Samstag, April 27, 2013

Rhabarber-Vanille-Sirup

Juhu, es ist Rhabarberzeit! Auf dem Markt lockte wunderschöner rotstieliger Himbeerrhabarber, also beschloss ich spontan, am Wochenende die Saison mit dem besten Rhabarberkuchen der Welt (für mich ;) ) einzuläuten.

Als ich mit meinem Schatz nach Hause kam, hatte Herr Kochfrosch allerdings schon einen Kuchen gebacken. Ich esse gerne Kuchen, aber zu zweit zwei Kuchen am Wochenende ist vielleicht doch ein bisschen viel. Also musste eine zweite Verarbeitungsart her. Spontal fiel mir nur Sirup ein.. Ich habe vor zwei Jahren schonmal welchen gemacht, der hat sich mir aber nicht langfristig ins Hirn gebrannt, also wollte ich diesmal ein anderes Rezept auswählen. Nach kurzen Internetrecherchen hatte ich diverse Rezepte zur Auswahl - ich habe mich letztendlich ziemlich an das Rezept von Coconut & Vanilla gehalten (wunderschöne Fotos!) Einziger Unterschied: Bei mir wandert noch eine Vanilleschote mit in den Topf.

Hier wird der kleingeschnittene Rhabarber erstmal mit Zucker vermengt und stehen gelassen, so kommt der Saft schön aus dem Gemüse, ich erhoffte mir einen intensiveren Geschmack dadurch.
Insgesamt könnte für mich der Rhabarbergeschmack noch etwas intensiver sein, heißt ich würde das Rhabarber:Zucker-Verhältnis evtl. noch etwas in Richtung Rhabarber verschieben. Aber ansonsten: Sehr fein!


Durch die roten Stiele ist der Sirup dieses Mal richtig toll pink geworden. Für ein etwas frischeres Getränk einfach noch eine Zitronenscheibe frisch mit ins Glas geben, mit kaltem Mineralwasser aufgießen und auf die Sonne warten ;).

(Und dieses Wochenende, da gibts dann wirklich endlich Rhabarberkuchen *g*)

Rhabarber-Vanille-Sirup


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Rhabarber-Vanillesirup
Kategorien: Sirup, Vegan, Vegetarisch, Laktosefrei, Getränk
Menge: 800 Ml

Zutaten

700GrammRhabarber, wenn möglich rotstielig
450GrammZucker
250mlWasser
1/2Limette; den Saft
1Zitrone; den Saft
1Vanillestange

Quelle

leicht angewandelt nach Coconut &Vanilla: http://
coconutandvanilla.com/de/2012/05/07/rhubarb-syrup/
Erfasst *RK* 22.04.2013 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Rhabarber putzen und in dünne Scheiben schneiden. Mit dem Zucker vermischen und etwa 1 Stunde lang Flüssigkeit ziehen lassen. Vanilleschote aufschneiden und aufkratzen. Wasser, Vanillemark, ausgekratzte Schote und Limetten/Zitronensaft hinzufügen, etwa 1/2 Stunde köcheln lassen, bis der Rhabarber sehr weich ist. Den Rhabarbersirup durch ein feines Sieb streichen, nochmals aufkochen lassen, abschmecken (ggf. mehr Zitronensaft!) und in sterilisierte Flaschen füllen.

Kathi: Schmeckt sehr fein und vanillig, für mich könnte es noch etwas mehr Rhabarbergeschmack sein. Hatte leider nicht mehr so viel Limettensaft, daher mit Zitronensaft abgeschmeckt.
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Weiteres mit Rhabarber:
Besagter Rhabarberkuchen mit Baiserhaube
Rhabarber-Ketchup
Rhabarber-Muffins
Rhabarber-Quarkgratin mit Amarettinibröseln

Edit 14,.05.2013:
Und weil ich gerade noch den Hinweis bekommen habe - ich reiche dieses Rezept beim Rhabarberevent bei Küchenplausch ein. Damit noch ein paar mehr Leute die Chance auf ein erfrischendes Frühlingsgetränk bekommen :).

Montag, April 22, 2013

Kräutergarten 2013

Wir haben ja leider keinen Balkon und auch keinen wirklichen Garten. Aber unsere Vermieter haben freundlicherweise nichts dagegen, wenn wir im kleinen Vorgarten ein paar Kräuter stehen haben - im Gegenteil, sie steuerten sogar das Treppengestell für die Kästen bei. Inzwischen sind noch ein kleiner Tisch und zwei ausgemusterte Stühle hinzugekommen - und so haben wir inzwischen doch ein kleines Garteneckchen. Toll!


