Dienstag, September 25, 2007

Herzerwärmender Linseneintopf

Oh wie ich früher Linsen so gar nicht mochte! Und heute liebe ich sie - in allen Varianten. Und habe so auch wieder ein Gericht entdeckt, dass ich früher verschmäht habe. Der gute alte schwäbische Linseneintopf mit Spätzle. Selbstgemacht natürlich.

Für uns Kinder bedeutete das damals: Spätzle mit Würstchen und Ketchup (auch wenn meine Mutter dann doch das Gesicht etwas verzog - heute versteh ichs ;) ).

Eigentlich ist gar nicht so viel drin, ein wenig Möhre, Sellerie, Lauch und Kartoffel, etwas Rotwein und ganz wichtig - der Schuss Essig zum Schluss. Wenn man sich dann in der Zeitplanung mal wieder etwas vertan hat, macht das bei diesem Gericht glücklicherweise nichts - die Linsen warten auch, so lange die Spätzle noch geschabt werden.

Ebendiese sind zwar noch etwas verbesserungswürdig - aber dafür mit Herzblut gemacht und eigenhändig vom Brett "geschabt" (irgendwie liessen sich die letztens viel besser schaben, irgendwas haben wir wohl falsch gemacht). Gut geschmeckt haben sie trotzdem. Wie früher halt :).

Passenderweise läuft zur Zeit auch noch das Linsenevent - da werd ich dann den Beitrag wohl auch noch einreichen..

Schwäbische Linsen mit Spätzle



========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2

Titel: Schwaebische Linsen mit Spaetzle
Kategorien: Huelse, Linse, Wurst, Nudeln, Schwaben
Menge: 4 Portionen

========================= LINSENGEMUESE =========================
250 Gramm Tellerlinsen
1 Ltr. Bruehe, kraeftig
1 Lorbeerblatt
2 groß. Kartoffeln
1 Moehre
1 Lauchstange
1 groß. Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/4 Sellerieknolle
2 Essl. Butter
; Salz
50 ml Rotwein
; Pfeffer
Petersilie
Essig zum Abschmecken

=========================== SPAETZLE ===========================
6 Eier
400 Gramm Mehl
; Salz
; Wasser, wenig nach Bedarf

============================ EINLAGE ============================
4 Paar Wiener Wuerstchen

============================ QUELLE ============================
modifiziert nach
Ratgeber Essen + Trinken
WDR, Sendung v. 5.2.1989
erfasst von Petra
Holzapfel

Die Linsen mit der Bruehe bedecken , das Lorbeerblatt und die
kleingewuerfelten rohen Kartoffeln beifuegen. Zugedeckt etwa 25-30
Minuten fast weich kochen. Ab und zu probieren: Die Linsen sollen
noch Biss haben, duerfen auf keinen Fall zerfallen. In der
Zwischenzeit das Wuerfelgemuese putzen und in linsengrosse Wuerfel
schneiden: Zunaechst laengs in feine Streifen, dann mit einem
grossen Messer quer in Wuerfel schneiden. In einer Pfanne anduensten,
dabei salzen. Sie duerfen dabei nicht braeunen. Zu den Linsen fuegen,
den Wein einruehren, leise etwa 10 Minuten koecheln, damit sich die
Aromen miteinander verbinden und damit die Kartoffelwuerfelchen sich
endgueltig aufloesen und die Suppe eindicken koennen. Dann die
Wiener Wuerstchen in der Suppe erwaermen. Mit Salz, Pfeffer und
Essig abschmecken. Reichlich feingehackte Petersilie unterruehren.
Fuer die Spaetzle Eier, Salz und Mehl mit einem Holzloeffel
verruehren, dabei evt. soviel Wasser zugeben, dass ein glatter,
schwerer Teig entsteht. Diesen so lange schlagen, bis er seidig
wirkt und Blasen wirft. Von einem Holzbrettchen in duennen Streifen
in kochendes Salzwasser schaben oder durch ein Spaetzle-Sieb
druecken. Portionsweise arbeiten. Oben schwimmende Spaetzle sind gar.
Mit einer Schaumkelle herausheben. In heissem Wasser, dass in einer
grossen Schuessel bereit stehen sollte, spuelen, damit sie nicht
zusammenkleben. Schliesslich gut abgetrockenet auf einer Platte im
Ofen warm stellen.

Kathi: Köstlich & wie früher!
=====

Kommentare:

  1. muss echt gestehen noch nie so einen linseneintopf gegessen zu haben. muss wohl an meinen portugiesischen eltern liegen. da gibts mehr bohnen und kichererbsen. naja. schaut sehr lecker aus und die spätzle hätt ich nicht besser hingebekommen.
    PS:habe auf der wiesn eine gothic-dame gesehen mit schwarzem dirndl, schwarzer schürzer und schwarzer bluse... aber sah irgendwie cool aus.

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  2. Sieht lecker aus, aber ich glaube dafür muss man schwäbische Gene haben... ;) ich esse meinen Linsen gern mit Würstl, aber ohne Spätzle.

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  3. Schön, dass Ihr den eintopf gekocht habt - den gibt's bei uns sicher auch bald mal wieder. Bin beeindruckt von den geschabten Spätzle!

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  4. @Foodfreak: Eigentlich sollte ich ja schon eine paar schwäbische Gene mitbekommen haben - aber vielleicht waren einfach nicht diejenigen dabei, die fürs Spätzle schaben verantworlich sind?

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  5. Hmmm ....
    eines meiner Leibgerichte!
    LG

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  6. Das braucht viel Übung, bis man das mit dem Spätzleschaben hinbekommt, nicht verzagen! Meint jedenfalls meine Mutter immer, ich hab mich da ja noch nie drangewagt.

    Mhmm, Spätzle mit Linsen und Saitenwürstle... hab ich früher immer beim Urlaub auf der Alb gegessen, sehr lecker!

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  7. Mmmhmm, schön! Ich mag das sehr gerne!!!

    Die schwäbischen Gene habe ich, aber ans Spätzle-Schaben habe ich mich noch nie rangewagt, Deine sehen echt gut aus und waren bestimmt lecker!

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  8. sowas ähnliches gabs bei uns auch als wir Kinder waren - ich mochte es immer sehr gern und mag es heuter noch - nur ausser mir leider niemand mehr ...
    danke fürs mitmachen!

    astrid

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  9. Hallo Kochfrosch!

    Ich muss ja gestehen, dass ich bis vor kurzem auch kein großer Freund von Linsen war, aber ich habe meine Meinung geändert. Die Kombination mit den Spätzle war mir absolut unbekannt aber heute habe ich sie nachgekocht (mit selbst geschabten Spätzle -zum ersten mal!!) und ich bin begeistert. Richtig, richtig lecker! Und vor allem ein Essen falls das Geld mal knapp wird!

    Viele Grüße
    Marie-Pascale

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