Montag, Februar 25, 2013

Kurze Info

Ich wollte nur kurz Bescheid geben, dass ich zeitweise die Kommentarfunktion wieder mit einer Sicherheitsabfrage versehen werde. Ich finde das zwar selber ziemlich nervig, aber seit kurzem nehmen die Spamkommentare sehr überhand und werden von Blogger auch nicht mehr ordentlich gefiltert.

Da ich nicht jeden Tag zum Kommentare löschen komme, versuche ich es jetzt mal auf diese Weise, notfalls werde ich - jedenfalls für kurze Zeit - die Kommentare moderieren.

Das ist nicht das Optimum, aber ich habe keine Lust, das blöder Spam für mehrere Tage bei mir im Blog steht.

Vielen Dank für euer Verständnis!

Mittwoch, Februar 20, 2013

Brasilianisch backen: Ganz einfacher Möhrenkuchen

Eigentlich, ja eigentlich wollte Herr Kochfrosch ja einen schwedischen Möhrenkuchen backen. Mit Frosting und allem Pipapo. So der Plan. Aber dann wurde es Nachmittag und die Motivation schwand. Die Lust auf Möhrenkuchen oder irgendetwas süßes jedoch nicht. Rettung nahte in Form eines Rezeptes, das schon ewig in meiner Rezeptdatenbank schlummerte - eine grobe Notiz von Mengen, die meine brasilianische Gastmutter Marisa für ihren Möhrenkuchen verwendet (Zuckermenge habe ich vorsorglich schonmal dem deutschen Geschmack angepasst ;) ).

Den Kuchen gabs bei uns in meinem Austauschjahr oft zum café da tarde, also zum Kaffee am Nachmittag/abend (hier zun Beispiel im Bild ganz unten). Ganz einfach, ohne jegliche Raffinesse und soo schnell gemacht, nämlich in des Brasilianers liebstem Küchengerät: dem Mixer. Einfach alle Zutaten (Möhre haben wir vorher grob geraffelt) in den Mixer schmeißen, Teig auf ein gefettetes, kleineres Backblech gießen (unseres hat etwa die Maße 24 x 40 cm, das ging noch, etwas kleiner wäre auch ok) und etwa eine halbe Stunde backen.
Fertig ist der farbenfrohe Kuchen, der trotz (oder gerde wegen?) seiner Einfachheit wunderbar zum Tee oder einer Tasse Kaffee schmeckt.

Man könnte jetzt natürlich hergehen, das eigentlich angedachte Frischkäse-Frosting nehmen und damit quasi Möhrenkuchensandwiches bauen. Stell ich mir auch ganz nett vor. Naja, vielleicht ein andermal ;).

Bolo de Cenoura / Brasilianischer Möhrenkuchen


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Bolo de Cenoura / Möhrenkuchen
Kategorien: Kuchen, Möhre, Mixer
Menge: 1 Blech

Zutaten

2groß.Möhren
150mlÖl
140GrammZucker
2Eier
Salz
240GrammMehl (gestrichen)
1Essl.Backpulver

Quelle

Marisa / Mengen etwas angepasst
Erfasst *RK* 07.09.2005 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Den Ofen auf 180°C vorheizen.
Die Möhren putzen, schälen und klein schneiden. Zusammen mit dem Öl, dem Zucker, den Eiern und dem Salz in den Mixer geben und mixen.
Mehl und Backpulver sieben, die Möhrenmasse dazugeben.
Backblech (K: tieferes, altes Bachblech, ca. 27 x 40 cm) fetten und mit Mehl oder Semmelbröseln ausschütteln. Teig in Form füllen und etwa 20-30 Minuten backen.
Man kann den Kuchen auch noch mit einer Schokosauce überziehen.

Kathi: Mit obigen Mengen erstmals in Deutschland gemacht, schmeckt gut und ist nicht zu süß - halt ein ganz einfacher Blechkuchen zum Tee. Könnte man sicherlich mit zitronigem Zuckerguss überziehen oder evtl. mit einem "typischen" Möhrenkuchenfrosting zu einer Art Möhrenkuchensandwich zusammenbauen.

Backzeit variiert je nachdem wie hoch der Kuchen in der Form steht! Öfter mal nachgucken, bzw. testen.
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Montag, Februar 18, 2013

Innere Werte! Keks trifft Walnuss, Parmesan, Tomate und Ras el Hanout

Wenn mir Mama abends noch vor Veröffentlichung des Rezepts auf ihrem Blog eine Email schickt mit dem Inhalt: "Soo gut, unbedingt probieren!" - Dann kann ich ja quasi gar nicht anders, als brave Tochter sein.