Inzwischen hat sich der Frühling dann auch durchgesetzt und so haben wir mal geguckt, was aus dem letzten Jahr so überlebt hat und haben ein paar neue Kräuter gekauft. Am Wochenende wurde dann alles eingebuddelt und fein gemacht. Und weil ich mich jedes Mal wieder frage, was wir denn im letzten Jahr so angebaut haben - ein paar Impressionen und eine Übersicht. Ohne Garantie, dass nicht noch der ein oder andere Topf dazu kommt.


Von oben nach unten und von links nach rechts:
Rucola (vom Vorjahr), Rosmarin, Thymian (Vorjahr), Rosmarin (schon 1 oder 2 Jahre alt)
Sauerampfer, Estragon (bestimmt schon 3 Jahre alt, seit vergangenem Jahr explodiert), Zitronenthymian, Schnittlauch (aus dem Vorjahr, hat sich vergangene Woche verdoppelt)
Minze (Sorte unklar, mindestens 1 Jahr alt), daneben etwas, das wir für Minze hielten, nach den ersten Blättchen aber wohl doch keine ist ;) ), vietnamesischer Koriander, griechisches Mini-Basilikum, Salbei



Dieser vietnamesische Koriander (Persicaria odoratum) ist eine Neuentdeckung. Lustigerweise ist das botanisch kein Koriander, sondern ein Knöterichgewächs. Laut dem Kräuterhändler auf dem Markt ist er deutlich robuster als normaler Koriander, der mir meist schnell dahinstirbt. Hat ein deutliches Korianderaroma, die Feuerprobe im ersten Essen ist auch schon bestanden. Wird in Vietnam wohl reichlich in frischen Salaten, Frühlingsrollen etc. verwendet - kann ich mir sehr gut vorstellen! (s. auch englische Wikipediaseite)

Ganz vorbeigehen konnte ich am echten Koriander aber nicht. Ewig hält er halt nicht, daher im extra Töpfchen. Davor eine Schale mit Walderdbeeren. Desweiteren und nicht mit im Bild: Marokkanische Minze und englische Spearminze.


Ich freu mich auf und unser Minigärtchen!

Frühere Gärtnerversuche:
Radieschen, Tomaten und Mohrrüben 2011
Grüne Kräuter auch schon 2008
Auf Tomaten werden wir wohl auch dieses Jahr wieder verzichten - dafür fehlt dann einfach wirklich Platz und optimaler Standort ;).

Sonntag, April 21, 2013

Blogbuster, nachgekocht: Gerösteter Blumenkohlsalat

Ich bin ja eher der Spätzünder, was Blogbuster betrifft. So hatte ich mir den folgenden Salat zwar schon eingemerkt, als ich ihn bei Micha gesichtet habe, er wurde mir aber erst Wochen später beim morgendlichen kurzen Blick in die Blogroll wieder bewusst. Robert wars diesmal und hat den Salat mit geröstetem Blumenkohl, Haselnüssen und Granatapfelkernen genossen. Stammt aus dem Buch Jersusalem von Ottolenghi und Tamimi, aus dem ja schon fleißig und quer durch alle Blogs gekocht wird.

Also, Bleistift gezückt und kurz die fehlenden Zutaten notiert, am selben Tag einkauft und abends noch gekocht. Endspurt quasi.


Uns hat der aromatische Salat gut geschmeckt - interessanteste Zutat, v.a in der Kombi war für mich allerdings der Staudensellerie. Hat uns so gut gefallen, dass er auch in die folgenden Salate wandern durfte.
Mein absolutes Lieblingsrezept dieser Wintersaison mit geröstetem Blumenkohl bleibt übrigens die Kombi mit rotem Pesto und Pasta, da kommt dieser Salat nicht ganz ran. Ist dafür aber Picknicktauglicher. Die Granatapfelkerne habe ich wieder wie hier bereits beschrieben ausgelöst - aber da hat ja jeder seine Lieblingstechnik.

