Mittwoch, März 27, 2013

Grüne Sosse vs. Grauen Brei

Ich lass mich jetzt nicht über das derzeitige Wetter aus, das machen andere gerade schon zur Genüge.

Fakt ist allerdings: Als ich letztens auf dem Markt diese voluminösen nett bedruckten Kräuterpakete erblickte, musste ich zuschlagen. Ich habe schon von Frankfurter Grüner Sosse gehört, gelesen - aber noch nie eine gegessen. Das sollte sich ändern.


Als ich das Päckchen dann entrollte war ich allerdings etwas enttäuscht - zum einen hingen die Kräuter alle schon etwas welk in den Seilen, zum anderen bestand die Mischung etwa zu 80% aus krauser Petersilie. Nicht meine Lieblingspetersilie. Gerade mal ein Borretschblatt ließ sich finden.
Ich glaub da pfeif ich das nächste Mal auf Originalität und mach mir mein eigenes Kräutersößlein - das dürfte dann mindestens genauso aromatisch schmecken.

Die fein gehackten Kräuter wanderten in eine Mischung aus selbstgemachter Mayo (ja, die mit dem Zauberstab ;) ) und Schmand, abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer, Senf und etwas Zitronensaft. Dazu hartgekochte Eier und Pellkartoffeln.
Nicht schlecht, aber auch noch nicht der Bringer. Der Frühling liegt ja noch vor uns - noch etwas Zeit zu Üben.


Wir verabschieden uns übers Wochenende zu Freunden in die Schweiz, daher wünsche ich hier schonmal ein frohes Osterfest. Machts euch gemütlich und sucht ein paar Eier im Schnee!

Montag, März 18, 2013

Heldenfutter - Chili sin Carne

Am Wochenende war nach langer Zeit mal wieder (Pen&Paper) Rollenspiel angesagt. Da die Mitstreiter über ganz Bayern verteilt sind, treffen wir uns immer für ein ganzes Wochenende - diesmal waren wir die Gastgeber. Da Abenteuer bestehen hungrig macht, musste natürlich auch was zu Essen her..
 
(Zeichnung: V. Maier)

Für den einen Abend habe ich daher nach einem Gericht gesucht, dass folgende Voraussetzungen zu erfüllen hatte:
- vegetarisch und sojafrei
- gut vorzubereiten, bzw. problemlos in einer Spielpause am Nachmittag zuzubereiten
- Menge für 7 Hungrige ausreichend
- am besten etwas, dass man nicht am Tisch sitzend essen muss (das gibt mit 7 Leute nämlich so langsam Probleme..)
- optimalerweise lassen sich Reste auch noch irgendwann nachts aufwärmen..

Des Rätels Lösung - nicht besonders originell, aber immer wieder gut - Chili ohne Carne. Ich habe mich für das  Rezept entschieden, was ich bei Anikó von paprika meets kardamom ausfindig gemacht habe - die Menge passt (ganz stressfrei in zwei Töpfen), die Zubereitung mit extra Würzmischung und Bier im Eintopf klang spannend.

Die Würzmischung habe ich schon vorher gemacht, Piment hatte ich keinen, der fiel weg und statt rosenscharfem Paprikapulver habe ich ungarisches, ziemlich scharfes Paprikapulver mit Chilipulver gemischt. Riecht schonmal sehr würzig und lecker. Ich habe davon dann auch mehr verwendet, als im Rezept angegeben.

Ergebnis war ein würziges Chili, das durch das Abschmecken mit dem Rotweinessig nochmal einen netten Dreh kriegt. Dazu: Saure Sahne, Tortillachips, Baguette, zerbröckelter Feta und Avocadocreme (Avocado/Knoblauch/Kreuzkümmel/Chiliflocken/Salz/Pfeffer) nach Belieben. Alle zufrieden, Mission erfolgreich. 

