Dienstag, Januar 28, 2014

Mezzetafel - weiter gehts.

Wie im letzten Post schon erwähnt, hatte ich zu einer Mezzetafel geladen. Anstoß und große Hilfe dabei war mir das Buch Mezze: Ein magischer Genuss* von Bettina Matthaei und Mohamad Salameh.

Ich kannte das Buch schon von Mama, die auch schon einige Gerichte daraus gemacht hat und das Buch immer sehr lobte. Lange Zeit war es dann nur für sehr viel Geld zu haben, seit Dezember gibt es aber die sehr günstige Neuauflage. Wer ein Herz für Mezze hat, der sollte diese 15 Euro auf alle Fälle anlegen!
Das Buch bietet dann wirklich für jeden Geschmack etwas - von einfach bis ausgefallen, günstig bis exklusiv, vegetarisch zu fleischig, alles dabei. Es gibt auch schon verschiedene Zusammenstellungen, an denen man sich orientieren kann. Dazu auch noch Ideen für Getränke und Desserts.

Hier ein kleiner Blick auf unseren Tisch..


Aus dem Mezze-Buch habe ich mir folgende Gerichte ausgesucht:

Muhammara - eine pikante Walnusspaste


Paprika werden im Ofen geröstet, enthäutet und zusammen mit Walnüssen und vielen Gewürzen zu einer sämige Paste verarbeitet. Sehr würzig, sehr lecker - könnte für mich noch etwas schärfer sein, meine Chili war etwas schwach auf der Brust. Schmeckt toll zu geröstetem, dünnen Fladenbrot, zu Oliven und zu Dogmadsch. Hält sich im Kühlschrank mehrere Tage frisch - sehr gut, die Menge ist nämlich üppig, die Hälfte davon hätte vermutlich auch gereicht.

Weisse Bohnen in Limettensenf


Hier habe ich mir ein bisschen mehr erwartet, das Dressing geht fast etwas unter. Evtl. die Menge etwas erhöhen, damit der Senf etwas mehr vorkommt. Ansonsten aber ein schneller Salat, der sich sehr gut vorbereiten lässt.

Möhrenkroketten mit Aprikosen


Sehr sehr leckere würzig-süßliche "Pflanzerl", die man kalt oder warm essen kann. Ich habe die Masse vorbereitet (das duftet..) und dann frisch gebraten, als die Gäste da waren. Zusammen mit Zitronenspalten und Joghurtdip serviert hat diese Vorspeise übrigens den Platz 1 der gestrengen Mezze-Jury erreicht. Die zwei Pflanzerl auf dem Foto sind die letzten Verbliebenen, die vom Vorabend-Gelage übrig blieben. Also - absolute Empfehlung!

Auch den Nachtisch habe ich mir aus diesem Buch ausgesucht - der bekommt aber der Übersicht halber einen extra Eintrag. Einfach dran bleiben ;).

Zur Übersicht - es gab also:
Gurken-Granatapfelsalat
Weisse Bohnen in Limettensenf
Teller mit Salat, Kräutern und rohem Gemüse
Hummus (mach ich meistens ohne Rezept pi mal Daumen)
Muhammara
Joghurtdip (Joghurt, Zitronensaft, Salz, Pfeffer)
Dogmadsch
Möhrenkroketten mit Aprikosen
Auberginen des Imam (aus World Food Café*, haben wir bei Freunden gegessen und waren total begeistert, gefiel mir hier nicht ganz so gut, ich schraub noch dran)

Und - wir waren zu viert. Das war gelinde gesagt .. zu wenig. Der Kühlschrank ist voll, ich glaub wir können uns noch eine Woche von Mezze ernähren.. Merke: Halbe Rezepte hättens bei dieser Vielfalt (viel weniger hätte ich schade gefunden) auch getan. Oder mehr Leute einladen, dafür bräuchten wir dann aber irgendwie einen größeren Tisch.
Gesamte Vorbereitungszeit: Ca. 5-6 Stunden, wenn man alleine ist und zwischendurch immer wieder abspülen muss.

Und nun zu den Rezepten:

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Muhammara - Pikante Walnusspaste
Kategorien: Aufstrich, Orientalisch
Menge: 1 Rezept

Zutaten

3-4Rote Paprikaschoten, ca. 600 Gramm
1Rote Chilischote
1klein.Zwiebel
3ScheibenZwieback oder trockenes Weißbrot
1Knoblauchzehe
100GrammWalnusskerne
2Essl.Granatapfelsirup
1Essl.Zitronensaft
1Teel.Gemahlener Cumin
2Teel.Edelsüßes Paprikapulver
1Teel.Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
3-4Essl.Olivenöl
1BundKoriandergrün (ich: 1 Bund glatte Petersilie)

Quelle

nach Mezze - Ein Genuss, Bettina Matthaei, Mohamad
Salameh
Erfasst *RK* 15.05.2010 von
Chaosqueen

Zubereitung

Die geputzten Paprikaviertel auf ein Backblech legen und unter dem Backofengrill solange rösten bis die schwarz wird und Blasen wirft. Paprika aus dem Ofen nehmen und unter einem feuchten Küchentuch 10-15 Minuten abkühlen lassen und dann die Haut abziehen.
Die Chilischote waschen und entkernen, Knoblauch und Zwiebel schälen, die Zwiebel in kleine Stücke schneiden, Zwieback zerbröseln.
Die Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.
Zwieback, Knoblauch, Zwiebel, Chilischote, Walnüsse (zuvor ein paar beiseite legen), Granatapfelsirup und Zitronensaft in einem Mixer oder mit dem Pürierstab zerkleinern. Die Paprika hinzugeben. Bei laufendem Mixer nach und nach soviel von dem Olivenöl einlaufen lassen, bis die Paste die gewünschte sämige Konsistenz hat.
Die Paste 3-4 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit sich die Aromen vermischen und entfalten können.
Kurz vor dem Servieren den Koriander waschen, einige Blättchen beiseite legen und den Rest fein hacken. Koriander unter die Paste rühren.
Mit den verbliebenen Walnusshälften und den Korianderblättchen garnieren.
Die Paste hält sich im Kühlschrank einige Tage frisch.
K: Ziemlich große Portion, dürfte evtl noch etwas schärfer sein. Sehr würzig, sehr lecker.
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Weisse Bohnen in Limettensenf
Kategorien: Mezze, Orient, Vegetarisch, Salat
Menge: 6 Portionen