Zwar schon überall im Netz, aber nun auch hier als Gedankenstütze:

Gerösteter Blumenkohlsalat mit Haselnüssen und Granatapfelkernen 



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Gerösteter Blumenkohlsalat mit Haselnüssen und Granatapfelkernen
Kategorien: Salat, Vegan, Vegetarisch, Orient, Mezze
Menge: 2 bis 3 Portionen

Zutaten

1Blumenkohl, in Röschen zerteilt (etwa 700g)
5Essl.Olivenöl
1groß.Stangensellerie, in 0,5cm breite Stücke
-- geschnitten (K:2)
30GrammHaselnüsse (K: eher 40g)
10StängelGlatte Petersilie
50GrammGranatapfelkerne
1/3Teel.Zimt
1/3Teel.Piment
1Essl.Sherry-Essig (K: 3 El Rotweinessig, 1 EL Sherry)
1 1/2Teel.Ahornsirup
Salz
Schwarzer Pfeffer

Quelle

Ottolenghi, Tamimi - Jerusalem via micha von graindesel.
blogspot.de
Erfasst *RK* 06.04.2013 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Den Ofen auf 220°C vorheizen.

3 EL Olivenöl mit 1/2 TL Salz und etwas Pfeffer vermischen und die Blumenkohlröschen damit kurz marinieren. In eine ofenfeste Form geben und im Backofen ca. 35 Minuten lang rösten. Dabei mehrfach wenden.
Währenddessen die Granatapfelkerne auslösen (15 Minuten sollten ausreichen ) und den Sellerie schneiden und die Petersilie hacken.
Die Ofentemperatur auf 170°C absenken und die Haselnüsse in einer ofenfesten Form 17 Minuten rösten, abkühlen lassen und grob hacken.

Sobald der Blumenkohl nur noch warm ist, alles zusammen in eine Schüssel geben, das Dressing aus dem Rest Olivenöl, Essig, Ahornsirup, Zimt und Piment anrühren und alles gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

K: Noch warm gegessen, waren hungrig. Feiner Salat, nächstes Mal mit Sherryessig machen (hatten wir nicht).
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Samstag, April 06, 2013

Marktbesuch in Luzern

Ostern durften wir dieses Jahr mal wieder auf dem Berg mit der Hexenküche verbringen - dort wurden wir von unseren Gastgebern aufs herzlichste bekocht, umsorgt und überhaupt - schön wars.


Nur das Wetter, das war nicht ganz so österlich. Hat uns aber nicht davon abgehalten, am Ostersamstag den Markt im nah gelegenen Luzern zu besuchen, um die letzten fehlenden Dinge fürs Osterfest zu besorgen. Wie ich Märkte liebe! (Wie ich gerade auf der Webseite sehe, handelt es sich lt. Eigenaussage um den schönsten Wochenmarkt der Schweiz - das kann ich nicht beurteilen, ein Besuch lohnt sich aber auf alle Fälle!)

Daher habe ich natürlich die Kamera gezückt und bringe einige Impressionen mit. Die Stände schlängeln sich an den Ufern der Reuss entlang und jeder Wunsch wird bedient. Es gibt verschiedenste Stände mit toll aussehenden Broten, frischer Pasta (köstlich: kleine Säckchen mit Birne und Ziegenkäse - über den Preis legen wir ein Mäntelchen des Schweigens..) einige Marktleute bieten selbstgemachte Pestos, Marmeladen und Saucen feil (das sehe ich hier relativ selten), natürlich Gemüse, Blumen für Tisch oder Garten, Fleisch, Käse... alles was das Herz begehrt.









Leider lud das Wetter ansonsten nicht sonderlich zum Verweilen ein, darum haben wir Luzern dieses Mal relativ schnell wieder verlassen, nachdem alle Besorgungen erledigt waren. Aber wir kommen ja bestimmt mal wieder...


Weitere Marktbesuche im Blog (schon etwas älter, daher tw. etwas sehr kleine Bilder. Das machte man so ;) ).
Bellinzona
Freiburger Wiehremarkt
Freiburger Münstermarkt

Mittwoch, März 27, 2013

Grüne Sosse vs. Grauen Brei

Ich lass mich jetzt nicht über das derzeitige Wetter aus, das machen andere gerade schon zur Genüge.

Fakt ist allerdings: Als ich letztens auf dem Markt diese voluminösen nett bedruckten Kräuterpakete erblickte, musste ich zuschlagen. Ich habe schon von Frankfurter Grüner Sosse gehört, gelesen - aber noch nie eine gegessen. Das sollte sich ändern.


Als ich das Päckchen dann entrollte war ich allerdings etwas enttäuscht - zum einen hingen die Kräuter alle schon etwas welk in den Seilen, zum anderen bestand die Mischung etwa zu 80% aus krauser Petersilie. Nicht meine Lieblingspetersilie. Gerade mal ein Borretschblatt ließ sich finden.
Ich glaub da pfeif ich das nächste Mal auf Originalität und mach mir mein eigenes Kräutersößlein - das dürfte dann mindestens genauso aromatisch schmecken.