Die Rede ist von pikanten Keksen mit Parmesan, getrockneten Tomaten, Walnüssen, Thymian und Ras el Hanout, ursprünglich ein Brigitte-Rezept, von Julia von German Abendbrot hier verehrt und bei Chili und Ciabatta hier verewigt.

Die marokkanische Gewürzmischung Ras el Hanout habe ich bislang noch nie verwendet, ich habe meine beim Wurzelsepp in Nürnberg gekauft, man kann sie aber natürlich auch selbst machen, die Zusammensetzung ist wohl auch immer leicht unterschiedlich, ein Rezept findet sich z.B. hier.


Die erste Schwierigkeit war, die getrockneten (gesalzenen, nicht die in Öl!) Tomaten so klein wie möglich zu kriegen - mein Braun Pseudo-Foodprocessor versagte hier leider und auch meine menschliche Küchenhilfe war nur so halb erfolgreich - das nächste Mal würde ich die Mühe allerdings auf mich nehmen und die Tomaten sehr fein schneiden - so wird die Keksmasse homogener und die Kekse lassen sich besser formen. Auch die Nüsse würde ich das nächste Mal eher etwas feiner hacken.

Der Teig wurde bei mir kein echter zusammenhängender Teig, ließ sich allerdings trotzdem problemlos zu Kugeln formen und anschließend flachdrücken, die Ränder dabei etwas zusammendrücken. Die Kekse gehen beim Backen nicht auf und verlaufen auch nicht.


Trotz großem Bemühen gewinnen die meisten meiner Kekse keinen Schönheitswetttbewerb. Naja, sollen ja vor allem schmecken - und das tun sie! Sehr würzig, sehr lecker, sehr süchtigmachend. Super zu einem Glas Wein. Ich werde einen Teil davon als Dankeschön fürs Überlassen eines Übernachuntsplatzes verschenken und hoffe, sie kommen beim Gastgeber gut an :).

Pikante Kekse mit Walnuss, Parmesan, getrockneten Tomaten und Ras el Hanout


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Pikante Kekse mit Walnuss, getrockneter Tomate und Ras el Hanout
Kategorien: Keks, Pikant, Käse, Nuss
Menge: 45 bis 50 Stück

Zutaten

250GrammWeiche Butter
2Eier
375GrammMehl
1 1/2Teel.Backpulver
2Teel.Ras el Hanout (orientalische Gewürzmischung)
Chiliflocken oder Piment d'ESpelette; nach
-- Belieben (K: 1-2 TL Pul Biber)
1/4Teel.Frisch gemahlener Pfeffer
1Teel.Fleur de sel; nach Bedarf mehr
100GrammParmesan; frisch gerieben
75GrammGetrocknete Tomaten (keine eingelegten)
120GrammWalnusskerne
5ZweigeFrischer Thymian

Quelle

nach
Brigitte via German Abendbrot
Erfasst *RK* 06.02.2013 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen.
Die Butter mit den Quirlen des Handrührers cremig schlagen. Die Eier nacheinander unterrühren, es soll eine homogene Masse entstehen. Mehl, Backpulver, Ras el Hanout, Pfeffer, Salz und den Parmesan mischen und unter die cremige Buttermischung rühren.
Tomaten fein würfeln (P: grob geschnitten, dann im alten Thermomix relativ fein zerkleinert). Walnusskerne hacken. Thymian abspülen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen, leicht durchhacken. Tomaten, Walnüsse und Thymian unter den Teig heben. Den Teig nochmal abschmecken (Salz?), nach Belieben für pikantere Kekse noch Chiliflocken zugeben.
Mit den Händen Teigstückchen von etwa 15-20 g abnehmen und zu Kugeln formen, diese auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und flach drücken, der Durchmesser beträgt dann etwa 5 cm.
Die Kekse etwa (15-) 20 Minuten backen, bis die Oberfläche hellbraun und das Innere durchgebacken ist.
Das Backpapier samt Cookies auf einen Rost ziehen und die Kekese auskühlen lassen, in einer gut schließenden Blechdose aufbewahren.
Anmerkung Petra: die pikanten, aromatischen Kekse machen sich prima zu einem Glas Wein. Suchtgefahr
Kathi: Sehr aromatische Kekse! Wollte die Tomaten im Braun Processor zerkleinern - ging nicht. Muss man wohl leider möglichst klein schneiden, dann lassen sich die Kekse besser formen (auch Walnüsse nicht zu grob hacken!). Keks formen ist etwas mühsam, der Geschmack belohnt aber.
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Sonntag, Februar 10, 2013

