Montag, November 09, 2015

Blogklassiker neu belebt - Zupfschuedi

Paules Zupfschuedi - das war das, was man einen echten Blogbuster nennt. Ich weiß gar nicht, durch wieviele Blogs der fluffig-buttrige Hefeteig mit dem netten Namen im Jahr 2011 wanderte. Ich selbst habe ihn zwar bei Muttern gegessen, selbst gemacht habe ich ihn aber nie.

In meiner Urlaubswoche war dann aber das Verlangen nach was nettem zum Tee da, und ich habe mich an den berühmten Zupfschuedi erinnert. Dazu wird fluffiger Hefeteig mit einer Zucker-Würzmischung (Zimt, Nelke, Ingwer, Kardamom, Vanille... Paule schreibt hier die genaue Zusammensetzung ihrer Mischung auf, ich hab mich daran orientiert und die Mengen nach Laune angepasst) bestreut, in Streifen und die Streifen wiederum in Quadrate (bei mir eher Rechtecke.. wenn überhaupt ;) ) geschnitten.


Diese dann aufrecht in eine kleine Kastenform stellen, nochmal gehen lassen, mit etwas Butter und Würzzimtzuckermischung bestreuen und backen (das macht ihn exra knusprig-karamellig). Oh wie das duftet. Anschließend lassen sich die Hefestücke Scheibe für Scheibe abzupfen und genießen. In den USA läuft sowas in der Art dann unter Pull Apart Bread. Aber Zupfschuedi klingt doch so viel schöner...


Wers also damals verpasst hat - jetzt wär Gelegenheit für ne zweite (dritte, vierte..) Runde.

Paules Zupfschuedi



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Zupf-Schuedi
Kategorien: Hefeteig, Kuchen, Brunch
Menge: 1 Kastenform (22-24 cm)

Zutaten

350GrammMehl Type 550
160GrammMilch
20GrammFrischhefe
50GrammButter
30GrammRohrohrzucker
1Ei
1Teel.Salz
H FÜR DIE FÜLLUNG
70GrammSehr weiche Butter
80GrammRohrohrzucker, noch besser: Muscovado Zucker
-- (brauner, leicht feuchter Rohrzucker)
2Teel.Sweet Dreams Gewürzmischung (Zimt, Sternanis,
-- Ingwer,
-- Nelken, Vanille, Koriander)

Quelle

www.paules.lu
Erfasst *RK* 27.10.2015 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Hefe in 3 Esslöffel Milch auflösen und beiseite stellen.
Restliche Milch, Butter und Zucker erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Auf mindestens 38°C abkühlen lassen, sonst sterben die Hefekulturen ab. Ei unterschlagen.
Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Milchmischung und aufgelöste Hefe hinzufügen. Alles 4 Minuten auf Stufe 1 (von 4) kneten. Salz hinzugeben und auf Stufe 2 weitere 8 Minuten kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten ruhen lassen.
Backform einfetten und mit Mehl bestäuben.

Den Teig kurz entgasen, rund formen und 10 Minuten entspannen lassen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn zu einem 30 x 50 cm Rechteck ausrollen. Mit Butter bestreichen bzw. einpinseln. Zucker und Gewürzmischung vermischen und bis auf einen Esslöffel gleichmäßig darüber streuen. Den Teig entlang der schmalen Seite parallel in 6 gleichmäßig breite Streifen schneiden. Vorsichtig aufeinanderlegen. Diesen langen Stapel in 6 gleich grosse Häufchen schneiden. Diese parallel hochkant in die Kastenform schichten. Mit dem Pinsel, an dem noch etwas Butter haftet über die Oberfläche streichen und restliche Zuckermischung darüber streuen.
Zugedeckt an einem warmen Ort 45-60 Minuten gehen lassen, bis der Teig die Form gut ausfüllt.

Backofen rechtzeitig auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen und 30-35 Minuten backen. Falls nötig mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann entnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Bleibt mindestens 2-3 Tage saftig. Die Oberfläche ist frisch aber am knusprigsten.

K: Sehr fluffiger Hefeteig, gut zu verarbeiten. Mit Trockenhefe gemacht.
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Kommentare:

  1. Danke fürs Erinnern, den wollte ich auch schon ewig mal machen.
    (Flüstermodus an: Ob das zu Michas "DUBB-Event" passen würde? Auch wenn der Schuedi schon Blog-Buster ist/war, hast du ihn ja sozusagen wiederentdeckt ;-)

    http://salzkorn.blogspot.fr/2014/12/dubb-event-linzertorte.html

    ich bin gespannt, was Micha dazu meint .....

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  2. Lustig! Ich habe heute schon Paules Schuedi mit Quittenmus und Walnüssen zum Nachbacken vorgemerkt, da wollte ich die heute fabrizierte persische Quittenkonfitüre einsetzen :-)

    Den Zupf-Schuedi hast du ganz zu Recht wieder hervorgeholt, der schmeckt einfach fantastisch!

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    1. Na die Variante hört sich aber auch sehr fein an!

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  3. Hihi, ich habe auch gerade erst eine Schuedi-Variante gebacken. Es muß an der Jahreszeit liegen :)

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    1. Absolut! Herbstzeit ist Schuedizeit :D.

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  4. Der Herbst ist zwar schon lange vorbei, aber ich habe mich heute an das Schuedi-Rezept erinnert und für den Nachmittagsbesuch gebacken. Große Klasse! Ich war zwar etwas zu großzügig mit der Bitter, so dass er nicht so knusprig geworden ist, aber trotzdem super. Danke für die Inspiration!
    LG von Conni

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    1. Och, Zupfschuedi kann man das ganze Jahr durch essen, da bin ich ganz deiner Meinung Conni :). Freut mich, wenns geklappt und geschmeckt hat!

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