Zutaten

200GrammKleine weiße Bohnenkerne
4StängelDill
1klein.Porreestange
3Essl.Olivenöl
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2Teel.Dijonsenf
1Teel.Körniger Senf
2Essl.Limettensaft
1 1/2Teel.Honig

Quelle

Mezze - ein magischer Genuss, Bettina Matthaei, Mohamad
Salameh
Erfasst *RK* 27.01.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Schritt 1 Bohnen in reichlich kaltem Wasser 12 Std. oder über Nacht einweichen. Die Bohnen am nächsten Tag abgießen und in frischem Wasser je nach Sorte ca. 45 Min. kochen. Durch ein Sieb abgießen und salzen. Schritt 2 Dill abspülen und trockenschütteln. Die Spitzen abzupfen und 2 EL hacken, den Rest ganz lassen. Den Porree putzen und gründlich waschen. Von dem weißen Teil ca. 2 EL hacken. Den Rest anderweitig verwenden. Schritt 3 Aus Öl, Salz, Pfeffer, den beiden Senfsorten, Limettensaft und Honig eine Sauce rühren. Gehackten Dill und Porree untermischen. Mit den heißen Bohnen vermengen, 1 Std. abkühlen lassen, dabei ab und zu vorsichtig umrühren. Nochmals salzen und pfeffern. Mit Dillzweigen dekorieren.
K: Dressing könnte etwas stärker durchkommen, evtl. etwas mehr machen! Ziemlich große Portion im Rahmen eines Mezze-Buffets
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Möhrenkroketten mit Aprikosen
Kategorien: Mezze, Vegan, Vegetarisch, Orient, Buffet
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500GrammJunge Möhren (Bundmöhren)
60-80GrammWeißbrot vom Vortag
100GrammGetrocknete Aprikosen
80GrammWalnusskerne
3Zitronen, davon 1 unbehandelte
1groß.Bund glatte Petersilie
2Zwiebeln (ca. 120 g)
3Knoblauchzehen
6Essl.Öl
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2Essl.Dattelsirup (ersatzweise Akazienhonig)
1klein.Ei (Größe S)
2Teel.Gemahlener Koriander
1Teel.Edelsüßes Paprikapulver
1-2Teel.Harissa
2-3Essl.Mehl

Quelle

Mezze - ein magischer Genuss, Bettina Matthaei, Mohamad
Salameh
Erfasst *RK* 27.01.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Schritt 1 Die Möhren putzen, schälen, in Stücke schneiden und über Dampf in ca. 20 Min. weich garen. Inzwischen das Weißbrot im Blitzhacker zu Krümeln verarbeiten. Die Aprikosen hacken. Die Walnusskerne in einer Pfanne trocken rösten, abkühlen lassen und grob hacken. Die Zitronen heiß waschen und trockenreiben. Die Schale der unbehandelten Zitrone fein abreiben, den Saft auspressen. Die übrigen Zitronen längs in Achtel schneiden. Petersilie abspülen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Einige Blättchen beiseite legen, den Rest grob hacken. Zwiebeln und Knoblauch schälen, beides fein hacken.
Schritt 2 Die Zwiebeln in 2 EL Öl in 5-7 Min. glasig dünsten. Den Knoblauch dazugeben und 1 Min. andünsten. Die Aprikosen zugeben und unter Rühren 2 Min. mitdünsten, dann beiseite stellen.
Schritt 3 Die Möhren mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken, sie sollen dabei leicht stückig bleiben. Mit Salz, Pfeffer, Dattelsirup und 2 TL Zitronensaft würzen. Möhrenmasse und Zwiebelmischung mit Brotkrümeln, Ei, Petersilie, Walnüssen, Zitronenschale und restlichen Gewürzen vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Schritt 4 Die Masse in 4 Portionen teilen. Aus jedem Teil 4 (oder 6 kleinere) (K:10 kleinere Pflanzerl) gleich große Bälle formen. Diese im Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen und etwas flach drücken. Portionsweise im übrigen Öl bei mittlerer Hitze in 5-6 Min. goldbraun und knusprig braten. Auf Küchenpapier entfetten. Mit Petersilienblättchen und Zitronenachteln anrichten. Warm oder kalt servieren. Dazu passt ein Joghurt-Dip.
K: Sehr lecker und würzig. Masse vorbereitet und dann frisch rausgebraten (kleine Fladen, ergab einen ganzen Teller voll, ca. 10 Stück). War der Top-Favourit auf der Mezze-Tafel.
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*die Amazon-Links sind Affiliate-Links. D.h. wenn darüber gekauft wird, erhalte ich eine kleine Provision. Ich sehe, was gekauft wird, aber nicht von wem!

Montag, Januar 27, 2014

Ein Abendessen mit Freunden und ein persisches Kochbuch

Schon im vergangenen Jahr erreichte mich ein Päckchen mit Rezensionsexemplaren - alles gezeichnete Bücher rund ums Thema Essen. Das erste - ein eher klassisches Comic habe ich bereits hier vorgestellt.

Heute (jaja, ich bin nicht die Schnellste) soll es um das persische Kochbuch von Gabi Kopp gehen, erschienen bei Jacoby & Stuart.
Wie schon im Vorgänger Das Istanbul Kochbuch (das ich schonmal bei Freunden durchgeblättert hatte und mir durchaus positiv aufgefallen ist), enthält es nicht bloße Rezepte, das Besondere daran sind die Geschichten drumherum.