Kindheitserinnerungen: Puddingschnecken

Als wir letztens zu einem Besuch im Bayerwald waren, gab es nach dem Winterspaziergang ein Stück vom Apfelkuchen mit Puddingpfützen - und da war es auf einmal, diese durchdringende Erinnerung an die wunderbaren Puddingschnecken (kein Wunder - auch dort die Kombination Hefeteig + Pudding). Gab es früher recht häufig, vielleicht gaukelt mir das die Erinnerung auch nur vor - egal, das nächste Wochenende musste ich also unbedingt Puddingschnecken backen.

Ganz genauso wie früher haben sie dann doch nicht geschmeckt - liegt sicher dran, dass ich nicht auf das Puddingpulver von Dr. O. zurückgegriffen habe, sondern stattdessen auf irgendein Biopuddingpulver, das noch in der Backkiste lag (das lässt sich allerdings nun wirklich auch selbst herstellen - es besteht aus Stärke und gemahlener Vanilleschote, ein Tütchen enthält 38 g): Das Ergebnis ist dann natürlich kein leuchtend gelber Pudding ;). Egal, der Duft durchzieht schon beim Backen die ganze Wohnung.

Mindestens die Hälfte der Schnecken habe ich gleich eingefroren, denn frisch schmecken sie einfach am besten (und ich hoffe, dieser Effekt kehrt beim Aufbacken zurück). Fluffiger Hefeteig, Korinthen (kann man natürlich weglassen, auch wenn es dadurch meiner Meinung nach sehr verliert), Pudding, zitroniger Guss (im Rezept sehr reichlich bemessen, habe ich reduziert) - lecker!

(Das Rezept beinhaltet auch die Variante für einen Butterkuchen - den habe ich allerdings noch nie gegessen).

Puddingschnecken

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Butterkuchen und Puddingschnecken
Kategorien: Kuchen, Mandel
Menge: 1 Blech

Zutaten

H HEFETEIG
450GrammMehl
35GrammHefe
70GrammZucker
150mlMilch
80GrammButter
; Salz
2Eier
H BELAG BUTTERKUCHEN
125GrammButter
4Essl.Zucker
2Essl.Vanillezucker
1/2Teel.Zimt
100GrammGehobelte Mandeln
H PUDDINGSCHNECKEN
1/2Pack.Vanillepuddingpulver
1/4Ltr.Milch
25GrammZucker
1/2Essl.Butter
40GrammKorinthen (nach Belieben) (K: etwas mehr)
H GLASUR PUDDINGSCHNECKEN
200GrammPuderzucker (K: 100 g waren bei mir noch zu
-- viel!)
Zitronensaft

Quelle

nach
Frau Antjes grosses
Kochbuch
erfasst von Petra
Holzapfel

Zubereitung

Anmerkung: Die angegebene Teigmenge reicht fuer ein Blech Butterkuchen oder ein Rezept Puddingschnecken. Man kann man auch gleich die doppelte Menge Teig herstellen und beides backen - die Puddingschnecken lassen sich auch sehr gut einfrieren und bei Bedarf im Backofen bei 200øC (140øC Umluft) auftauen. Glasur hierfuer lt. Rezept erst nach dem Auftauen auftragen (ich habe aber auch schon glasierte Schnecken eingefroren).

Die Zutaten fuer den Hefeteig zu einem geschmeidigen, mittelfesten Teig verarbeiten, evt. mit etwas Mehl verkneten. Zugedeckt an einem warmen Platz treiben lassen.

Fuer den Butterkuchen den Teig ausrollen und auf ein gebuttertes Blech geben, Butterfloeckchen darauf verteilen; Zucker mit Vanillezucker und Zimt mischen, darueber streuen und die Mandeln auf der Flaeche verteilen. Den Kuchen zugedeckt nochmal gehenn lassen, dann im vorgeheizten Backofen bei 200øC 15-20 Minuten goldbraun backen.

Fuer die Puddingschnecken ein Flammeri nach Vorschrift bereiten, zum Schluss die Butter zufuegen, abkuehlen lassen, dabei einige Male durchruehren, damit sich keine Haut bildet. Teig ca. 6 mm dick rechteckig ausrollen, mit dem Flammeri duenn bestreichen, nach Belieben Korinthen darueberstreuen und von der langen Seite her zu einer Rolle aufwickeln; mit einem scharfen Messer etwa 1 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden, auf ein mit Backpapier belegte Backblech legen, etwas flach druecken, gehen lassen und im vorgeheizten Backofen bei 200øC etwa 15 Minuten goldbraun backen.
Puderzucker sieben, mit Zitronensaft anruehren, so dass eine dicke Masse entsteht. Die heissen Schnecken damit bestreichen.