Chili sin Carne 


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Chili sin carne
Kategorien: Party, Vegan, Vegetarisch
Menge: 8 bis 10 Portionen (2 Töpfe)

Zutaten

H CHILI
Großzügiger Schluck neutrales Öl
2Gemüsezwiebeln
6Knoblauchzehen
500GrammMöhren
500GrammPastinaken
2Rote Paprikaschoten
500GrammZucchini
2Chilischoten
6Essl.Ketchup
6Essl.Tomatenmark
1FlascheBier (1/2 l)
4klein.Dosen Tomaten in Stücke
4DosenRote Bohnen
2DosenMais
Salz, Pfeffer
2Essl.Rotweinessig
4Teel.Getrockneter Oregano
2Teel.Kreuzkümmelsamen
2Essl.Chili con carne-Gewürz
H CHILI CON CARNE-GEWÜRZ
1Essl.Rosenscharfes Paprikapulver (K: ungarisches Paprikapulver / Chilipulver)
1Essl.Edelsüßes Paprikapulver
1Teel.Chilipulver
1Essl.Gerebelter Oregano
2Teel.Kreuzkümmel (ganz)
1/2Teel.Pimentkörner (K: weggelassen)
1/2Teel.Nelken
Salz

Quelle

Idee nach Hess R., Schinharl C., Szwillus M. (2004):
Spezialitäten aus aller Welt. Gräfe und Unzer. München S.
132 und 250 via paprikameetskardamom.wordpress.com
Erfasst *RK* 04.03.2012 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

(1) Zuerst die Gewürzmischung herstellen. Dafür den Kreuzkümmel mit dem Piment und Nelken und etwas Salz mittelfein Mörsern. Mit den restlichen Zutaten in ein gut schließendes Glas geben.

(2) Dann das ganze Gemüse vorbereiten. Die Zwiebeln pellen und mittelfein würfeln. Den Knoblauch ebenfalls pellen und fein würfeln. Die Möhren und Pastinaken schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Die Zucchini halbieren und auch in 1 cm große Würfel schneiden. Die Paprika ebenfalls in Würfel schneiden. Die Chilischote halbieren, die Samen entfernen und fein würfeln. Danach SOFORT gründlich die Hände waschen, damit man sich nicht ausversehen in die Augen fasst, sehr schmerzhaft!

(3) Großzügige Schlucke Öl in den Töpfen erhitzen. Im folgenden immer die Hälfte der Zutaten gleichmäßig auf die beiden Töpfe aufteilen. Die Zwiebeln, Möhren und Pastinaken einige Minuten darin anschwitzen. Schon etwas salzen und pfeffern. Die Chilischotenwürfelchen hineingeben. Ebenso die Zucchini- und Paprikawürfel. Alles ein wenig andünsten. Das Tomatenmark hinzufügen und mit andünsten und gut verrühren. Dann großzügig mit 1 EL Der Chili con carne-Gewürzmischung bestreuen (K: mehr, eher 3-4 EL). Unterrühren. Den Ketchup dazu geben und mit dem Bier ablöschen. Die Tomatenstücke aus der Dose dazu geben. Mit dem Oregano und dem Kreuzkümmel würzen. Nochmals gut salzen und pfeffern. Deckel drauf und bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 30 Minuten schmurgeln lassen.

(4) Mais aus der Dose abtropfen lassen. Die Bohnen in ein Sieb geben und kurz abspülen bis das schleimige weg ist. Nach den 30 Minuten dazu geben und nochmals 10-15 Minuten köcheln lassen.
Dann mit Tortillachips, Reis oder Brot servieren. Genießen!

Kathi: Dazu: Tortillachips, Baguette, Schmand, Feta und Avocadocreme Sehr würziges, leckeres Chili, lässt sich auch super einen Tag vorher machen. Perfekt für Partys und Rollenspielabende.
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Montag, März 11, 2013

Sauer macht lustig: Zitronenfenchel

Na? Auch so langsam genug vom Winter? Letzte Woche gabs ja schon etwas Sonne für die Seele, ich hätte hier noch etwas Sonne für den Bauch. Die aktuelle Schrot & Korn liefert farbenfrohe, zitronige Rezepte. Beim Durchblättern fiel mir besonders der geschmorte Zitronenfenchel ins Auge: Fenchel, Oliven, Kapern - alles Zutaten, die wir sehr gerne mögen (und viele vermutlich gar nicht, ein echtes "Hier scheiden sich die Geister"-Rezept).