Die fein gehackten Kräuter wanderten in eine Mischung aus selbstgemachter Mayo (ja, die mit dem Zauberstab ;) ) und Schmand, abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer, Senf und etwas Zitronensaft. Dazu hartgekochte Eier und Pellkartoffeln.
Nicht schlecht, aber auch noch nicht der Bringer. Der Frühling liegt ja noch vor uns - noch etwas Zeit zu Üben.


Wir verabschieden uns übers Wochenende zu Freunden in die Schweiz, daher wünsche ich hier schonmal ein frohes Osterfest. Machts euch gemütlich und sucht ein paar Eier im Schnee!

Montag, März 18, 2013

Heldenfutter - Chili sin Carne

Am Wochenende war nach langer Zeit mal wieder (Pen&Paper) Rollenspiel angesagt. Da die Mitstreiter über ganz Bayern verteilt sind, treffen wir uns immer für ein ganzes Wochenende - diesmal waren wir die Gastgeber. Da Abenteuer bestehen hungrig macht, musste natürlich auch was zu Essen her..
 
(Zeichnung: V. Maier)

Für den einen Abend habe ich daher nach einem Gericht gesucht, dass folgende Voraussetzungen zu erfüllen hatte:
- vegetarisch und sojafrei
- gut vorzubereiten, bzw. problemlos in einer Spielpause am Nachmittag zuzubereiten
- Menge für 7 Hungrige ausreichend
- am besten etwas, dass man nicht am Tisch sitzend essen muss (das gibt mit 7 Leute nämlich so langsam Probleme..)
- optimalerweise lassen sich Reste auch noch irgendwann nachts aufwärmen..

Des Rätels Lösung - nicht besonders originell, aber immer wieder gut - Chili ohne Carne. Ich habe mich für das  Rezept entschieden, was ich bei Anikó von paprika meets kardamom ausfindig gemacht habe - die Menge passt (ganz stressfrei in zwei Töpfen), die Zubereitung mit extra Würzmischung und Bier im Eintopf klang spannend.

Die Würzmischung habe ich schon vorher gemacht, Piment hatte ich keinen, der fiel weg und statt rosenscharfem Paprikapulver habe ich ungarisches, ziemlich scharfes Paprikapulver mit Chilipulver gemischt. Riecht schonmal sehr würzig und lecker. Ich habe davon dann auch mehr verwendet, als im Rezept angegeben.

Ergebnis war ein würziges Chili, das durch das Abschmecken mit dem Rotweinessig nochmal einen netten Dreh kriegt. Dazu: Saure Sahne, Tortillachips, Baguette, zerbröckelter Feta und Avocadocreme (Avocado/Knoblauch/Kreuzkümmel/Chiliflocken/Salz/Pfeffer) nach Belieben. Alle zufrieden, Mission erfolgreich. 

Chili sin Carne 


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Chili sin carne
Kategorien: Party, Vegan, Vegetarisch
Menge: 8 bis 10 Portionen (2 Töpfe)

Zutaten

H CHILI
Großzügiger Schluck neutrales Öl
2Gemüsezwiebeln
6Knoblauchzehen
500GrammMöhren
500GrammPastinaken
2Rote Paprikaschoten
500GrammZucchini
2Chilischoten
6Essl.Ketchup
6Essl.Tomatenmark
1FlascheBier (1/2 l)
4klein.Dosen Tomaten in Stücke
4DosenRote Bohnen
2DosenMais
Salz, Pfeffer
2Essl.Rotweinessig
4Teel.Getrockneter Oregano
2Teel.Kreuzkümmelsamen
2Essl.Chili con carne-Gewürz
H CHILI CON CARNE-GEWÜRZ
1Essl.Rosenscharfes Paprikapulver (K: ungarisches Paprikapulver / Chilipulver)
1Essl.Edelsüßes Paprikapulver
1Teel.Chilipulver
1Essl.Gerebelter Oregano
2Teel.Kreuzkümmel (ganz)
1/2Teel.Pimentkörner (K: weggelassen)
1/2Teel.Nelken
Salz

Quelle

Idee nach Hess R., Schinharl C., Szwillus M. (2004):
Spezialitäten aus aller Welt. Gräfe und Unzer. München S.
132 und 250 via paprikameetskardamom.wordpress.com
Erfasst *RK* 04.03.2012 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

(1) Zuerst die Gewürzmischung herstellen. Dafür den Kreuzkümmel mit dem Piment und Nelken und etwas Salz mittelfein Mörsern. Mit den restlichen Zutaten in ein gut schließendes Glas geben.