Kathi: Kindheitserinnerungen! Saftige Schnecken, die sich gut einfrieren lassen. Glasur ist viel zu viel, habe nur die Hälfte gemacht und es war immer noch was übrig --> evtl. reicht auch 1/4 Rezept. Habe Biopudding (eigentlich nur Stärke + gemahlene Vanilleschote genommen) - dann schmeckt es halt nicht ganz so wie mit Dr. O., aber auch gut.
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Freitag, Februar 01, 2013

Farbe! Mineola-Aperol-Gelee


Nachdem das wunderschöne Bayerwald-Weiß schon wieder fränkischem Regengrau gewichen ist, wurde es höchste Zeit für etwas Farbe.

Bei meinen Eltern auf dem Frühstückstisch gabs auch wieder das von mir sehr geliebte Mineola-Aperol-Gelee (ursprünglich nach einem Rezept von delicious days). Schon wollte ich mir ein Gläschen krallen, da meinte Mama, dass es Mineolas zur Zeit im örtlichen Supermarkt noch gäbe. Also haben wir am Montag vor der Abfahrt noch einen Abstecher gemacht und ich habe ein paar dieser Früchte mitgenommen. Mineolas sind wohl eine Kreuzung zwischen Grapefruit und Mandarine und sehr saftig. Sie sehen aus wie größere Mandarinen und haben eine kleine "Ausstülpung" am Stielansatz - ich habe sie komischerweise hier bei uns noch nie gesehen. Das Zeitfenster, in dem es sie gibt, ist aber wohl auch sehr klein.


Meine Marmeladenkochkünste hielten sich bislang ziemlich in Grenzen. Vor Urzeiten habe ich mich mal an Erdbeer-Minzmarmelade (naja..), sowie an Holünderblütengelee (auch nicht so der Brüller) versucht. Da blieb ich dann doch lieber bei Raubzügen im elterlichen Keller. Noch dazu fehlt mir der Lagerplatz (ich sag nur Rumpeleck..). Aber für dieses Gelee räume ich gern ein Eckchen frei!

Wunderbar fruchtig, aromatisch und vanillig macht es einfach nur gute Laune. Dabei noch so einfach und schnell gemacht - wenn ihr also noch irgendwo Mineolas entdecken solltet - ranhalten und kaufen.


(Ich glaube, die korrekte deutsche Schreibweise wäre mit 2 "n"s, das habe ich leider erst nach der Beschriftung entdeckt. Ein N weniger tut dem Geschmack aber keinen Abbruch. Ich bleibe hier jetzt mal bei der englischen Schreibweise, eine gewisse Kontinuität und so..)

Mineola-Aperol-Gelee



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Mineola-Aperol-Gelee
Kategorien: Aufstrich, Gelee
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

850GrammMineolasaft; frisch gepresst und durch ein Sieb
-- gestrichen (gut 2 kg Früchte)
150GrammAperol
1Vanilleschote
1kgGelierzucker 1:1

Quelle

nach Delicious Days
Erfasst *RK* 25.01.2011 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Saft der Mineolas durch ein Haarsieb streichen. 850 g zusammen mit dem Aperol in einen sehr großen Topf geben (schäumt stark beim Aufkochen). Den Gelierzucker zugeben. Eine Vanilleschote aufschlitzen, das Mark ausstreichen. Mark und ausgeschabte Schote in den Topf geben. Alles unter Rühren zum Kochen bringen und etwa 4 Minuten kochen (Gelierprobe). Sofort in saubere Twist-Off Gläser füllen, verschließen und die Gläser für 5 Minuten auf den Deckel stellen.

Anmerkung Petra: Sensationell gut. Wenn mir eine Schote mit ins Glas rutscht, lasse ich die drin, gibt ein sehr intensives Vanille-Aroma.
Kathi: Dem ist nichts mehr hinzuzfügen. Sehr schnell gemacht und schmeckt top top top!
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Dienstag, Januar 22, 2013

Danke, danke, danke.

Herzlichen Dank für die große Anteilnahme an meiner kleinen Geburtstagsfeier. Ich habe mich über jeden Kommentar gefreut, ehrlich!

Also habe ich heute viele Namen auf Zettelchen geschrieben und sie dem Frosch in sein hungriges Maul geworfen. 5 davon hat er wieder ausgespuckt..


