Montag, Oktober 28, 2013

Auf der großen Schachtenwanderung

Ich hatte es schon angedeutet - ich hatte vor kurzem Urlaub, ein paar Tage davon habe ich auch in der alten Heimat, im Bayerwald verbracht. Ein absoluter Höhepunkt war die große Schachtentour - eine wunder- wunderschöne Wanderung, besonders im Herbst. Wir hatten traumhaftes Herbstwetter und sind gleich morgens aufgebrochen - immerhin liegen ca. 22-23 km vor uns.

Start der Wanderung ist der Wanderparkplatz in Buchenau, hier kann man auch nochmal gut einen Blick auf die Karte werfen:


Anfangs folgt man dem Wegweiser Pestwurz. Nur anfangs geht es erst noch gemäßigt, dann etwas steiler durch Buchen-, später Fichtenwald. Die Sonne bricht gerade durch die Bäume, fast magisches Licht.


Schon öffnet sich der Wald und man steht auf dem ersten Schachten der Tour, dem Lindberg-Schachten, der voller Heidelbeerpflanzen ist, die sich in schönstem Rot verfärben.

Schachten sind alte Hochweiden, die v.a. nach dem 30-Jährigen Krieg geschaffen wurden und bis etwa Mitte des letzten Jahrhunderts beweidet wurden.





An der Hirschbachklause: Ruhiges, dunkles Wasser, in dem sich der blaue Himmel spiegelt. Ab hier sieht man auch schon wieder die Windwurfflächen mit den umgestürzten und kahlen Bäumen.


Auf den Kohlschachten (1150m) - für mich der schönste Schachten der Wanderung. Das gelbe Steppengras und die teilweise bizarr geformten, einzeln stehenden Bäume sind einfach nur wunderschön anzusehen.


Anschließend gehts über Bohlenwege durchs Zwieselter Filz - ein Hochmoor. Zwischen Mooraugen, Latschenkiefern und roten Heidelbeersträuchern kommen wir auch am Latschensee vorbei, dem größten Moorsee des Bayerischen Waldes (so besonders groß ist er aber nicht). Einmal hinsetzen und tief durchatmen.



Hochschachten - von hier hat man Blick zu Kleinem und Großen Arber.



Anschließend gehts über einen der größten Schachten, den Almschachten. Hier wurden sogar Butter und Käse hergestellt, d.h. es führten auch etwas breitere Wege zur Weide.


Danach noch ein kurzer Abstecher zum verlorenen Schachten - hier liegt Tschechien ganz nah, genauer gesagt, am Ende der Wiese. Ansonsten ist dieser Schachten aber am wenigsten beeindruckend, der Aufstieg muss nicht unbedingt sein.
Dann beginnt auch schon der Abstieg über breite Forstwege, man quert noch den kleinen Regen und gelangt so zur Trinkwassertalsperre Frauenau.
Der wohl etwas schönere Weg führt auf der linken Seite der Talsperre entlang, wir wählen den etwas kürzeren, rechts herum. Ca. 2 km gehts jetzts auf der Straße dahin.. das zieht sich etwas ;). Hat man diese Gebilde im Blick, ists fast geschafft.


Über einen nochmal sehr schönen Weg, anfangs durch Buchenwald, später auf einem mit alten Bäumen gesäumten Weg zwischen Weiden hindurch (Markierung: Glassteig) gehts dann in ca. 3 km zurück nach Buchenau. Einkehr wohlverdient!


Fazit: Eine sehr abwechslungsreiche Wanderung mit faszinierender und traumhaft schöner Natur. Wir sind den Weg an einem Wochentag gegangen und waren fast allein, gerade mal am Latschensee sind wir auf ein paar andere Gruppen gestoßen.
Die Wanderung ist an sich nicht schwierig und verläuft ab den Lindbergschachten ohne größere Anstiege - nur ist sie eben lang, etwas Kondition sollte man daher schon mitbringen. Einkehrmöglichkeiten gibt es keine - also Brotzeit mitnehmen und abends aufs Wirtshaus* freuen.

Gesamtlänge: ca. 22 km, Dauer: Angegeben sind 7  Stunden, wir brauchten in eher langsamen Tempo mit Brotzeit, Kuchen- und vielen Fotopausen eher 8. 

Eine genauere Tourbeschreibung findet sich z.B. auch hier.