(2) Dann das ganze Gemüse vorbereiten. Die Zwiebeln pellen und mittelfein würfeln. Den Knoblauch ebenfalls pellen und fein würfeln. Die Möhren und Pastinaken schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Die Zucchini halbieren und auch in 1 cm große Würfel schneiden. Die Paprika ebenfalls in Würfel schneiden. Die Chilischote halbieren, die Samen entfernen und fein würfeln. Danach SOFORT gründlich die Hände waschen, damit man sich nicht ausversehen in die Augen fasst, sehr schmerzhaft!

(3) Großzügige Schlucke Öl in den Töpfen erhitzen. Im folgenden immer die Hälfte der Zutaten gleichmäßig auf die beiden Töpfe aufteilen. Die Zwiebeln, Möhren und Pastinaken einige Minuten darin anschwitzen. Schon etwas salzen und pfeffern. Die Chilischotenwürfelchen hineingeben. Ebenso die Zucchini- und Paprikawürfel. Alles ein wenig andünsten. Das Tomatenmark hinzufügen und mit andünsten und gut verrühren. Dann großzügig mit 1 EL Der Chili con carne-Gewürzmischung bestreuen (K: mehr, eher 3-4 EL). Unterrühren. Den Ketchup dazu geben und mit dem Bier ablöschen. Die Tomatenstücke aus der Dose dazu geben. Mit dem Oregano und dem Kreuzkümmel würzen. Nochmals gut salzen und pfeffern. Deckel drauf und bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 30 Minuten schmurgeln lassen.

(4) Mais aus der Dose abtropfen lassen. Die Bohnen in ein Sieb geben und kurz abspülen bis das schleimige weg ist. Nach den 30 Minuten dazu geben und nochmals 10-15 Minuten köcheln lassen.
Dann mit Tortillachips, Reis oder Brot servieren. Genießen!

Kathi: Dazu: Tortillachips, Baguette, Schmand, Feta und Avocadocreme Sehr würziges, leckeres Chili, lässt sich auch super einen Tag vorher machen. Perfekt für Partys und Rollenspielabende.
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Montag, März 11, 2013

Sauer macht lustig: Zitronenfenchel

Na? Auch so langsam genug vom Winter? Letzte Woche gabs ja schon etwas Sonne für die Seele, ich hätte hier noch etwas Sonne für den Bauch. Die aktuelle Schrot & Korn liefert farbenfrohe, zitronige Rezepte. Beim Durchblättern fiel mir besonders der geschmorte Zitronenfenchel ins Auge: Fenchel, Oliven, Kapern - alles Zutaten, die wir sehr gerne mögen (und viele vermutlich gar nicht, ein echtes "Hier scheiden sich die Geister"-Rezept).


Die Gemüsepfanne ist recht schnell und ohne großen Aufwand zubereitet. Größere Änderungen habe ich nicht vorgenommen - ich habe zum Ablöschen lediglich Sherry/Gemüsebrühe statt Wasser verwendet.
Ein buntes, sehr zitronig-würziges Essen für Fenchelliebhaber.

Geschmorter Zitronenfenchel


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Geschmorter Zitronenfenchel
Kategorien: Vegan, Vegetarisch, Fenchel, Kartoffel
Menge: 4 Portionen

Zutaten

12klein.Festkochende Kartoffeln
Meersalz
4Fenchelknollen
2Unbehandelte Zitronen
2Knoblauchzehen
EinigeRucolablättchen
3Essl.Olivenöl
1Essl.Fenchelsamen
1Lorbeerblatt
Schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
2-3Essl.Schwarze Oliven in Öl (K: Kalamata Oliven)
2Essl.Kapern
1Essl.Ahornsirup
50mlSherry (K)
150mlGemüsebrühe (K)

Quelle

Schrot und Korn 03/2013
Erfasst *RK* 11.03.2013 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Kartoffeln in einem Topf mit Wasser knapp bedecken. 1 EL Meersalz zufügen. Kartoffeln weich kochen. Dann pellen.

Unteres Ende der Fenchelknollen 1 cm breit, äußere Blätter und grüne Stiele entfernen. Fenchel der Länge nach achteln. Zitronen der Länge nach halbieren und quer in ca. 2 cm dicke Spalten schneiden. Knoblauch leicht andrücken. Rucolastiele etwas kürzen.