Die Gemüsepfanne ist recht schnell und ohne großen Aufwand zubereitet. Größere Änderungen habe ich nicht vorgenommen - ich habe zum Ablöschen lediglich Sherry/Gemüsebrühe statt Wasser verwendet.
Ein buntes, sehr zitronig-würziges Essen für Fenchelliebhaber.

Geschmorter Zitronenfenchel


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Geschmorter Zitronenfenchel
Kategorien: Vegan, Vegetarisch, Fenchel, Kartoffel
Menge: 4 Portionen

Zutaten

12klein.Festkochende Kartoffeln
Meersalz
4Fenchelknollen
2Unbehandelte Zitronen
2Knoblauchzehen
EinigeRucolablättchen
3Essl.Olivenöl
1Essl.Fenchelsamen
1Lorbeerblatt
Schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
2-3Essl.Schwarze Oliven in Öl (K: Kalamata Oliven)
2Essl.Kapern
1Essl.Ahornsirup
50mlSherry (K)
150mlGemüsebrühe (K)

Quelle

Schrot und Korn 03/2013
Erfasst *RK* 11.03.2013 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Kartoffeln in einem Topf mit Wasser knapp bedecken. 1 EL Meersalz zufügen. Kartoffeln weich kochen. Dann pellen.

Unteres Ende der Fenchelknollen 1 cm breit, äußere Blätter und grüne Stiele entfernen. Fenchel der Länge nach achteln. Zitronen der Länge nach halbieren und quer in ca. 2 cm dicke Spalten schneiden. Knoblauch leicht andrücken. Rucolastiele etwas kürzen.

Olivenöl in einer breiten Pfanne erhitzen. Fenchel darin anbraten. Kartoffeln, Fenchelsamen und Knoblauch zufügen. Eine Minute anschwitzen. Mit 200 ml Wasser (K: etwas Sherry, dann Brühe dazugegeben) ablöschen. Lorbeer und Zitronenspalten zufügen. Mit etwas Meersalz und Pfeffer würzen. Fenchel unter gelegentlichem Schwenken garen. Flüssigkeit vollständig einkochen lassen.

Sobald die Flüssigkeit verdampft ist, das Gemüse noch kurz unter häufigem Wenden braten. Dann Rucola, Oliven und Kapern untermischen. Mit 1 EL Ahornsirup, evtl. Salz und Pfeffer abschmecken.

Kathi: Sehr zitroniges, buntes Essen. Hübsch anzusehen. Fenchel mit Sherry abgelöscht, anschließend mit Brühe aufgegossen. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten.
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Samstag, März 02, 2013

Einstieg ins Brotbacken

Ich gebe ja zu, das Brotbacken, das reizte mich bislang nicht sonderlich. Viel Arbeit, viel "immer wieder ein bisschen was" machen und damit dann ständig bei etwas anderem unterbrochen werden.. nee, da habe ich mich bislang ziemlich gescheut davor. Gerademal Hefeteig hat bei mir bisher den Weg in den Ofen gefunden.
 Das ändert sich auch heute nicht, aaaber es lebt ja noch eine zweite Person im Haushalt Kochfrosch - und Herr Kochfrosch war seit eh und je interessiert am (Brot) backen.

Nun trug es sich zu, dass Herr Kochfrosch an Weihnachten von seinem Bruder einen Sauerteig vermacht bekam, dieser wurde gefüttert und gehegt, aber sollte so langsam auch mal seiner Bestimmung nachkommen. Also haben wir die Sauerteighotline angerufen und uns ein anfängertaugliches Brot empfehlen lassen: Martins Prototyp Nr. 1, ein Weizenmischbrot (60% Weizenmehl, 40% Roggenmehl) mit Roggensauerteig.