Herzlichen Glückwunsch an

Kochpoetin
Sarah C
Bushcook
Sylvia von Rock the kitchen
Irene von It's my life

Von den meisten komme ich an (Email)adressen - nur von Sarah C bräuchte ich noch ein paar Infos - gerne per Mail an kochfrosch at gmail punkt com.
Jeder von euch bekommt im Laufe des Jahres ein kleines Überraschungspaket - ich habe selbst noch keine Ahnung, was genau darin sein wird ;). Sollte es Dinge geben, die es auf keinen Fall beinhalten soll (Unverträglichkeiten etc.), gebt mir bitte kurz Bescheid, dann berücksichtige ich das natürlich.

Dann - auf weitere 7 Jahre. Mindestens.

Montag, Januar 21, 2013

Und was mach ich jetzt damit? # Granatapfel

Oh ja, ich mag Granatäpfel.
A) sind sind sie wunderhübsch anzusehen und B) schmecken mir die Kerne auch noch vorzüglich. Knackig, säuerlich-süß, wunderbar. Herr Kochfrosch kann den Hype nicht so ganz nachvollziehen, muss aber durch. Ich bin letztes Wochenende sogar extra nochmal durch den Schnee in den Nachbarort gelaufen, denn der ortsansässige Supermarkt hatte keine Granatäpfel. Ja ist das denn die Möglichkeit?


Als letztens im Freundeskreis das Gespräch auf Granatäpfel kam, stellten sich allerdings manche die Frage: Wie krieg ich das Ding auf, ohne eine Riesensauerei in der Küche zu veranstalten? Das scheint das Problem von einigen zu sein, daher habe ich meine Vorgehensweise mal kurz dokumentiert:

Die Unterwassermethode (hab ich mir natürlich nicht ausgedacht, es gibt diverse Youtube-Videos dazu. Wozu gibt es eigentlich keine Videos??)

1. Granatapfel oben vorsichtig in einer Art Viereck einschneiden. Eine große Schüssel mit Wasser füllen. Granatapfel untertauchen, Daumen in den Granatapfel schieben und aufbrechen - geht das nicht, evtl noch etwas tiefer schneiden.
2. Unter Wasser die Kerne aus dem Apfel pulen - geht ganz einfach. Die größeren Schalenteile gleich rausholen. Die Kerne sinken zu Boden, die Schalen und Häutchen schwimmen obenauf.
3. Wasser mit Schalen/Häuten abgießen, nochmal neues Wasser auffüllen. Mit den Händen sanft durch die Kerne gehen, jetzt lösen sich auch noch kleinere Schalen/Resthäutchen. Diese abgießen.
4. Kerne in ein Sieb geben, nochmal abspülen, fertig.

Hat bei mir noch nie gespritzt, würde ich glatt in meinem weißen Sonntagskleid zubereiten - sodenn ich eins hätte ;).


Und wozu das Ganze? Ich wollte die Kerne für ein spannend klingendes Gericht: Rosenkohl-Süßkartoffelcurry mit Granatapfelkernen, gesehen bei Schöner Tag noch.

Sieht auch recht hübsch bunt aus, aber leider fand ich das Essen nicht so berauschend.. Kann nicht mal genau sagen, an was es liegt. Würzung zu lasch, ohne, dass ich sagen könnte, wie es besser ginge. Vielleicht  mag ich Rosenkohl doch nur in gebratener Form..
Zum Glück gehen die Ideen für die restlichen Granatapfelkerne nicht aus: Über Salat gestreut, zu Milchreis, übers Müsli..

leider eher Murks: Rosenkohl-Süßkartoffelcurry mit Granatapfelkernen

Dienstag, Januar 15, 2013

Das verflixte 7. Jahr

Kaum zu glauben, die Erste: Ich habe diesmal nicht den Bloggeburtstag vergessen!
Kaum zu glauben, die Zweite: Kochfrosch startet ins verflixte 7. Jahr.


7 Jahre, das sind 410 Einträge, viele nette Leser und Begegnungen, aber auch Zweifel und Gedanken daran, den Kochfrosch zu beerdigen.
Angefangen im studentischen Wohnheimszimmer mit zwei Kochplatten und zu einer Zeit, als es nur wenig Kochblogs gab, stelle ich mir heute schon manchmal die Frage, ob die Welt sowas wie diesen Kochblog braucht.
Die Antwort ist klar - braucht sie nicht ;). Aber dann kommt es zu so netten Begegnungen wie vergangenes Jahr im Yogakurs. Wo ich mich anmelde und die Frau hinter mir dreht sich zu mir um und sagt "Kathi H.? Von Kochfrosch? Den Blog les ich!" Dann bekomme ich Feedback von Freunden, die ihn lesen. Und schließlich ist er immer wieder Motivation, etwas Neues auszuprobieren, anders anzugehen und das ganze auch schriftlich zu dokumentieren. Nicht zuletzt ist er inzwischen einfach eine wichtige Gedankenstütze. Wir werdens also wohl noch ein Weilchen machen, der Kochfrosch und ich ;).