*Gasthof zum Latschensee
Buchenau 65, 94227 Lindberg
Tel. 09926-291
 Kein Ruhetag, warmes Abendessen gabs für uns genau richtig ab 17.30 Uhr. Vorher Brotzeiten - gut und ziemlich günstig.

Montag, Oktober 21, 2013

Kartoffelsuppe mit Pfifferlingen

Nun ists auch bei mir eingezogen, das Kochbuch, an dem in der Foodbloggerszene (ey, Szene, ey!) zur Zeit quasi nichts vorbeigeht: Deutschland vegetarisch - die Rezepte stammen vom allseits bekannten Stevan Paul, Herausgeberin ist, wie auch schon beim Vorgänger Österreich vegetarisch Katharinsa Seiser.

Ein schönes Buch! Edler Einband mit Prägedruck und Leinenbindung, das Papier greift sich schön, die Bilder sind matt und genau nach meinem Geschmack. Dazu noch 3 Lesebändchen, Steph vom Kuriositätenlade ist zurecht begeistert. Dort kann man auch eine hübsche Rezension lesen, ich beschränke mich daher jetzt aufs Nachkochen (sehr schön: die Rezepte sind nach Jahreszeiten eingeteilt, so weiß man gleich, wo man mit dem Schmökern beginnen sollte).

Los gehts mit einer herbstlichen Kartoffelsuppe mit Pfifferlingen (ich weiß leider nicht genau, ob es noch welche gibt auf dem Markt, ich habe die Suppe vor fast zwei Wochen gekocht. Kam dann aber nicht zum Bloggen, denn ich hatte Urlaub: Musste ein bisschen krank sein, auf die Buchmesse fahren und in den Bayerischen Wald und Freunde in Lindau besuchen).

Falls man also noch welche kriegt: Ruhig nachkochen, die Suppe ist köstlich! Die Suppe selbst hält sich dezent im Hintergrund, ohne langweilig zu sein, so kommen die Pfifferlinge richtig schön zur Geltung. Bei uns gabs die ganze Menge Pifferlinge für zwei, das war auch durchaus angebracht so.

Das Rezept verlangte nach Gemüsebrühe, die habe ich dann recht spontan auch noch selber gekocht, erschien mir angebracht. Das Brüherezept aus Deutschland vegetarisch röstet Zwiebeln mit Schale erst kräftig an, bevor sie in die Suppe wandern, das gibt hübsche Farbe und Geschmack - merk ich mir. Außerdem gefällt mir der Tipp sehr gut, Gemüsereste zu sammeln und dafür zu verwenden. Könnte man glatt machen, wenn man das wochenendliche Gemüsebrühe-Kochen zur Tradition erheben würde. Wäre eine schöne Tradition, ich überleg mir das.

Da ich keine Reste hatte und auch kein fertig zusammengestelltes Suppengrün, habe ich eben etwas mehr von typischem Suppengemüse beim Stand gekauft und verwendet. Feine Sache!

Kartoffelsuppe mit Pfifferlingen



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffelsuppe mit Pifferlingen
Kategorien: Suppe, Vegetarisch
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H FÜR DIE KARTOFFELSUPPE
1Zwiebel
500GrammMehlig kochende Kartoffeln
40GrammButter
800GrammGemüsebrühe (K: Gemüsebrühe aus Deutschland
-- vegetarisch)
200mlSahne
2ZweigeMajoran (wahlweise 1 Messerspitze getrockneter
-- Majoran) (K: getrocknet)
Salz
Weisser Pfeffer aus der Mühle (K: schwarzer
-- Pfeffer)
Spritzer trockener Weisswein
H FÜR DIE GEBRATENEN PFIFFERLINGE
200GrammPfifferlinge (K: 200 g für 2 Pers.)
2Essl.Sonnenblumenöl
Salz
Weisser Pfeffer aus der Mühle (K: schwarzer
-- Pfeffer)
EinigeHalme Schnittlauch (K: mehr)