Gabi Knopp reist von Isfahan über Schiras nach Teheran und trifft in den drei Städten auf ganz unterschiedliche Menschen, die ihr aus ihrem Leben erzählen und Lieblingsrezepte verraten. Das alles ist üppig illustriert, basierend auf Zeichnungen und Fotografien, die während der Reise entstanden. So erfährt man auch etwas vom Alltag von Iranern, erfährt von ihren Lieblingsgerichten, von ihren Träumen. Und über allem schwebt der Duft von Zimt, Kardamom und Rosenwasser..


Beim Lesen wird schnell klar: Die persische Küche ist keine "ein schnelles Gericht auf den Tisch"-Küche (eher nix für den Feierabend) - auf den Bildern biegen sich die Tische, um die sich Freunde und Familie versammeln, um gemeinsam zu essen.

Wo wir beim Thema wären - ich habe zu Weihnachten noch ein zweites Buch in Richtung "Orient" bekommen (ich stelle es euch im nächsten Post noch etwas genauer vor) und so stand fest: Es ist höchste Zeit für einen Mezze-Abend!


Mezze sind arabische Vorspeisen, kalt und warm, die alle zusammen auf den Tisch kommen. Ich liebe diese Art zu Essen, nur macht  mans nicht so häufig, denn aufwändiger als das was hier normalerweise auf dem Tisch steht ist es halt schon. Klassische Mezze sind eher im Libanon und Syrien angesiedelt, ich war so frei und habe aus dem persischen Kochbuch auch zwei Gerichte ausgewählt, die mir für die Tafel passend erschienen.

Das erste ist ein einfacher Gurken-Granatapfelsalat "Salad-e Khiar o Anar". Durch die Minze und das Limetten-Öldressing schmeckt er sehr frisch und lässt sich zudem gut vorbereiten - wichtig, wenn man 6 verschiedene Gerichte auf den Tisch stellen möchte..

Eigentlich hätte noch mit Golpar abgeschmeckt werden sollen - lt. schönem Bildglossar handelt es sich dabei um die Samen von persischem Bärenklau, der leicht bitter schmeckt. In Erlangen war allerdings keiner aufzutreiben.. schmeckt auch ohne!


Als zweites habe ich mir Dogmadsch ausgesucht: Kleine Bällchen aus Panir, Walnüssen und Kräutern. Hinter Panir war in Klammern Feta angegeben, den habe ich auch verwendet. Im Glossar steht zu Panir: Weißer Schafs-, Ziegen- oder Kuhlmilchkäse. Man könnte also vermutlich auch indischen Paneer selber machen oder evtl. auch Ziegenfrischkäse nehmen.

Feta wird in eine Schüssel gebröckelt und mit den Würzzutaten und kleinen Stückchen von dünnem Fladenbrot vermischt, nach einigen Minuten kann man tatsächlich Bällchen formen. Mit echtem Frischkäse und kleineren Brotstückchen wären sie vermutlich noch etwas homogener.


Die Bällchen haben uns allen sehr gut geschmeckt, die Kräuter machen die Bällchen richtig frisch und würzig. Zwei Teilnehmer der Mezze-Tafel wählten Dogmadsch immerhin auf Platz 2 der Mezze-Hitparade ;) (und Platz 1 der optischen Hitparade!). Auch diese Bällchen lassen sich gut vorbereiten und sind nicht besonders aufwändig.

Das waren jetzt zwei eher einfache Gerichte aus dem Kochbuch, es gibt natürlich auch viele warme Gerichte - diverse Ragouts und natürlich Rezepte für Polo/Tschelo, die typischen persischen Reisgerichte mit Kruste (ich wage mich schon noch dran, fest vorgenommen).

Wer Kochbüchern gegenüber aufgeschlossen ist, die keine reinen Rezeptsammlungen sind und sich dann noch damit anfreunden kann, ohne Fotos Gerichte nachzukochen (die Illustrationen geben aber dafür sehr gut eine bestimmte Stimmung wieder), dem kann ich es nur empfehlen. Gekauft hätte ich es mir vermutlich nicht, dafür sind mir zu viele fleischige Rezepte darin - wenn ich es bei Freunden gesehen hätte, hätte ich mir aber glatt einen Minztee aufgebrüht und mich zum Lesen aufs Sofa verzogen. In dem Sinne - schön, dass ichs jetzt im Regal stehen habe!

Nun aber noch zu den Rezepten - und morgen gehts dann weiter mit der Mezzetafel.

Gurken-Granatapfelsalat

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Gurken-Granatapfel-Salt 
Kategorien: Mezze, Salat, Vegan, Vegetarisch, Buffet
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H SALAT
6klein.Gurken (K 1,5 große)
1/2-1Granatapfel
1Rote Zwiebel
1/2BundMinze (K: weniger)
1Essl.Pistazienstifte
1/2Teel.Golpar (* K: weggelassen)
H SAUCE
1Limette, Saft
2Essl.Olivenöl
Salz
Pfeffer

Quelle


Das persische Kochbuch - Gabi Kopp
Erfasst *RK* 27.01.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Die Gurken schälen und in kleine Würfel schneiden (ich habe sie vorher noch entkernt). Die Granatapfelkerne aus dem Apfel lösen. Die Zwiebel in feine Halbringe schneiden, Minze in feine Streifen schneiden. Alles zusammen in eine Schüssel geben.
Aus den Zutaten für die Sauce das Salatdressing zubereiten und über den Salat geben.

Originaltitel: Salad-e Khiar o Anar
* Golpar sind Samen des persischen Bärenklau und schmecken leicht bitter - in Erlangen war keiner aufzutreiben..

K: Im Rahmen einer Mezzetalfel gemacht, schön frisch, lässt sich gut vorbereiten.
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Dogmadsch

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Dogmadsch - Persische Fetabällchen
Kategorien: Mezze, Käse, Buffet, Vegetarisch
Menge: 4 Portionen

Zutaten

300GrammPanir (Feta) (K: Feta)
1Zwiebel (K: weggelassen)
1Essl.Olivenöl
1-2Frühlingszwiebeln
4-6Essl.Walnüsse
1Dünnes Fladenbrot (Lavash)
1Essl.Petersilie, gehackt
1Essl.Basilikum, gehackt
1Essl.Minze, gehackt
1Essl.Estragon, gehackt (K: hatte keinen)

Quelle

Das persische Kochbuch - Gabi Kopp
Erfasst *RK* 27.01.2014 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Den Feta in eine Schüssel bröckeln, die Frühlingszwiebeln putzen und fein hacken, dazugeben. Die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, hacken und unterrühren. Das Fladenbrot in etwa 1 cm Stücke schneiden und zusammen mit Kräutern und Olivenöl unter die Käsemasse mischen. Ein paar Minuten stehen lassen.