7 Jahre, das will gefeiert werden. Es gibt Partyhütchen (yeah!), Geburtstagskuchen (zum Glück ist noch Zitronenkuchen da) und natürlich.. Geschenke! In dem Fall nicht für mich, sondern für euch. Als kleines Dankeschön fürs Lesen, Kommentieren, Teilhaben.

Was wünscht ihr euch? Von was möchtet ihr mehr sehen und lesen? Gibt es Themen, die euch besonders reizen oder interessieren? (Nein, tut mir leid, der perfekte Schweinebraten wird auch nächstes Jahr nicht hier auftauchen..).

Unter allen, die ihren Kommentar (es dürfen auch nur Glückwünsche sein ;) ) bis kommenden Montag, 21. Januar hier abgeben, verlose ich 5 Überraschungspäckchen. (Emailadresse oder sonstige Kontaktmöglichkeit nicht vergessen)
Überraschung heißt: Irgendwann im Lauf des nächsten Jahres erhaltet ihr ein kleines Päckchen. Mit Selbstgemachtem, kleinen Spezialitäten aus der Gegend oder von Ausflügen, je nachdem, was mir unter die Finger kommt.

In diesem Sinne: Danke fürs Mitlesen und auf die nächsten 7 Jahre!

Montag, Januar 14, 2013

food-o-grafie #1 - Kamera und Objektive

Juhu - Food-o-grafie ist zurück! Der Event rund ums Essen fotografieren. Schon im Jahr 2008 hatte Zorra zu diesem Event geladen, schon damals hatte ich mitgemacht. Seitdem hat sich bei mir fototechnisch doch einiges getan. Höchste Zeit also, die Sache mal wieder auf den akutellen Stand zu bringen.

Im ersten Teil geht es um Kamera und Ausrüstung.


Die Kamera
Bis 2010 fotografierte ich mit einer Fujipix Finepix, einer kleinen normalen Digitalkamera. Nach dem Abschied vom Studentenleben und dem ersten halben Jahr Arbeit habe ich mir dann einen Traum erfüllt und mir eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft: eine gebrauchte Nikon D80 (das Modell gibt es nicht mehr) inkl. Kit Objektiv  AF-S Nikkor 18-135 mm 1:1.35 - 5.6G.
Die Wahl fiel relativ schnell auf diese Kamera, da meine Mutter das gleiche Modell besitzt und noch dazu ein Objektiv "abzugeben" hatte, da sie sich damals die lichtstärkere Variante gekauft hat. Ich habe mir damals auch andere Nikon-Modelle angeguckt, die einfacheren konnten aber etwas weniger als die D80 und die besseren/teureren waren a) für mich überausgestattet (ich will nicht mit meiner DSLR Filme aufnehmen!) und b) schlichtweg zu teuer. Bis heute habe ich es keinen Tag bereut, mich für dieses Modell entschieden zu haben.

Ich habe nicht wirklich viel Ahnung von Fotografie, alles ist learning by doing. Ich schleppe die Kamera allerdings wirklich viel mit mir rum - ich habe sie mir keineswegs "nur" zum Essen fotografieren zugelegt, sondern mache auch sonst ziemlich viel Fotos damit (v.a. draußen / Naturaufnahmen). Meistens fotografiere ich im Zeitautomatikmodus ("A"), manchmal auch komplett manuell.
Um einen besseren Eindruck von den Objektiven zu bekommen, werde ich nicht nur Foodfotos als Beispiele aufführen, sondern auch, was ich "sonst so" damit fotografiere.

Alle Fotos sind unbearbeitet, nur auf 3:4 Format zugeschnitten und fürs Netz verkleinert.

Die Objektive
AF-S Nikkor 18-135 mm 1:1.35 - 5.6G
Wie schon erwähnt, das Kit-Objektiv, das bei der Kamera dabei war. Qualitativ wohl eher Mittelklasse, anfangs habe ich trotzdem fast alles damit fotografiert. Heute benutze ich es v.a. auf längeren Ausflügen / Reisen, bei denen ich keine Objektive zum Wechseln mitnehmen möchte. Durch den sehr weiten Zoom-Bereich ist es vielseitig einsetzbar. Für Foodfotos benutze ich es kaum noch, war fast schwierig, ein Bild aus dem letzten Jahr zu finden, wo ich dieses Objektiv benutzt habe.