Quelle

Stevan Paul, Katharina Seiser - Deutschland vegetarisch
Erfasst *RK* 21.10.2013 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Für die Suppe
Zwiebel fein würfeln, Kartoffeln schälen und sehr fein würfeln. Butter in einem Topf schmelzen, Zwiebel- und Kartoffelwürfel darin glasig dünsten. Mit Brühe und Sahne auffüllen und offen 20 Minuten kochen. Majoranblättchen abzupfen, fein schneiden und unterrühren. Suppe mit Salz, Pfeffer und Weisswein abschmecken.
Pfifferlinge putzen, grössere Pilze längs halbieren. Pilze in einer Pfanne in heissem Öl 2 Minuten scharf braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Schnittlauch in Röllchen schneiden und mit den Pilzen zur Suppe geben.
Varianten
Die Suppe erhält eine schöne leichte Bindung durch die Kartoffelwürfel. Für Kartoffelcremesuppe können Sie die Suppe nach Ablauf der Garzeit einfach mit dem Schneidstab pürieren und bei Bedarf unter Zugabe von zusätzlicher Brühe oder Sahne auf die gewünschte Konsistenz bringen. Die Suppe schmeckt auch sehr gut mit anderen gebratenen Pilzen, die Sie je nach Marktangebot mischen können.
Getränk: trockener Weisswein
K: Schöne Kartoffelsuppe, die sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängt - so kommen die Pifferlinge richtig gut zur Geltung.
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==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Kräftige Gemüsebrühe (Deutschland vegetarisch)
Kategorien: Suppe, Brühe, Basisrezept, Vegan, Vegetarisch
Menge: 1 ,5 Liter

Zutaten

2Zwiebeln
1BundSuppengrün (Möhre, Sellerie, Petersilie, Lauch)
-- (K: Mengen s. unten)
2Tomaten
200GrammGemüsereste (s. Tipp) (K: Mengen s. unten)
2Getrocknete Steinpilze
2Getrocknete Tomaten
2Lorbeerblätter
1Knoblauchzehe
1/2Teel.Edelsüßes Paprikapulver
1Teel.Senfsaat
1Teel.Getrocknetes Bohnenkraut
1Teel.Weiße Pfefferkörner (K: schwarz)
1/2Teel.Salz

Quelle

Stevan Paul - Deutschland vegetarisch
Erfasst *RK* 21.10.2013 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Zwiebeln längs halbieren und mit Schnittflächen nach unten in eine Pfanne setzen. Pfanne auf den Herd stellen, Schnittflächen sehr dunkel bräunen. Mit Schale in einen Topf geben (das gibt zum einen Röstaroma, zum anderen eine schöne Farbe!).
Suppengemüse, Tomaten und Gemüsereste gründlich waschen, grob strückeln und ebenfalls in den Topf geben. Steinpilze, getrocknete Tomaten und Gewürze zugeben, mit 2 l kaltem Wasser auffüllen. Salz zugeben.
Bei milder Hitze langsanm aufkochen und offen 15 Minunten leise simmern lassen. Vom Herd ziehen und komplett auskühlen lassen. Kalte Brühe durch ein feines Sieb passieren.
Fertige Brühe entweder direkt weiter verwenden oder bis zu 4 Tage im Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren. Sie lässt sich auch in Gefrierboxen einfrieren.
Tipp: Gemüsereste kann man in einem verschließbaren Behälter im Kühlschrank sammeln: Schalen (z.B. Möhren, Spargel, Sellerie, Rüben und Wurzeln), Strunke (z.B. Lauch, Kohlrabi, Brokkoli, Zwiebeln), Stiele von Gartenkräutern und Gemüseabschnitte (auch von Pilzen) lassen sich 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Nicht geeignet sind Kartoffelschalen, Sprossen, Kresse, Rote-Bete-Reste.
K: Ich hatte keine Gemüsereste und auch kein fertiges Suppengrün. Einfach etwas mehr normales Gemüse verwendet: 1/2 Sellerie, 2 Lauch, 3 Möhren, 1/2 Bund Petersilie, Pastinake.
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Donnerstag, Oktober 03, 2013

Herbstfrühstück deluxe

Auf dem Nürnberger Markt gibt es einen Pilzstand, der zur Zeit schier überbordende Auslagen bietet. In Scharen bleiben die Leute stehen und gucken, fotografieren, kaufen. Allerlei Pilze aus der Oberpfalz werden angeboten, ich konnte auch nicht vorbeigehen. Ist zwar ein kleiner Luxus, aber so fürs Wochenende, da gönn ich uns das schonmal.