Aus der Masse Bällchen formen und auf einem Teller servieren.
Die Spezialität stammt aus der Stadt Oazwin im Nordwesten des Iran, wo traditionell jeder seine Bällchen selbst formt und direkt in den Mund steckt.

K: Nach einigen Minuten lassen sich tatsächlich Bällchen formen. Schmeckt sehr gut gut und durch die Kräuter frisch. Evtl. einen Teil des Fetas durch indischen Paneer oder durch Frischkäse ersetzen, wenn man den Fetageschmack nicht so dominant haben möchte. Als Teil einer Mezzetafel gemacht - schmeckt gut zusammen mit Salat und Fladenbrot.
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Gabi Kopp
Das persische Kochbuch
Bilder, Geschichten, Rezepte
160 Seiten | 17 x 23,5 cm
Flexcover | durchgehend farbig
ISBN 978-3-942787-04-8
€ [D] 19,95 | € [A] 20,60 | SFr 28,5

Das persische Kochbuch wurde mir freundlicherweise vom Verlag Jacoby Stuart zur Verfügung gestellt, die Meinung dazu ist meine ;).

Dienstag, Januar 14, 2014

Kirmeskuchen

So, wer sich vorgenommen hat, im neuen Jahr erstmal ein bisschen abzuspecken, der darf hier gleich mal weiterklicken.
Wer Lust hat auf einen Käsekuchen mit Streuseln, unglaublich leckerem Eier-Zucker-Butterguss, der auch nach ein paar Tagen Stehen nichts von seinem Reiz verloren hat - der ist hier genau richtig.


Ich backe ja selten Blechkuchen (eher sinnfrei in einem 2-Personenhaushalt), drum ist mein Repertoire da auch begrenzt. Nun gab es aber vor kurzem etwas zu Feiern und ich brauchte taugliche Blechkuchenrezepte für einen "kleinen süßen Happen" nach dem Sektempfang und Häppchenbuffet. Voraussetzung war außerdem:
- nichts, was gekühlt werden muss
- man sollte es auch gut schon einen Tag vorher machen können

Herr Kochfroch wünschte sich Rotweinkuchen vom Blech und so schwebte mir ein heller Kuchen als Pendant vor. Die Kuchenberatungs-Hotline Chili und Ciabatta schlug mir dann den Kirmeskuchen vor - hatte ich vor dem Probieren bei Mama noch nie gehört, scheint aber in Sachsen und Thüringen eine feste Größe zu sein  (zu Recht!), der Kuchen wurde jedenfalls von Anwensenden aus den betreffenden Gebieten sofort als solcher gekannt.


Der etwas größere Aufwand (4 verschiedene Schichten bzw. Teige: Dünner Hefeteig, Käseschicht, Kirmesschicht und Streusel) lohnt sich - angeblich lässt der Kuchen sich auch sehr gut einfrieren. Und er ist soo lecker! Für mich persönlich könnte man allerdings noch etwas am Zuckergehalt drehen (nach unten..), aber sonst gibts wirklich nichts daran auszusetzen.

Kirmeskuchen


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Kirmeskuchen
Kategorien: Kuchen, Streusel, Blechkuchen
Menge: 1 Blech

Zutaten

H BUTTERSTREUSEL
200GrammMehl
100GrammButter
100GrammZucker
H HEFETEIG
300GrammMehl
10-15GrammFrische Hefe
125-150GrammLauwarme Milch
50GrammZucker
1PriseSalz
40GrammButter
H QUARKMASSE
3Eier
200GrammZucker
80GrammWeiche Butter
1Bio-Zitrone: abgeriebene Schale
1kgSchichtkäse*
1Pack.Vanillepuddingpulver
H KIRMESMASSE
70GrammZerlassene Butter
80GrammZucker
3Eier (zimmerwarm)

Quelle

modifiziert nach Manus Küchengeflüster (Thermomixrezept)
Erfasst *RK* 17.10.2013 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Zucker und zerlassene Butter zu Streuseln verarbeiten, kalt stellen.
Einen Hefeteig herstellen und diesen in einer Schüssel abgedeckt etwa 30-45 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen in etwa verdoppelt hat.
Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ausrollen und ein gebuttertes tiefes Backblech damit auslegen. Abgedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen.
Den Backofen auf 200°C vorheizen.
Die Zutaten für die Quarkmasse in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührer gut vermischen. Die Masse auf dem Hefeteig verteilen.
Die Zutaten für die Kirmesmasse verschlagen und auf der Quarkmasse verteilen.
Die Streusel über den Kuchen bröseln, in den Backofen schieben und 40-45 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis er goldbraun ist.

Anmerkung Petra: superleckerer saftiger Käsekuchen, der sich sehr gut frisch hält. Auch picknick-geeignet! K: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Lässt sich einfrieren.

*anstelle von Schichtkäse habe ich 1 1/4 kg Topfen (Gemisch aus 20% und 40%) über Nacht in einem Sieb mit Küchentuch abtropfen lassen, ergab etwa 1 kg. - K: 500 g Schichtkäse (10%Fett), 500 g Topfen (50%Fett) - in einem Tuch abtropfen lassen und etwas ausgedrückt.
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Montag, Januar 06, 2014

Moqueca de peixe - Brasilianischer Fischtopf

Schon ewig wollte ich sie machen: eine Moqueca (sprich etwa: mukékka), das ist ein brasilianischer Eintopf mit Fisch und/oder anderen Meeresfrüchten, Gemüse, Kokosmilch und Dende-Öl (rotes, unraffiniertes Palmöl).