Olivenöl in einer breiten Pfanne erhitzen. Fenchel darin anbraten. Kartoffeln, Fenchelsamen und Knoblauch zufügen. Eine Minute anschwitzen. Mit 200 ml Wasser (K: etwas Sherry, dann Brühe dazugegeben) ablöschen. Lorbeer und Zitronenspalten zufügen. Mit etwas Meersalz und Pfeffer würzen. Fenchel unter gelegentlichem Schwenken garen. Flüssigkeit vollständig einkochen lassen.

Sobald die Flüssigkeit verdampft ist, das Gemüse noch kurz unter häufigem Wenden braten. Dann Rucola, Oliven und Kapern untermischen. Mit 1 EL Ahornsirup, evtl. Salz und Pfeffer abschmecken.

Kathi: Sehr zitroniges, buntes Essen. Hübsch anzusehen. Fenchel mit Sherry abgelöscht, anschließend mit Brühe aufgegossen. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten.
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Samstag, März 02, 2013

Einstieg ins Brotbacken

Ich gebe ja zu, das Brotbacken, das reizte mich bislang nicht sonderlich. Viel Arbeit, viel "immer wieder ein bisschen was" machen und damit dann ständig bei etwas anderem unterbrochen werden.. nee, da habe ich mich bislang ziemlich gescheut davor. Gerademal Hefeteig hat bei mir bisher den Weg in den Ofen gefunden.
 Das ändert sich auch heute nicht, aaaber es lebt ja noch eine zweite Person im Haushalt Kochfrosch - und Herr Kochfrosch war seit eh und je interessiert am (Brot) backen.

Nun trug es sich zu, dass Herr Kochfrosch an Weihnachten von seinem Bruder einen Sauerteig vermacht bekam, dieser wurde gefüttert und gehegt, aber sollte so langsam auch mal seiner Bestimmung nachkommen. Also haben wir die Sauerteighotline angerufen und uns ein anfängertaugliches Brot empfehlen lassen: Martins Prototyp Nr. 1, ein Weizenmischbrot (60% Weizenmehl, 40% Roggenmehl) mit Roggensauerteig.

Das Brot wird ohne Küchenmaschine gemacht und drei Mal im Abstand von je 45 Minuten gefaltet (s. Video hier).
Ursrpünglich stammt es von Martin Johansson, sein Blog Pain de Martin ist inzwischen aber eingestellt - außerdem können wir kein Schwedisch. Da müssten wir dann wieder den Bruder vom Herrn Kochfrosch fragen - so schließt sich dann der Kreis ;). Aber es gibt ja genügend Übersetzungen.
Lustigerweise fand sich letztens auch eine Twitter/Bloggergruppe rund um Ulrike ein, die genau das Gleiche Brot buken - das Rezept scheint zu recht im Netz weit verbreitet zu sein.

Herr Kochfrosch hat sich an Mamas Anmerkungen im Rezept gehalten, einzige Änderungen:
- Wir haben keinen Gärkorb. Stattdessen haben wir eine Auflaufform mit einem sehr stark bemehlten Geschirrtuch ausgelegt.
- Wir haben auch keinen Backstein, das Brot haben wir auf das vorgeheizte Blech gegeben.
- Als "Brotschieber" haben wir ein bemehltes Holzschneidbrett verwendet (irgendwie sind wir nicht so aufs Brotbacken ausgerichtet..)
- Wir haben überlesen, dass die Naht des Brotes am Ende oben sein soll - bei uns war sie unten und die gespannte Seite wurde die Oberseite. Hat aber nicht gestört, aufgerissen ist das Brot dadurch allerdings nicht.

Ergebnis war ein sehr aromatisches Brot mit mittelporiger Krume und elastischer Kruste, die allerdings nicht übermäßig knusprig war (lags am fehlenden Backstein? Oder an zu viel Wassereinschüttung in den Ofen? Oder hätten wir die Temperatur höher lassen sollen?) - Egal, mit dem Ergebnis war sowohl der Bäcker als auch die Bäckersfrau (und Genießerin hehe) sehr zufrieden. Daumen hoch, das soll wiederholt werden!