Und glücklicherweise waren es dann ein bisschen viel Pfifferlinge fürs geplante Essen (Gebratene Pilze mit Polenta und Kräuterpesto aus dem Essen & Trinken Spezialheft Vegetarische Lieblingsgerichte). So, dass es am nächsten Morgen rief: Luxus-Frühstück!

Rührei mit gebratenen Pifferlingen und Tomaten


Pifferlinge und ein paar verlorene Steinpilzrestchen anbraten, salzen, pfeffern, beiseite stellen. Tomatenwürfelchen anbraten, zur Seite schieben. Ein cremiges Rührrei machen, Pilze dazu, Schnittlauch drüber. Alles auf eine Scheibe geröstetes Bauernbrot häufen und wonnig seufzen.

Nicht wirklich ein Rezept, aber vielleicht eine kleine Anregung..?

Mittwoch, Oktober 02, 2013

Schnelle Scones

Hier mal wieder ein praktisches Rezept, wenn die Kuchenlust packt, aber kein Kuchen da ist (die Kuchenlust aber eilig ist. Kuchen backen ist keine Option!) Die Alternative heißt: Scones. Wollte ich schon ewig backen, seit *hust* 2009 liegt das Rezept von Nicky, delicious days, in der Datenbank. Also, heute ist der Tag.

Nicky veranschlagt 10-15 Minuten für die Herstellung - länger brauch ich auch nicht, ich mach den Teig im Food-Processor, der bei meinem Braun-Pürierstab dabei war, es geht aber auch von Hand (z.B. bei Anke).

Der Teig darf ruhig noch etwas feucht sein und sollte auf keinen Fall zu viel geknetet werden, sonst werden die Scones eventuell zu hart. Das will niemand, also nehmen wir lieber ein etwas rustikales Aussehen in Kauf.

Schon nach 13 Minuten im Ofen duftet es nach Frischgebackenem und die Scones sind fertig. Schnell aufschneiden, einen Klecks Butter drauf, der noch schmilzt und etwas Erdbeermarmelade.. Außen knusprig-bröselig innen fluffig-saftig. Super, kommt ins Repertoire. Eignet sich auch fürs spontane "besondere" Frühstück am Wochenende.


Übrigens: Bei Nicky gibts praktisch die step by step Anleitung mit ganz vielen Bildern, da geht defintiv nix schief!

Nickys Scones mit Cranberries und Rosinen


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Nickys Scones mit Cranberries und Rosinen
Kategorien: Scones, Brot, Frühstück
Menge: 6 bis 10 Scones

Zutaten

200GrammMehl
1 1/2Teel.Backpulver
2 1/2Essl.Zucker
1/2Teel.Salz
60GrammKalte Butter
50GrammGehackte Cranberries und Rosinen (oder andere
-- Trockenfrüchte)
140-150GrammMilch oder Buttermilch (K: Reismilch)
H ZUM BEPINSELN
1Eigelb
1Essl.Milch
H ZUM SERVIEREN
Butter oder Clotted Cream
Erdbeermarmelade

Quelle

www.deliciousdays.com
Erfasst *RK* 11.05.2009 von
Kathi Holzapfel, übersetzt September 2013

Zubereitung

Den Ofen auf 220°C vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig kann man entweder von Hand oder in einem Foodprocessor machen - ich benutze meinen Food Processor, der beim Braun Mixer mit dabei war.
Food Processor:
Mehl, Backpulver, Zucker und Salz kurz pulsen, damit sich alles vermischt. Die sehr kalte Butter in Stückchen schneiden und zufügen, 4-5 Mal pulsen, so dass nur noch kleine Butterstücken (kleiner erbsengroß) vorhanden sind. Trockenfrüchte dazu, 1-2 mal pulsen. Dann die Milch dazu und nochmal kurz mixen, so dass nirgendwo mehr große trockene Bereiche sind. Der Teig darf ruhig noch etwas feucht sein.
Von Hand:
Mehl, Backpulver, Zucker, Salz in einer großen Schüssel mit einem Löffel verrühren. Die sehr kalte Butter in kleinen Stückchen zufügen und mit den Fingerspitzen mit den trockenen Zutaten verreiben, so dass man keine größeren Butterstücke mehr sieht. Die Trockenfruchtstücke zufügen, umrühren, anschließend die Milch zugeben und kurz umrühren.
Den Teig auf ein gut bemehltes Blech geben, bemehlen und sehr kurz kneten (3-4 Mal sollten langen!) um eine fluffige Krume zu bekommen (wird der Teig zu viel geknetet werden die Scones hart). Zu einer Scheibe klopfen (ca. 3 cm hoch), mit einem Glas oder Ausstecher mit etwa 6 cm Durchmesser runde Plätzchgen ausstechen, dabei den Ausstecher nicht zu viel drehen, sonst gehen die Scones evtl. nicht so gut auf. Den übrig bleibenden Teig habe ich einfach so zu einem etwas wilden Scone zusammengedrückt.
Das Eigelb mit Milch verquirlen. Die Scones auf das Backblech setzen und mit der Eiermilch bestreichen. 13-15 Minuten backen, bis die Scones aufgegangen und goldgelb sind. Auf einem Abkühlgitter etwas auskühlen lassen.
Am besten noch warm mit Butter / Clotted Cream und Erdbeermarmelade genießen.