Besonders ins Gedächtnis gerufen wurde es mir durch den Besuch auf der Frankfurter Buchmesse im vergangenen Jahr, wo ich durch das Cook it with Samba Event Astrid von Arthurs Tochter kocht beim Zubereiten ihres Siegergerichts zugucken (und anschließend natürlich auch probieren) durfte. Also habe ich mir nochmal ihre Vorgehensweise angeguckt und sie mit einem Rezept abgeglichen, was ich noch in der Rezeptdatenbank gefunden habe, was meine Mutter vor einigen Jahren mal gekocht hatte. Die waren dann doch ziemlich ähnlich, was soll da also schief gehen?

Die Moqueca wird v.a. in Bahia gegessen, war also kein typisches Gericht, was es in unserer Gastfamilie in Minas Gerais öfter gegeben hätte (kein Meer in Sicht, also auch wenig Fisch auf dem Speiseplan und Saucen mit Kokosmilch sind auch eher in anderen Landesteilen Brasiliens typisch). Ich erinnere mich allerdings noch, dass ich beim Besuch in Salvador 2003 mit meiner deutschen Familie bei ebenjener Dada gegessen haben, die Astrid in ihrem Blogbeitrag erwähnt. So schließt sich dann der Kreis. Und bei unserer trüben Suppe da draußen kann ein bisschen Brasilien auf dem Teller kaum schaden.
Das Foto unten links entstand übrigens nach dem Essen einer Moqueca im Restaurant von Dada in Salvador. Mehr als 10 Jahre ist das jetzt her..


Als erstes wird aus Limette, Knoblauch, Koriander, Salz und Frühlingszwiebeln (durchaus ein brasilianischer Fünfklang ;) ) eine Marinade gemacht ("tempero", was eigentlich nur so etwas wie "Würzung" heißt). Der Fisch (bei mir Kabeljau) wird dann in Stücken mitsamt der Marinade in einen Gefrierbeutel gepackt und im  Kühlschrank für etwa 2 Stunden mariniert.


Anschließend  macht man am besten gleich noch die Vinagrete, eine Art scharf-saure Salsa, die ich hier in meinem Beitrag fürs Brasilien-Event schon vorgestellt habe. Diesmal habe ich noch etwas Koriander und übrige Frühlingszwiebeln hinzugefügt. Die zieht dann auch noch ein bisschen durch.

Wenn man dann so langsam Hunger hat, wird der Rest gemacht: Gemüse (Zwiebel, Paprika, Tomate) wird angedünstet und mit Kokosmilch aufgegossen, noch etwas garen lassen. Dann vorsichtig den Fisch darauf verteilen, ein bisschen unterheben und etwa 8-10 Minuten (je nach Größe und Dicke des Fischs) garen lassen. Der Fisch soll noch zart sein! Zum Schluss mit frischem Koriander bestreuen, das rote Dende-Öl darübergeben (ich hatte "unraffiniertes Palm-Oil" aus dem Asialaden und denke, das ist in etwa das gleiche) und mit Limettensaft und Salz abschmecken.


Dazu gabs bei uns sehr klassisch Reis und Farofa, also geröstetes Maniokmehl (erst trocken in einer Pfanne bei kleiner Hitze rösten, bis es etwas Farbe annimmt, anschließend Butter in der Pfanne zerlassen, ich hab noch ein paar Zwiebelstückchen gedünstet und dann das vorgeröstete Maniokmehl nochmal mit der Butter-Zwiebelmischung verrührt und leicht gesalzen. - Dem können einige gar nichts abgewinnen, ich mags sehr und auch Herr Kochfrosch zeigte begeistert mit dem Daumen nach oben. Pur schmeckt das Mehl natürlich staubtrocken, aber über die Moqueca gestreut oder in Kombi  mit der Vinagrete - uma delícia!

Und dann kann auch schon gegessen werden. Die würzige Sauce bekommt durch die frisch-saure Vinagrete nochmal einen besonderen Kick (obwohl es ja in etwa das gleiche Gemüse ist) - uns hat es sehr sehr gut geschmeckt. Frage mich ernsthaft, wieso ich schlappe 10 Jahre dafür brauchte... Legt ein bisschen brasilianische Musik ein und träumt von Sonne!
(Davon kann man hier ja wirklich gerade nur träumen -  die Fotos sind alle bei trübem Schmuddelwetter mit mieser Innenbeleuchtung entstanden - das wirklich leckere Rezept wollte ich aber ob schlechter Bilder nicht vorenthalten.)

Moqueca de peixe mit Vinagrete, farofa e arroz 
- Moqueca mit Fisch, Vinagrete, Farofa und Reis


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Moqueca de peixe: Brasilianischer Fischtopf
Kategorien: Fisch, Kokos, Gemüse, Brasilien
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500GrammRotbarschfilets; oder ein anderer fester Fisch
-- (K: Kabeljau)
500GrammRohe geschälte Hummerkrabben; Scampi, ohne Kopf
-- (K: keine Scampi)
H MARINADE (TEMPERO)
2groß.Knoblauchzehen; gepresst
1Essl.Salz
1BundKoriandergrün
4Frühlingszwiebeln; gehackt
2Limetten: Saft
H SCHMORGEMÜSE (REFOGADO)
3groß.Tomaten; gehäutet, entkernt und gewürfelt (K:
-- nicht gehäutet)
2groß.Zwiebeln; gewürfelt
1Rote Paprikaschote; gewürfelt
1Gelbe Paprikaschote; gewürfelt
2Essl.Olivenöl
1DoseKokosmilch
2Essl.Dendé-Öl; Palmöl**
H ZUM DEKORIEREN
Koriandergrün