Das Brot wird ohne Küchenmaschine gemacht und drei Mal im Abstand von je 45 Minuten gefaltet (s. Video hier).
Ursrpünglich stammt es von Martin Johansson, sein Blog Pain de Martin ist inzwischen aber eingestellt - außerdem können wir kein Schwedisch. Da müssten wir dann wieder den Bruder vom Herrn Kochfrosch fragen - so schließt sich dann der Kreis ;). Aber es gibt ja genügend Übersetzungen.
Lustigerweise fand sich letztens auch eine Twitter/Bloggergruppe rund um Ulrike ein, die genau das Gleiche Brot buken - das Rezept scheint zu recht im Netz weit verbreitet zu sein.

Herr Kochfrosch hat sich an Mamas Anmerkungen im Rezept gehalten, einzige Änderungen:
- Wir haben keinen Gärkorb. Stattdessen haben wir eine Auflaufform mit einem sehr stark bemehlten Geschirrtuch ausgelegt.
- Wir haben auch keinen Backstein, das Brot haben wir auf das vorgeheizte Blech gegeben.
- Als "Brotschieber" haben wir ein bemehltes Holzschneidbrett verwendet (irgendwie sind wir nicht so aufs Brotbacken ausgerichtet..)
- Wir haben überlesen, dass die Naht des Brotes am Ende oben sein soll - bei uns war sie unten und die gespannte Seite wurde die Oberseite. Hat aber nicht gestört, aufgerissen ist das Brot dadurch allerdings nicht.

Ergebnis war ein sehr aromatisches Brot mit mittelporiger Krume und elastischer Kruste, die allerdings nicht übermäßig knusprig war (lags am fehlenden Backstein? Oder an zu viel Wassereinschüttung in den Ofen? Oder hätten wir die Temperatur höher lassen sollen?) - Egal, mit dem Ergebnis war sowohl der Bäcker als auch die Bäckersfrau (und Genießerin hehe) sehr zufrieden. Daumen hoch, das soll wiederholt werden!

Martins Prototyp Nr. 1 - Weizenmischbrot mit Roggensauerteig


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Pain de Martin: PROTOTYP Nr. 1
Kategorien: Brot, Sauerteig, Roggen
Menge: 1 Brot a 1 kg

Zutaten

H AM VORABEND
50GrammRoggensauerteig (Petra: 100% Hydration)
100GrammWasser
60GrammRoggenmehl
H AM MORGEN
300GrammWasser
480GrammRågsikt (eine Mischung aus 60% Weizenmehl und
-- 40% gesiebtes Roggenmehl); alternativ
290GrammWeizenmehl Type 1050 (ich habe 550 verwendet) und
190GrammRoggenmehl Type 1150
12GrammSalz

Quelle

nach
Pain de Martin Blog
Erfasst *RK* 18.02.2010 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vorabend das Anstellgut mit Wasser und Roggenmehl vermischen. Abgedeckt über Nacht bei Raumtemperatur stehen lassen (Petra: ich habe den Sauerteig gegen 20 Uhr gemischt, von 23.30 bis ca. 7.30 stand die Schüssel in der Mikrowelle mit angelehnter Türe. Teig gegen 10 Uhr geknetet).
Am Morgen Weizen- und Roggenmehl in eine Schüssel geben und mit dem Salz vermischen. Das Wasser und den Sauerteig hinzufügen und alles verrühren. Ich habe einen Holzlöffel verwendet und den Teig so gut es ging wie einen Spätzleteig geschlagen, nach kurzer Zeit wurde der grobe Teig glatter.