Martins Prototyp Nr. 1 - Weizenmischbrot mit Roggensauerteig


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Pain de Martin: PROTOTYP Nr. 1
Kategorien: Brot, Sauerteig, Roggen
Menge: 1 Brot a 1 kg

Zutaten

H AM VORABEND
50GrammRoggensauerteig (Petra: 100% Hydration)
100GrammWasser
60GrammRoggenmehl
H AM MORGEN
300GrammWasser
480GrammRågsikt (eine Mischung aus 60% Weizenmehl und
-- 40% gesiebtes Roggenmehl); alternativ
290GrammWeizenmehl Type 1050 (ich habe 550 verwendet) und
190GrammRoggenmehl Type 1150
12GrammSalz

Quelle

nach
Pain de Martin Blog
Erfasst *RK* 18.02.2010 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vorabend das Anstellgut mit Wasser und Roggenmehl vermischen. Abgedeckt über Nacht bei Raumtemperatur stehen lassen (Petra: ich habe den Sauerteig gegen 20 Uhr gemischt, von 23.30 bis ca. 7.30 stand die Schüssel in der Mikrowelle mit angelehnter Türe. Teig gegen 10 Uhr geknetet).
Am Morgen Weizen- und Roggenmehl in eine Schüssel geben und mit dem Salz vermischen. Das Wasser und den Sauerteig hinzufügen und alles verrühren. Ich habe einen Holzlöffel verwendet und den Teig so gut es ging wie einen Spätzleteig geschlagen, nach kurzer Zeit wurde der grobe Teig glatter.

Den Teig abgedeckt 45 Minuten stehen lassen, in der Schüssel mit angefeuchteten Händen zusammenfalten, abdecken. Wieder 45 Minuten stehen lassen und zusammenfalten, das noch ein drittes Mal nach 45 Minuten wiederholen. Nun den Teig abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen.
Einen Gärkorb (für 1 kg Teig) mit Roggenmehl ausstreuen oder eine entsprechende Schüssel mit einem gut bemehlten Küchentuch auslegen.

Den Teig auf eine mit Roggenmehl bestreute Arbeitsfläche geben, zu etwa 30x30 cm auseinanderziehen und die Seiten in die Mitte zusammenfalten, so dass man ein handliches Paket erhält. Den Teig mit der Naht nach unten in den vorbereiteten Gärkorb legen und abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen, dann die Fingerprobe machen: Springt der eingedellte Teig sofort zurück, das Brot noch länger gehen lassen (Petra: ich habe es zwei Stunden gehen lassen).
Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf mittlerer Schiene auf 250°C vorheizen.
Ds Brot vorsichtig auf einen mit Grieß bestreuten Brotschieber stürzen (Martin: auf ein mit Backpapier belegtes Schneidbrett, Naht ist jetzt oben) und in den Ofen schieben. Ich habe sofort eine Tasse Wasser in den Ofen geschüttet und etwas Wasser eingesprüht.
Ich habe die Temperatur nach 15 Minuten von 250°C auf 220°C reduziert, nach weiteren 15 Minuten auf 200°C und dann noch einmal 15 Minuten gebacken, Gesamtbackzeit also 45 Minuten. Martin empfiehlt, die Temperatur nach 15 Minuten auf 200°C zu reduzieren, falls das Brot dunkel wird, andernfalls die Temperatur beizubehalten, er bäckt das Brot 40 Minuten.
Anmerkung Petra: Ausgezeichnetes Brot, kräftige, knusprige Kruste und elastische mittel- bis grobporige Krume.

K: In Ermangelung eines Gärkorbs ein bemehltes Geschirrtuch in eine Auflaufform gelegt - ging auch. Mit Naht nach unten gebacken, Gehzeiten alle leicht länger. Sehr aromatisches Brot mit mittelporiger Krume, Kruste ist bei uns nicht so knusprig geworden.
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Montag, Februar 25, 2013

Nachgemacht: Mini-Nusshörnchen mit Nougatfüllung

Bei meinem letzten Heimatbesuch durfte ich sie testen: Die köstlichen Mininusshörnchen mit Nougatfüllung (die sich als Rugelach, einem jüdischen Gebäck mit Frischkäse oder saurer Sahne im Teig entpuppten). Das ursprüngliche Rezept findet sich hier bei den Backfreaks.


Der Teig mit Frischkäse lässt sich hervorragend verarbeiten, ich habe erst die trockenen Zutaten im Pseudo-Foodprocessor gemixt, anschließend die Butter untergemixt und zum Schluss den Frischkäse untergearbeitet - auf zwei Portionen aufgeteilt ließ sich das ganz wunderbar machen. Nach einer Stunde im Kühlschrank wird der zuckerfreie Teig auf einer Mischung aus gerösteten, gemahlenen Haselnüssen und Zucker ausgewellt, dabei immer wieder wenden, so dass beide Seiten gut bezuckert sind.
Anschließend wird der Teig in 16 Tortenstücke halbwegs gleich geteilt, ein Stückchen Nougat kommt auf die Breitseite des Dreiecks, dann wird das Dreieck von der breiten Seite her aufgerollt..