Quelle

Seeblicktreff 2004
erfasst von Petra Holzapfel

Zubereitung

*ursprünglich: Moqueca mista de peixe e camarao
Die Fischfilets und die Hummerkrabben kalt abspülen und trockentupfen. Die Fischfilets von evtl. noch vorhandenen Restgräten befreien und jeweils zweimal quer durchschneiden.
Für die Marinade (Tempero) Knoblauch, Salz, Koriandergrün und die Frühlingszwiebeln in einem Mörser zu einer Paste verrühren, dann den Limettensaft unterrühren. Die Fischstücke und die Krabben in einen Gefrierbeutel geben, dabei jeweils etwas von der Marinade dazulöffeln. Alles 1-2 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.
Das Olivenöl in einem schweren Gusstopf erhitzen und die Zwiebelwürfel hellgelb anbraten, dann die Tomaten- und Paprikawürfel dazugeben und unter wiederholtem Rühren darin anschmoren, bis der sich bildende Saft verdunstet ist. Die Kokosmilch zugießen und einige Minuten köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt. Nun die Fischstücke und Krabben mitsamt der Marinade zugeben und vorsichtig umrühren, damit sich alles gut vermischt, der Fisch aber nicht zerfällt. Etwa 10 Minuten ganz sanft köcheln lassen, mit Salz und Limettensaft abschmecken.
Zum Schluss das Dendé-Öl zugeben und nochmals vorsichtig umrühren, mit Korianderblättchen bestreuen.

Die Moqueca sehr heiß mit Farofa (geröstetem Maniokmehl), Reis und Vinagrete (scharf-saurer Sauce) oder Molho de Pimenta (Chilisauce) servieren.
**Man kann die Moqueca auch ohne das orangerote Dende-Öl zubereiten, sie heißt dann Ensopado.
Dendé-Öl ist im Online-Handel erhältlich (Brasil-Shops).

Kathi: Für zwei Leute ca. 375 g Kabeljaufilet, keine Krabben, Tempero-Menge ca. halbiert; Gemüsemenge ungefähr gleich gelassen, 250 ml Kokosmilch. Dazu Reis, Farofa, Vinagrete. Ca. 1 Portion übrig
- sehr sehr fein!
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Dienstag, Dezember 24, 2013

Frohe Weihnachten!

So, nun komm ich doch noch mal dazu: Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten! Ruhig, besinnlich oder laut feiernd - im Kreis von Freunde und Familie, nur mit dem oder der Liebsten, allein - ganz so, wie ihr es euch wünscht!

Ich bin für ein paar Tage bei meiner Familie, lass mich verwöhnen, freu mich auf lange Gespräche, lautes Lachen, Spielen und Quatsch machen genauso wie aufs Innehalten, Kraft tanken. Die Tage werden wieder länger, das Licht kommt zurück und im nächsten Jahr ist der Kochfrosch dann auch wieder da. Ich hoffe, ihr begleitet mich auch in 2014. Schön, dass ihr da seid!

Donnerstag, Dezember 19, 2013

Dezembermorgen

Für diese Momente mag ich den Winter. Dezembermorgen, Minustemperaturen und Sonnenschein. Und endlich Zeit zu haben, für einen Morgenspaziergang.

Ich wünsche euch allen eine schöne restliche Vorweihnachtszeit! Ich verabschiede mich hier erstmal, vielleicht bleibt noch Zeit für einen kleinen Weihnachtsgruß - wenn nicht: Ich wünsch euch ein frohes Fest, ein paar Tage zum Durchatmen und Sammeln im Kreis eurer Lieben. Ich freu mich auf euch im nächsten Jahr!








Montag, Dezember 16, 2013

Warmer Chicoree-Orangensalat mit Fetapäckchen

Montags hab ich frei und meistens trotzdem reichlich zu tun - da brauch ich immer Ideen für schnelle Mittagessen. Deshalb hab ich mir dieses Rezept auch gleich auf die Seite gelegt, als ich letztens in der Rezeptdatenbank darübergestolpert bin: Warmer Chicoree-Orangen-Salat, dazu Ziegenkäse in Filoteig eingepackt und in der Pfanne herausgebraten. Ursprünglich gespeichert von Petra von Brot und Rosen, das Rezept stammt von Vincent Klink.

Filoteig gibts hier im Supermarkt nicht, genausowenig wie den Ziegenkäse, den ich mir dazu vorgestellt hätte, also hab ich umdisponiert: im  Kühlregal lag Fertigstrudelteig von Tante F., eingepackt hab ich Feta (deutlich mehr als im Rezept vorgesehen, ich hab Hunger!).

Die Strudelpäckchen werden fix in der Pfanne knusprig gebraten, der fruchtig-bittere Chicoreesalat mit Orangenfilets dazu hat super gepasst. Kein großer Aufwand und trotzdem ein nettes Essen auf dem Tisch in nur ca. 20 Minuten. Merk ich mir für die schnelle Feierabendküche!

Warmer Chicoree-Orangen-Salat mit Fetapäckchen


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Warmer Chicoree-Orangen-Salat mit gebratenem Ziegenkäse/Feta
Kategorien: Salat
Menge: 2 Personen

Zutaten

2Orangen
1Schalotte
3Chicorée
1Essl.Butter
1PriseZucker
EtwasSalz, Pfeffer
60mlOlivenöl; ca.
2BlätterFilo- oder Yufkateig (K: 2 Blätter
-- Fertigstrudelteig)
40GrammZiegenfrischkäse (nicht zu weich) (K: 150 g Feta)

Quelle

SWR Koch-Kunst Rezepte vom 03.02.2010
Chicorée
Vincent Klink
Erfasst *RK* 03.02.2010 von
Dr. Klaus Büning

Zubereitung

Orangen mit einem Messer schälen, dass nichts Weißes mehr am Fruchtfleisch haftet. Dann die Fruchtfilets herausschneiden, am besten direkt über einer Schüssel, so kann etwas Fruchtsaft aufgefangen werden. Dann den Orangenrest gut ausdrücken.
Schalotte schälen und fein schneiden. Den Chicorée halbieren, den Strunk in der Mitte herausschneiden und Chicorée in Streifen schneiden.
In einer Pfanne mit 1 EL Butter die Schalotte anschwitzen, Zucker zugeben und diesen karamellisieren. Dann 2/3 der Chicoréestreifen zugeben, Orangensaft zugeben und kurz schwenken. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Restliche Chicoréestreifen und Orangenfilets in eine Schüssel geben, warmen Chicorée mit der Flüssigkeit aus der Pfanne zugeben. 1 EL Olivenöl untermischen und abschmecken. Für den Ziegenkäse die Teigblätter auslegen und mit Olivenöl bepinseln.
Darauf den Käse legen. Mit überlappendem Teig einpacken und die Päckchen in einer Pfanne mit 2-3 EL Olivenöl von beiden Seiten je ca. 1 Minute kross braten. Salat mit dem Ziegenkäse anrichten.