Den Teig abgedeckt 45 Minuten stehen lassen, in der Schüssel mit angefeuchteten Händen zusammenfalten, abdecken. Wieder 45 Minuten stehen lassen und zusammenfalten, das noch ein drittes Mal nach 45 Minuten wiederholen. Nun den Teig abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen.
Einen Gärkorb (für 1 kg Teig) mit Roggenmehl ausstreuen oder eine entsprechende Schüssel mit einem gut bemehlten Küchentuch auslegen.

Den Teig auf eine mit Roggenmehl bestreute Arbeitsfläche geben, zu etwa 30x30 cm auseinanderziehen und die Seiten in die Mitte zusammenfalten, so dass man ein handliches Paket erhält. Den Teig mit der Naht nach unten in den vorbereiteten Gärkorb legen und abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen, dann die Fingerprobe machen: Springt der eingedellte Teig sofort zurück, das Brot noch länger gehen lassen (Petra: ich habe es zwei Stunden gehen lassen).
Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf mittlerer Schiene auf 250°C vorheizen.
Ds Brot vorsichtig auf einen mit Grieß bestreuten Brotschieber stürzen (Martin: auf ein mit Backpapier belegtes Schneidbrett, Naht ist jetzt oben) und in den Ofen schieben. Ich habe sofort eine Tasse Wasser in den Ofen geschüttet und etwas Wasser eingesprüht.
Ich habe die Temperatur nach 15 Minuten von 250°C auf 220°C reduziert, nach weiteren 15 Minuten auf 200°C und dann noch einmal 15 Minuten gebacken, Gesamtbackzeit also 45 Minuten. Martin empfiehlt, die Temperatur nach 15 Minuten auf 200°C zu reduzieren, falls das Brot dunkel wird, andernfalls die Temperatur beizubehalten, er bäckt das Brot 40 Minuten.
Anmerkung Petra: Ausgezeichnetes Brot, kräftige, knusprige Kruste und elastische mittel- bis grobporige Krume.

K: In Ermangelung eines Gärkorbs ein bemehltes Geschirrtuch in eine Auflaufform gelegt - ging auch. Mit Naht nach unten gebacken, Gehzeiten alle leicht länger. Sehr aromatisches Brot mit mittelporiger Krume, Kruste ist bei uns nicht so knusprig geworden.
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Montag, Februar 25, 2013

Nachgemacht: Mini-Nusshörnchen mit Nougatfüllung

Bei meinem letzten Heimatbesuch durfte ich sie testen: Die köstlichen Mininusshörnchen mit Nougatfüllung (die sich als Rugelach, einem jüdischen Gebäck mit Frischkäse oder saurer Sahne im Teig entpuppten). Das ursprüngliche Rezept findet sich hier bei den Backfreaks.


Der Teig mit Frischkäse lässt sich hervorragend verarbeiten, ich habe erst die trockenen Zutaten im Pseudo-Foodprocessor gemixt, anschließend die Butter untergemixt und zum Schluss den Frischkäse untergearbeitet - auf zwei Portionen aufgeteilt ließ sich das ganz wunderbar machen. Nach einer Stunde im Kühlschrank wird der zuckerfreie Teig auf einer Mischung aus gerösteten, gemahlenen Haselnüssen und Zucker ausgewellt, dabei immer wieder wenden, so dass beide Seiten gut bezuckert sind.
Anschließend wird der Teig in 16 Tortenstücke halbwegs gleich geteilt, ein Stückchen Nougat kommt auf die Breitseite des Dreiecks, dann wird das Dreieck von der breiten Seite her aufgerollt..



Nach 20 Minuten im Ofen duftet die ganze Küche schon und der erste Biss ist himmlisch - knusprig, nougatig, wunderbar.

Anfangs fand ich die Hörnchen etwas zu süß, nach längerem Stehenlassen finde ich sie gerade richtig. Man könnte aber natürlich die Zuckermenge noch etwas nach unten korrigieren und dafür etwas mehr Nüsse verwenden. Die "Wälzmischung" hat bei mir genau für alle 6 Teigplatten gereicht.
Absolute Nachbackempfehlung!

