachteln anrichten. Warm oder kalt servieren. Dazu passt ein Joghurt-Dip.
K: Sehr lecker und würzig. Masse vorbereitet und dann frisch rausgebraten (kleine Fladen, ergab einen ganzen Teller voll, ca. 10 Stück). War der Top-Favourit auf der Mezze-Tafel.
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