Kathi: Yufkateig gabs nicht, dafür fertigen Strudelteig aus dem Kühlregal. Ziegenkäse durch Feta ersetzt (und mehr) - damit ergibt das ein sehr leckeres und v.a. schnelles Mittagessen!
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Montag, Dezember 09, 2013

Vanille-Orangen-Plätzchen

Und weiter gehts in der Vorstellung meiner diesjährigen Plätzchen. Anfangs war ich ja gar nicht so ganz begeistert von der Ausbeute, allerdings kann ich das mit einer Woche Abstand zum Backen doch etwas relativieren - überall, wo die Plätzchen hinkamen, gabs Lob und Rezeptwünsche und manchmal hilft ein bisschen Durchziehen ja auch schon.

So wie hier - die Vanille-Orangen-Plätzchen stammen ebenfalls aus der Plätzchenstrecke der aktuellen Deli. Der flaumige Teig wird in Tropfenform auf Backpapier gespritzt (theoretisch.. durch meine wohl zu enge Spritztülle ging es nicht) - alternativ eben mit Teelöffeln aufs Papier gesetzt bzw. hab ich den Teig dann ohne Tülle gespritzt. Nachteil: etwas zu große Plätzchen.


Nach dem Backen werden die Plätzchen mit Hilfe von einer mit Orangelikör aromatisierten Buttercreme zusammengeklebt. Ich habe einen Esslöffel Likör durch Saft ersetzt, würde der Creme das nächste Mal allerdings noch etwas mehr Säure gönnen, Limettensaft könnte ich mir ganz gut vorstellen.

Die Plätzchen schmecken ganz fein-sandig-schmelzend und leicht nach Orange. Dazu die dünne Schicht Creme - fein! Jetzt nur noch ein bisschen an Optik und Größe arbeiten ;)..

Vanille-Orangen-Plätzchen 


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Vanille-Orangen-Plätzchen
Kategorien: Plätzchen
Menge: 40 Plätzchen (K: weniger

Zutaten

150GrammWeiche Butter
50GrammPuderzucker
1Eigelb (M)
200GrammMehl
Salz
1Vanilleschote, Mark
2Teel.Abgeriebene Bio-Orangenschale
H FÜLLUNG
50GrammPuderzucker
50GrammButter
3Essl.Cointreau (K:2)
1Essl.Orangensaft (K)

Quelle

Deli 2/2013
Erfasst *RK* 05.12.2013 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Für den Teig Butter, Puderzucker, 1 Prise Salz, Vanillemark und Orangenschale mit den Quirlen des Handrührers 4 Minuten schaumig schlagen. Eigelb zugeben und unterrühren. Mehl unterheben.
Teig in einen Spritzbeutel mit mittlerer Lochtülle füllen und mit etwas Abstand gleich große Tropfen auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen (K: hat mindergut funktioniert, ohne Tülle gespritzt, das ging einigermaßen - für ein nächstes Mal etwas größere Tülle kaufen!). Bleche nacheinander im heißen Ofen bei 180°C auf der mittleren Schine 10-12 Minuten goldbraun backen. Plätzchen auskühlen lassen.

Für die Füllung Butter, Puderzucker, Likör und Orangensaft mit den Quirlen des Handrührers 4 Minuten schaumig rühren. Creme in einen kleinen Spritzbeutel füllen (K: Plastikziplock-Beutel, Spitze abgeschnitten). Kleine Tupfen auf die flachen Hälfe der Plätzchen spritzen, zwei Hälften zusammensetzen, so dass die Creme bis an den Rand gedrückt wird.

Die Plätzchen halten in Blechdosen etwa 2 Wochen.

K: Meine Plätzchen sind mir etwas zu groß geraten - mit meiner (zu kleinen) Spritztülle hatte ich keine Chance den Teig zu spritzen. Orangig, dezent vanilliges Aroma. Teig ist nett-sandig-schmelzend und "fein" - Creme könnte für mich etwas mehr Säure vertragen, evtl. Limetten- oder Zitronensaft.
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Donnerstag, Dezember 05, 2013

Weihnachtsplätzchen: Linzer Schnitten

Eigentlich wollte ich dieses Jahr das Plätzchen backen ganz streichen. So wenig Zeit, keine Lust und irgendwie waren letztes Jahr im Februar (!) immer noch Restchen übrig.
Na gut, dann kam der Dezember und die aktuelle Deli, in der ich auch eine Seite füllen darf (wer also ein super Inkognito-Foto von mir mit Wintermütze sehen möchte - nur zu!) - jedenfalls gabs da eine Plätzchenstrecke, da hab ich mich dann quasi doch überreden lassen.

Also ein Plätzchenmarathon am Montag: 4 Sorten sinds geworden, 2 mal neues, 2 mal Altbekanntes (Butter-Zimt-Schnecken, gehören zu meinen Lieblingsplätzchen und Basler Brunsli, knusprig-schokoladig-gut und auch tauglich für Veganer und Gluten-Unverträgliche in der Bekanntschaft).

Und zwei Mal neu: Linzer Schnitten und Vanille-Orangen-Plätzchen, mit den Schnitten fang ich hier mal an.
Die Idee, Plätzchen als eine Art Blechkuchen zu backen kommt mir Faulpelz ja durchaus entgegen, hier sollte man aber doch v.a. die Kühlzeiten beachten. Ich hab da ein bisschen was überlesen und dann wurde die Zeit auch noch knapp - ich konnte also nicht ganz so lang kühlen, wie das sinnvoll gewesen wäre. Ergebnis sind etwas schiefe und gebrochene Teigstreifen - macht aber nix, das sieht man später nicht mehr sehr stark und der Rest wird mit Puderzucker gnädig abgedeckt ;).