Mini-Nusshörnchen mit Nougatfüllung


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Mini-Nusshörnchen mit Nougatfüllung
Kategorien: Gebäck, Nuss, Geschenk
Menge: 96 Stück

Zutaten

300GrammMehl Type 405
1/8Teel.Salz
200GrammButter; zimmerwarm
200GrammFrischkäse, vollfett; zimmerwarm
H ZUM AUSROLLEN
150GrammHaselnüsse, gemahlen*
75GrammZucker
75GrammBrauner Zucker
EtwasZimt
H FÜLLUNG
200GrammNougat

Quelle

nach
Ulrike
Backfreak Forum
Erfasst *RK* 06.02.2013 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl, Salz, Butter, Frischkäse zu einem glatten Teig verkneten (Petra: ich habe das im Foodprocessor gemacht: erst Mehl, Salz und Butter gemixt, dann den Frischkäse zugegeben und zu einem Teig verarbeitet; Kathi: In zwei Portionen genauso im Braun Häcksler verarbeitet; Aktualisierung 2017: Verarbeitung mit Knethaken funktioniert genauso, eher besser). In sechs Stücke teilen und zu Kugeln formen. Die Kugeln platt drücken, in Folie wickeln und etwa 1 Stunde oder über Nacht kalt stellen.
Den Backofen auf 175°C vorheizen.
Die gemahlenen Nüsse vorsichtig in einem großen Topf ohne Fett rösten, bis sie zu duften beginnen. Nüsse, Zucker und Zimt mischen und eine Handvoll davon auf die Arbeitsfläche streuen. Eine Teigplatte darauf legen und unter Wenden sehr dünn bis zu einem Durchmesser von 24-26 cm rund ausrollen, die Teigplatte soll am Schluss von beiden Seiten gleichmäßig mit der Nuss-Zucker-Mischung bedeckt sein.
Den Kreis in 16 Tortenstücke schneiden, das geht am besten, wenn man zum Markieren einen Tortenstückmarkierer verwendet.
Den Nougat in kleine Rechtecke (etwa 15 x 5 x 5 mm) schneiden*, diese jeweils auf die Breitseite eines Dreiecks legen und zu einem Hörnchen aufrollen. Nach Belieben die Ecken etwas rund biegen.
Die Hörnchen mit der Spitze nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.
Das Blech für etwa 20-22 Minuten in den Backofen schieben, bis die Hörnchen goldbraun und knusprig sind, eher etwas länger backen als zu kurz.

Anmerkung Petra: superleckeres kleines Knuspergebäck mit Nougatkern. Schmeckt frisch am besten, kann aber auch prima eine Zeitlang in einer Blechdose aufbewahrt werden.
*Nougat quer halbieren, jedes Stück in 4 Scheiben, diese in 3 Streifen, jeden Streifen in 4 Teile, ergibt 96 Stücke K: Ich hatte 4 runde Nougatstrangen à 50g, jeweils etwa 12 cm lang --> jede Stange halbieren und in 12 Stücke à 1 cm schneiden, die Stückchen habe ich leicht platt gedrückt.

K: Teig lässt sich absolut problemlos händeln, Hörnchen sind sehr knusprig und seeehr lecker.
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Kurze Info

Ich wollte nur kurz Bescheid geben, dass ich zeitweise die Kommentarfunktion wieder mit einer Sicherheitsabfrage versehen werde. Ich finde das zwar selber ziemlich nervig, aber seit kurzem nehmen die Spamkommentare sehr überhand und werden von Blogger auch nicht mehr ordentlich gefiltert.

Da ich nicht jeden Tag zum Kommentare löschen komme, versuche ich es jetzt mal auf diese Weise, notfalls werde ich - jedenfalls für kurze Zeit - die Kommentare moderieren.

Das ist nicht das Optimum, aber ich habe keine Lust, das blöder Spam für mehrere Tage bei mir im Blog steht.

Vielen Dank für euer Verständnis!