Kathi: Sehr schnell gemacht (Food Processor), dauert vielleicht 10-15 Minuten. Außen knusprig-bröselig, innen saftig-fluffig - super. Ergab bei mir ca. 10 Scones, hängt halt von der Größe des verwendeten Aussteches ab.
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Montag, September 30, 2013

Parmesan-Pfeffer-Biscotti

Wie ich letztes Wochenende die Tomatenmarmelade auspackte, fiel mir irgendwie ein, dass Mama schon mal von Parmesankeksen zu einer Tomatenmarmelade gesprochen hatte. Die Idee gefiel mir außerordentlich gut, ich hatte gerade noch ein bisschen Zeit - also stand spontaner Parmesankeksbackerei nichts mehr im Wege. Fast nichts. Denn ich fand irgendwie das Rezept nicht mehr. Dafür stieß ich auf Parmesan-Pfeffer-Biscotti, die ursprünglich von Petra von Foodfreak stammten.

Nun, Pfeffer und Parmesan zu Tomatenmarmelade klang auch nicht so verkehrt, Zutaten waren alle im Haus, also gleich losgelegt. Der Teig ist wirklich schnell zusammengerührt und lässt sich problemlos verarbeiten. Nur bis die Kekse knusprig waren, haben sie bei mir etwas länger benötigt. Einfach immer mal wieder in den Ofen gucken!

Schon beim Backen erschien mir die von Herrn Kochfrosch präsentierte Pfeffermenge recht üppig, daher hatte ich sie schon etwas reduziert. Der erste Geschmackstest ergab: Holla, hätt ich durchaus noch mehr reduzieren können. Im Gespräch mit Herrn Kochfrosch ergab sich auch die Lösung: "Ja.. drei Esslöffel erschienen mir auch etwas viel." - "Drei??" - Hm. Im Rezept stehen 1 1/2. Das ist vermutlich dann ok. Ich würde das nächste mal eher zu 1 EL tendieren. Ansonsten schmecken die Biscotti aber sehr gut.


Ganz einfach pur, zum Wein, mit Tomatenmarmelade.
Und inzwischen habe ich auch das ursprünglich gesuchte Rezept gefunden: Es handelt sich um Parmesan-Lorbeer-Kekse. Die hat aber nicht Mama verbloggt (mir nur mal davon erzählt), sondern Ilka. Rätsel gelöst.

Parmesan-Pfeffer-Biscotti


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Parmesan-Pfeffer-Biscotti
Kategorien: Backen, Gebäck, Pikant, Käse
Menge: 1 Rezept

Zutaten

1 1/2Essl.Ganze schwarze Pfefferkörner
4TassenMehl, plus mehr zum Bearbeiten
2Teel.Backpulver
2Teel.Salz
135GrammParmigiano-Reggiano, fein gerieben (2 1/4 cups -
-- 4 1/2 oz)
3/4TasseKalte ungesalzene Butter, in 1-cm-Würfeln (1 1/2
-- sticks, bei mir knapp 160 g)
4groß.Eier
240mlVollmilch
H







Quelle

Gourmet, December 2006
übersetzt, ausprobiert und
Erfasst RK 25.12.2006 von
Petra Hildebrandt