Klassisch wäre wohl rotes Johannisbeergelee gewesen, ich hatte nur schwarzes da - zusammen mit der Orangenschale schmeckt das etwas herber, was ich ganz gerne mag.

Die Linzer "Platten" ließen sich bei mir nicht gut als Ganzes aus dem Blech heben - ich habe sie also vor Ort geschnitten, das hat ganz ordentlich funktioniert. Das Ergebnis sind fruchtige Plätzchen mit viel Mandelaroma - mir fehlt allerdings ein bisschen das "Besondere". Vielleicht bin ich aber auch etwas zu streng - ansehnlich sind sie jedenfalls.. einfach selber ausprobieren!

Linzer Schnitten


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Linzer Schnitten
Kategorien: Plätzchen
Menge: 85 Portionen

Zutaten

2Eier (Kl. M)
250GrammMehl
200GrammGemahlene Mandeln
1/2Teel.Backpulver
1Messersp.Gemahlener Zimt (K: mehr)
1Messersp.Gemahlene Nelken (K: mehr)
Salz
150GrammZucker
250GrammKalte Butter in Stücken
2Teel.Abgeriebene Orangenschale (unbehandelt)
300GrammRotes Johannisbeergelee (K: 250 g schwarzes
-- Johannisbeergelee)
2Teel.Puderzucker

Quelle

Deli 2/2013
Erfasst *RK* 05.12.2013 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

1. Mehl, Mandeln, Backpulver, Zimt, Nelken, Zucker, 1 Prise Salz, Butter und 1 Ei und 1 Eigelb mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verarbeiten. 2/3 des Teiges auf einem gefetteten Blech (30x40 cm) (K: nicht gefettet, mit Backpapier ausgelegt) bis in die Ecken ausrollen und mit einer Gabel mehrmals einstechen (K: ausgerollt, dann auf Backblech gelegt). Den übrigen Teig zwischen Klarsichfolie 3 mm dünn ausrollen. Beides 30 Minuten kalt stellen.

2. Den Teig auf dem Blech im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) auf der 2. Schiene von unten 15 Minuten backen.

3. Inzwischen vom restlichen Teig die Klarsichtfolie abziehen. Den Teig in 1 cm breite Streifen schneiden und weitere 15 Minuten kalt stellen. Johannisbeergelee und Orangenschale glattrühren.

4. Den Teig auf dem Blech nach dem Backen sofort dünn mit dem Eiweiß bestreichen.
Johannisbeergelee gleichmäßig darüber verteilen. Die Teigstreifen zügig diagonal zum Blech mit 1 cm Abstand darauf legen. Wie oben auf der mittleren Schiene 15-18 Minuten goldgelb backen. Vollständig auskühlen lassen und in 2,5x5 cm große Streifen schneiden. Leicht mit Puderzucker bestäuben.

K: Ich war im Timing etwas schlecht, daher hatte ich keine 15 Minuten Kühlzeit für meine Streifen - so ließen sie sich natürlich auch nicht besonders gut auslegen. Aber selbst die Bruchstellen fallen später nicht mehr arg auf. Schnitten lassen sich einigermaßen aus der Form holen. Bisschen bröselig.
Ergebnis sind fruchtige Schnitten (Cassisgelee + Orangenschale geben ein etwas herberes Aroma), die mir allerdings einen Tick zu süß/ wenig aufregend sind.
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Montag, Dezember 02, 2013

Weihnachtsstimmung: Zu Besuch auf dem Lucrezia-Markt

Barbara weilt gerade wieder mal im Fernen Osten und wünscht sich ein bisschen weihnachtliche Stimmung. Drum nehm ich sie heut mit auf den ersten Weihnachtsmarktbesuch des Jahres - auf den Lucrezia-Markt nach Regensburg.

Als man mich für die aktuelle Deli fragte, was für mich denn eine besonders weihnachtliche Stadt sei, fiel mir erst gar nicht soo viel ein. Aber dann doch - Regensburg. All die kleinen Gassen der Altstadt sind schön und unterschiedlich beleuchtet, die schönen Weihnachtsmärkte.. wir versuchen auf jeden Fall immer, unsere Regensburger Freunde in der Vorweihnachtszeit zu besuchen. 


Auf dem Lucrezia Markt auf Haidplatz und Kohlenmarkt stellen viele Regensburger Kunsthandwerker aus und man findet immer wieder allerlei schönes zum Angucken, Anfassen und Bestaunen dort. Ich mag die Stimmung dort sehr gern, hier reiht sich nicht Bratwurst- an Glühweinstand; wir kommen immer wieder gerne her. Ich mag auch gar nicht viel erzählen - stattdessen ein paar Impressionen.








Einen schönen Blick auf den Dom beim Glühweintrinken hat man vom Spitalmarkt aus. Der kleine Adventsmarkt findet in Stadtamhof auf dem Gelände des Biergartens des Katharinenspitals statt. Abends wirds allerdings ziemlich voll. Aber wenn man mal ein Plätzchen am offenen Feuer ergattert hat, lässt sichs hier gemütlich sitzen.


Wir zogen dann allerdings noch auf einen Absacker ins Wurstkuchl weiter. In der gemütlichen und urigen kleinen Gaststube kann man in der ältestens Bratwurststube der Welt (!) bis abends um sieben die leckeren Bratwürste mit Kraut essen - von Tourigedränge war Sonntag abend um sechs keine Spur..

Lucrezia Markt, Regensburg
Haidplatz und Kohlenmarkt
geöffnet bis zum 23. Dezember, tägl. 11-20 Uhr

Spitalmarkt, Regensburg
Katharinenspital, direkt an der Steinernen Brücke
Geöffnet s. hier