Rote Linsensuppe - 62 mm, 1/30s, f/6.3, ISO 1000

in Lissabon - 62mm, 1/1000s, f/5.3, ISO 160
Bretterschachten - 35 mm, 1/80s, f/8.0, ISO 125

AF Nikkor 50mm 1:1.8D
Müsste ich mit nur einem Objektiv auskommen - ich würde dieses wählen! Das Objektiv habe ich wie oben erwähnt von meiner Mutter geschenkt bekommen, als sie sich die lichtstärkere Variante 1:1.4 gekauft hat. 
Die Festbrennweite mit 50 mm ist sehr gut für Foodfotos geeignet, der Ausschnitt passt super, die Tiefenschärfe ist ebenfalls sehr schön. 
Anfangs habe ich das Objektiv auch nur für Essen und Portraits genutzt - das ist inzwischen ganz anders. Da es so handlich ist, nehme ich es auch gerne für unterwegs mit, damit wird selbst eine Spiegelreflex ganz leicht und "klein". Ich mag die Herausforderung, nur bestimmte Ausschnitte und Blickwinkel fotografieren zu können - so entstehen oft Bilder, die man sonst vielleicht eher nicht gemacht hätte, es lenkt den Blick eher auf Details. Noch dazu ist es recht erschwinglich, absolute Empfehlung von mir!
Sternanissirup - 50 mm, 1/25s, f/6.3, ISO 1000

Tomaten - 50mm, 1/80s, f/6.3, ISO 800

 
Novembernebel - 50mm, 1/400s, f/5.0, ISO 125
 
 
Comicsalon Erlangen - 50mm, 1/160s, f/5.0, ISO 200
 
Af-S Micro Nikkor 105mm 1:2.8 G ED
Das Monster. Das teuerste und schwerste Objektiv. Mama hats vorgemacht, ich war begeistert von der Farbbrillianz. Das man das Makro auch für Foodfotos nehmen könnte, darauf kamen wir eigentlich erst so richtig durch das Buch Plate to Pixel von Helene Dujardin, die dort recht häufig ein 105 mm Objektiv verwendet. Wieso auch nicht - muss man sich eben nur etwas weiter vom Objekt entfernen.
An meinem Fotoplatz kann ich dieses Objektiv gerade noch so nehmen, um einen ordentlichen Fotosausschnitt zu bekommen, auf dem man etwas mehr als nur Details sieht. Die Farben sind toll und es hat eine wunderschöne Tiefenunschärfe. Unterwegs hatte ich es bislang nur auf kleineren Spaziergängen in die nähere Umgebung dabei - doch auch hier eröffnet es tolle Einblicke in Details.


Grüner Spargelsalat - 105mm, 1/160s, f/6.3, ISO 160


Cantuccini - 105mm, 1/80s, f/6.3, ISO 160


Novembernebel - 1/500s, f/5.6, ISO 800


Hagebutte - 105mm, 1/500s, f/5.6, ISO 400
 
Manchmal fällt mir die Entscheidung ob 105mm oder 50mm wirklich nicht leicht - meistens teste ich nicht beide Varianten, beim gestrigen Zitronenkuchen-Shooting *g* hatte ich aber dieses Event im Hinterkopf und habe folgende Fotos gemacht:

Das "Siegerbild" - mit 105 mm und im Vergleich mit 50 mm.

Zitronenkuchen - 105mm, 1/30s, f/4.5, ISO 250
 

Zitronenkuchen - 50mm, 1/30s, f/4.5, ISO 320

Natürlich bin ich bei dem obigen Bild näher an den Kuchen rangegangen. Aus exakt gleicher Position wie mit dem 105mm Objektiv erhält man einen schönen Blick auf meinen Fotoplatz - der Fensterbank:


Zitronenkuchen - 50mm, 1/30s, f/4.5, ISO 500
 
Bei weiteren Fragen: Nur her damit! Mir hats viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die weiteren Teile des Events. Danke, Zorra!