Zubereitung

Ofen auf 175 Grad C vorheizen. Pfeffer grob mahlen (zerstoßen). Vom Käse 2-3 EL voll beiseite stellen.
Mehl, Backpulver, Salz, übrigen Käse und 1 Esslöffel vom Pfeffer in einer großen Schüssel vermischen, Butter einarbeiten bis das Ganze an eine grobkrümelige Mehlmasse erinnert. 3 Eier mit der Milch verschlagen, mit einer Gabel unterrühren und alles zu einem weichen Teig verarbeiten.
Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, mit bemehlten Händen zu vier gleich langen, etwas abgeflachten Rollen formen (ca. 5 cm breit und 2 cm hoch). Rollen auf zwei ungefettete Backbleche setzen (Kathi: Backpapier!). Das restliche Ei verquirlen, Rollen damit bestreichen, dann mit dem beiseite gestellten Käse und restlichen Pfeffer bestreuen.
30 Minuten backen, dabei Bleche einmal um 180 Grad drehen. 10 Minuten abkühlen lassen, Ofentemperatur auf 150 Grad C reduzieren.
Die Teigstücke mit einem Wellenschliffmesser in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, in jeweils einer Ebene auf zwei Backbleche verteilen und 35-45 Minuten backen, dabei einmal alle Biscotti umdrehen. Abkühlen lassen.
Halten sich in einer fest verschlossenen Dose bis zu zwei Wochen. Gut zu Wein. Mengenangabe: 5-6 dozen (ist realistisch).
NOTIZEN:
Pfeffer im Mörser zerstoßen. Kräutersalz statt Salz. Parmesan ergibt bei 4 1/2 oz keine 2 1/4 cups, jedenfalls nicht mit meiner Reibe.
Ausgezeichnet, einfach.
Anmerkung Petra: wirklich ein Super-Rezept. Ich habe die Biscotti beim zweiten Backen auf einem Blech aufrecht hingestellt - da standen sie ziemlich eng und brauchten deutlich länger, ich habe sie am Schluss doch noch liegend zu Ende gebacken.

Kathi: Ergab 2 Bleche, liegend gebacken, aber tortzdem deutlich länger, immer mal wieder gucken! Evtl. reicht 1 EL Pfeffer (wir haben 2-3 erwischt.. das ist zu viel!). Pfeffer gemörsert.
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Dienstag, September 24, 2013

Herbstausflug zum Walberla

Am Wochenende erbarmte sich das Septemberwetter endlich mal und lud zu einem Ausflug Richtung Fränkische Schweiz ein. Kein besonders originelles Ziel, aber doch immer wieder schön (und der letzte Besuch ist Jahre her): Das Walberla, oder zu  hochdeutsch: Ehrenbürg (bezeichnet eigentlich den Komplex aus Rodenstein und Walberla lerne ich gerade). Ein Besuch lohnt sich v.a. auch im Frühling, das Gebiet gehört zum Naturschuztgebiet Ehrenbürg und beherbergt auf dem Trockenrasen teilweise seltene Orchideenarten. Vor ein paar Jahren waren wir mit der Uni schon zur Botanikexkursion hier. Nicht, dass ich mich noch an sonderlich viel erinnern würde..

Zwischen Hecken aus Mehlbeeren, Weißdorn und Hagebutten windet sich der Weg nach oben, dort angekommen den Wind um die Nase pfeifen lassen, den Drachen zugucken, Brotzeit (Parmesan-Pfeffer-Biscotti, Rotweinkuchen) machen, den Ausblick genießen, die Felsformationen bewundern.. immer wieder schön. Wenn auch nicht ganz einsam.









Hecken, Blick von Rodenstein aufs Walberla, Brotzeit, Walpurga-Kapelle, Zwetschgenverkauf am Wegesrand

Walberla
Wanderparkplätze in Kirchehrenbach, z.B. zu erreichen über Forchheim

Montag, September 23, 2013

Geschenke aus dem Internetz

Wir wissen ja alle: Internetz ist anonym und groß und wild und böse..
.. glücklicherweise weiß ich schon lange, dass dem nicht (nur?) so ist und deshalb freue ich mich ganz besonders über zwei Aufmerksamkeiten von lieben Leuten, die ich übers große Netz kennengelernt habe. Und das vor Jahren schon.