Nach 20 Minuten im Ofen duftet die ganze Küche schon und der erste Biss ist himmlisch - knusprig, nougatig, wunderbar.

Anfangs fand ich die Hörnchen etwas zu süß, nach längerem Stehenlassen finde ich sie gerade richtig. Man könnte aber natürlich die Zuckermenge noch etwas nach unten korrigieren und dafür etwas mehr Nüsse verwenden. Die "Wälzmischung" hat bei mir genau für alle 6 Teigplatten gereicht.
Absolute Nachbackempfehlung!

Mini-Nusshörnchen mit Nougatfüllung


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Mini-Nusshörnchen mit Nougatfüllung
Kategorien: Gebäck, Nuss, Geschenk
Menge: 96 Stück

Zutaten

300GrammMehl Type 405
1/8Teel.Salz
200GrammButter; zimmerwarm
200GrammFrischkäse, vollfett; zimmerwarm
H ZUM AUSROLLEN
150GrammHaselnüsse, gemahlen*
75GrammZucker
75GrammBrauner Zucker
EtwasZimt
H FÜLLUNG
200GrammNougat

Quelle

nach
Ulrike
Backfreak Forum
Erfasst *RK* 06.02.2013 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Salz, Butter, Frischkäse zu einem glatten Teig verkneten (Petra: ich habe das im Foodprocessor gemacht: erst Mehl, Salz und Butter gemixt, dann den Frischkäse zugegeben und zu einem Teig verarbeitet; Kathi: In zwei Portionen genauso im Braun Häcksler verarbeitet; Aktualisierung 2017: Verarbeitung mit Knethaken funktioniert genauso, eher besser). In sechs Stücke teilen und zu Kugeln formen. Die Kugeln platt drücken, in Folie wickeln und etwa 1 Stunde oder über Nacht kalt stellen.
Den Backofen auf 175°C vorheizen.
Die gemahlenen Nüsse vorsichtig in einem großen Topf ohne Fett rösten, bis sie zu duften beginnen. Nüsse, Zucker und Zimt mischen und eine Handvoll davon auf die Arbeitsfläche streuen. Eine Teigplatte darauf legen und unter Wenden sehr dünn bis zu einem Durchmesser von 24-26 cm rund ausrollen, die Teigplatte soll am Schluss von beiden Seiten gleichmäßig mit der Nuss-Zucker-Mischung bedeckt sein.
Den Kreis in 16 Tortenstücke schneiden, das geht am besten, wenn man zum Markieren einen Tortenstückmarkierer verwendet.
Den Nougat in kleine Rechtecke (etwa 15 x 5 x 5 mm) schneiden*, diese jeweils auf die Breitseite eines Dreiecks legen und zu einem Hörnchen aufrollen. Nach Belieben die Ecken etwas rund biegen.
Die Hörnchen mit der Spitze nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.
Das Blech für etwa 20-22 Minuten in den Backofen schieben, bis die Hörnchen goldbraun und knusprig sind, eher etwas länger backen als zu kurz.

Anmerkung Petra: superleckeres kleines Knuspergebäck mit Nougatkern. Schmeckt frisch am besten, kann aber auch prima eine Zeitlang in einer Blechdose aufbewahrt werden.
*Nougat quer halbieren, jedes Stück in 4 Scheiben, diese in 3 Streifen, jeden Streifen in 4 Teile, ergibt 96 Stücke K: Ich hatte 4 runde Nougatstrangen à 50g, jeweils etwa 12 cm lang --> jede Stange halbieren und in 12 Stücke à 1 cm schneiden, die Stückchen habe ich leicht platt gedrückt.

K: Teig lässt sich absolut problemlos händeln, Hörnchen sind sehr knusprig und seeehr lecker.
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Kurze Info

Ich wollte nur kurz Bescheid geben, dass ich zeitweise die Kommentarfunktion wieder mit einer Sicherheitsabfrage versehen werde. Ich finde das zwar selber ziemlich nervig, aber seit kurzem nehmen die Spamkommentare sehr überhand und werden von Blogger auch nicht mehr ordentlich gefiltert.

Da ich nicht jeden Tag zum Kommentare löschen komme, versuche ich es jetzt mal auf diese Weise, notfalls werde ich - jedenfalls für kurze Zeit - die Kommentare moderieren.

Das ist nicht das Optimum, aber ich habe keine Lust, das blöder Spam für mehrere Tage bei mir im Blog steht.

Vielen Dank für euer Verständnis!