Sonntag, Januar 13, 2013

Zitronenkuchen mit Frischkäse

So langsam gehen die letzten Plätzchen zur Neige und überhaupt: Nach der eher von Nuss und Schokolade geprägten Zeit hatte ich mal wieder Lust auf frisch, saftig, zitronig. Wie praktisch, dass da noch ein paar Eier im Kühlschrank auf Verwendung warteten. Also gestern nachmittag noch schnell ein Rezept gesucht und gleich mehrere gefunden. Ich glaube, Zitronenkuchen gibts wie Sand am Meer.. wir wollten mal ein neues Rezept ausprobieren und haben uns mal wieder auf Mamas Empfehlung verlassen: Ein Zitronenkuchen mit Frischkäse und Zitronenglasur.

Wir wollten nicht nochmal extra einkaufen gehen, daher haben wir einen Teil des Frischkäses durch Joghurt ersetzt (noch mehr Reste weg), den Zucker habe ich im Braun Mixbecher feiner gemahlen, Zitronenöl durch etwas mehr Zitronensaft ersetzt und ein Eiweiß mehr (Rest von der Königskuchenglasur) für den Eischnee verwendet.

Wir wurden nicht enttäuscht. Allein schon der Geruch nach dem Backen.. herrlich. Auch beim Anschneiden am Frühstückstisch enttäuscht der Kuchen nicht: Wunderbar saftig, flaumig und zitronig. Der Mohn gibt nette Knurpsstruktur und sieht nochmal hübscher aus. Ich glaub, das wird mein neues Standard-Zitronenkuchenrezept!

Zitronenkuchen mit Frischkäse

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Zitronenkuchen mit Frischkäse
Kategorien: Kuchen, Früchte, Picknick
Menge: 1 Kuchen

Zutaten

240GrammMehl
1Teel.Weinstein-Backpulver
1/2Teel.Salz
170GrammButter; Raumtemperatur
2Zitronen: abgeriebene Schale
1/4Teel.Zitronenöl; oder Zitronenextrakt
115GrammFrischkäse
225GrammExtrafeiner Zucker*
3groß.Eier; getrennt
2Essl.Zitronensaft; frisch gepresst
1Teel.Vanilleextrakt (oder entsprechend Vanillemark)




H GUSS
75GrammPuderzucker
Zitronensaft

Quelle

nach Carole Walter
Great Coffee Cakes, Sticky Buns, Muffins & More
Erfasst *RK* 23.03.2009 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 160°C vorheizen. Einen Rost auf die zweitunterste Schiene stellen.
Eine Kastenform (25 cm Länge) mit Backpapier auskleiden.
Mehl, Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben.
Die Butter in Flöckchen in eine weitere Schüssel geben und mit dem Handmixer cremig rühren. Zitronenschale und Zitronenöl unterrühren, dann den Frischkäse unter Weiterrühren portionsweise dazugeben, die Masse soll schön cremig werden. Nach und nach den extra feinen Zucker unterrühren, gut rühren. Nun nach und nach die Eigelbe zugeben, jedes Mal so lange rühren, bis sie vollständig inkorporiert sind.
Bei niedriger Geschwindigkeit die Hälfte der Mehl-Mischung zugeben und kurz rühren, dann Zitronensaft und Vanilleextrakt, dann den Rest der Mehl-Mischung. Nur so lange rühren, wie unbedingt notwendig.
Das Eiweiß mit einer Prise Salz in einer sauberen Schüssel cremig schlagen. Nun mit einem Gummispatel erst 1/3 vom Eiweiß unter den Teig ziehen, dann den Rest des Eiweißes.
Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und glattstreichen. Den Kuchen 70-75 Minuten backen (Stäbchenprobe).
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und aus der Form heben, auf ein Rost stellen.
Den Puderzucker mit so viel Zitronensaft verrühren, dass eine streichfähige Glasur entsteht. Den noch warmen Kuchen auf der Oberseite mit Glasur bestreichen, so dass ein bisschen etwas davon dekorativ auf den Seiten herunterläuft. Den Kuchen komplett auskühlen lassen.
Der Kuchen hält sich in Alufolie etwa 5 Tage.

Anmerkung Petra: Das Original wird ohne Zitronenguss gemacht, der passt aber ausgezeichnet.
Flaumig-saftiger zitroniger Kuchen, sehr gut Picknick-geeignet.
*ich habe normalen Zucker kurz im Thermomix gemahlen
Variante: 3 El Mohn mit in die Mehlmischung geben.

Kathi: Sehr saftiger, zitroniger Kuchen, lecker! Zucker im Braunmixer kurz feiner gehäckselt, 3 EL Mohn zugegeben, Hälfte Frischkäse durch Joghurt ersetzt.1 zusätzliches Eiweiß im Eischnee verwendet.
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