Und zwar postete ich ein genähtes Täschchen hier, darauf entspann sich ein Deal zwischen Fait und mir - ein Täschen für Fait, eine Überraschung für mich. Und Mittwoch kam die Überraschung an: Ein Paket voll Foto-Props (klar nicht nur zum Fotografieren gut, auch zum davon essen ;). Fait hat die Flohmärkte gestürmt, die Nähmaschine angeschmissen und mir ein richtig tolles Set zusammengestellt. Dazu gabs dann noch ein kleines Rezeptheftchen, mit Rezepten, die ganz verführerisch klingen. Die roasted garlic soup gibts auf alle Fälle demnächst hier - im Hause Kochfrosch! Vielen lieben Dank!



Und als ob das nicht schon Geschenk genug gewesen wäre, nein, Samstag erreichte mich ein zweites Päckchen, diesmal mit Inhalt vom lieben Salbeiritter. Vor ein paar Monaten ging es mal um Tomatenverwertung, ich schickte ein paar Links.. und bekam nun ein Ergebnis der Verwertung frisch auf den Tisch: Tomatenmarmelade. Seehr spannend. Ich habs schon getestet. Fruchtig, lecker. Herr Kochfrosch findet, es schmeckt so ähnlich wie Hiffenmark, ich mags zu Parmesan-Pfeffer-Biscotti (demnächst in diesem Blog). Hoorray und Danke Dirk :).


Donnerstag, September 19, 2013

Herbstfrühstücksliebe.

Wenn es draußen Grau wird und kühl, dann durchbrech ich meine Honigsbrotfrühstücksroutine. Mit Porridge. Mochte ich früher gar nicht. Und seit einer Woche bin ich süchtig.


Ca. 5 EL feine Haferflocken / normale kernige Müslimischung in etwas Hafermilch aufkochen und noch ein bisschen quellen lassen. Dazu frisches Obst: Zwetschgen, Nektarinen, Brombeeren, gewürfelte Äpfel (die auch gerne mitgekocht). Ein Klecks Naturjoghurt und eine Prise Zimtzucker. Mehr brauchts nicht für den perfekten Start in den Tag.

Hallo Herbst.





Montag, September 16, 2013

Über den Tellerrand hinaus: Offen auf AEG

Ab und zu gehts hier ja auch mal um was anderes als Essen. Diesmal: ein bisschen Kunst. Und alte Fabrikhallen. Gute Kombination!


Vergangenes Wochenende öffnete das ehemalige AEG Gelände in Nürnberg die Pforten, lud ein zu Offen auf AEG: offenen Ateliers, Werkschau der ansässigen Künstler und weitere Ausstellungen. Und das alles kostenlos.
Wer Lust hat, mal ein bisschen weiter über den Tellerrand zu blicken - viele der Ausstellungen sind noch bis zum 12. Oktober zu sehen (u.a. die sehr sehenswerte Werkschau "So nah, so fern" und die Ausstellung des APT Institute "Caution: Things may appear different than they are"). Installationen, Bilder, Skulpturen, Fotografien und viel Industrieverfall.







AEG Gelände
Muggenhofer Straße 135, Zugang auch über Fürther Straße
U-Bahn Haltestelle Eberhardshof
90429 Nürnberg
APT Institute / Werkschau u.a. 14. September - 12. Oktober
http://kunstaufaeg.de

Montag, September 09, 2013

Tomatensalatideen: Tomaten mit Kapern

Zur Zeit gibts die besten Tomaten - kein Wunder also, dass wir uns hier fast nur noch von den roten Köstlichkeiten ernähren. Darum hier eine kleine Gedankenstütze für einen weiteren Salat - mal was anderes als mit Mozzarella oder ganz pur: Mit Kapern und Zitronen. Frisch, schnell, lecker. Nur Kapern muss man mögen ;).


Tomaten waschen, Strunk herausschneiden und in Scheiben schneiden. Auf einem Teller (oder, wenns zum Mitbringen sein soll auch in einer Auflaufform..) verteilen. Knoblauch fein hacken und über den Tomaten verteilen. Zitrone heiß abwaschen und die Schale fein abreiben, über den Tomaten verteilen. Ca. 1 EL  Zitronensaft und 2 El gutes Olivenöl über die Tomaten träufeln. Kapern nach Belieben darüberstreuen. Mit Meersalz und Pfeffer würzen. Dazu gibts frisches Ciabtta. Und mehr brauch ich nicht.

Danke an Barbara für die Idee!

(Und morgen gibts dann Tomatensalat mit Limette, Koriander, Chili und Kichererbsen. Und ihr so? Was sind eure liebsten Tomatensalate?)