Mittwoch, Februar 20, 2013

Brasilianisch backen: Ganz einfacher Möhrenkuchen

Eigentlich, ja eigentlich wollte Herr Kochfrosch ja einen schwedischen Möhrenkuchen backen. Mit Frosting und allem Pipapo. So der Plan. Aber dann wurde es Nachmittag und die Motivation schwand. Die Lust auf Möhrenkuchen oder irgendetwas süßes jedoch nicht. Rettung nahte in Form eines Rezeptes, das schon ewig in meiner Rezeptdatenbank schlummerte - eine grobe Notiz von Mengen, die meine brasilianische Gastmutter Marisa für ihren Möhrenkuchen verwendet (Zuckermenge habe ich vorsorglich schonmal dem deutschen Geschmack angepasst ;) ).

Den Kuchen gabs bei uns in meinem Austauschjahr oft zum café da tarde, also zum Kaffee am Nachmittag/abend (hier zun Beispiel im Bild ganz unten). Ganz einfach, ohne jegliche Raffinesse und soo schnell gemacht, nämlich in des Brasilianers liebstem Küchengerät: dem Mixer. Einfach alle Zutaten (Möhre haben wir vorher grob geraffelt) in den Mixer schmeißen, Teig auf ein gefettetes, kleineres Backblech gießen (unseres hat etwa die Maße 24 x 40 cm, das ging noch, etwas kleiner wäre auch ok) und etwa eine halbe Stunde backen.
Fertig ist der farbenfrohe Kuchen, der trotz (oder gerde wegen?) seiner Einfachheit wunderbar zum Tee oder einer Tasse Kaffee schmeckt.

Man könnte jetzt natürlich hergehen, das eigentlich angedachte Frischkäse-Frosting nehmen und damit quasi Möhrenkuchensandwiches bauen. Stell ich mir auch ganz nett vor. Naja, vielleicht ein andermal ;).

Bolo de Cenoura / Brasilianischer Möhrenkuchen


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Bolo de Cenoura / Möhrenkuchen
Kategorien: Kuchen, Möhre, Mixer
Menge: 1 Blech

Zutaten

2groß.Möhren
150mlÖl
140GrammZucker
2Eier
Salz
240GrammMehl (gestrichen)
1Essl.Backpulver

Quelle

Marisa / Mengen etwas angepasst
Erfasst *RK* 07.09.2005 von
Kathi Holzapfel

Zubereitung

Den Ofen auf 180°C vorheizen.
Die Möhren putzen, schälen und klein schneiden. Zusammen mit dem Öl, dem Zucker, den Eiern und dem Salz in den Mixer geben und mixen.
Mehl und Backpulver sieben, die Möhrenmasse dazugeben.
Backblech (K: tieferes, altes Bachblech, ca. 27 x 40 cm) fetten und mit Mehl oder Semmelbröseln ausschütteln. Teig in Form füllen und etwa 20-30 Minuten backen.
Man kann den Kuchen auch noch mit einer Schokosauce überziehen.

Kathi: Mit obigen Mengen erstmals in Deutschland gemacht, schmeckt gut und ist nicht zu süß - halt ein ganz einfacher Blechkuchen zum Tee. Könnte man sicherlich mit zitronigem Zuckerguss überziehen oder evtl. mit einem "typischen" Möhrenkuchenfrosting zu einer Art Möhrenkuchensandwich zusammenbauen.

Backzeit variiert je nachdem wie hoch der Kuchen in der Form steht! Öfter mal nachgucken, bzw. testen.
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Montag, Februar 18, 2013

Innere Werte! Keks trifft Walnuss, Parmesan, Tomate und Ras el Hanout

Wenn mir Mama abends noch vor Veröffentlichung des Rezepts auf ihrem Blog eine Email schickt mit dem Inhalt: "Soo gut, unbedingt probieren!" - Dann kann ich ja quasi gar nicht anders, als brave Tochter sein.

Die Rede ist von pikanten Keksen mit Parmesan, getrockneten Tomaten, Walnüssen, Thymian und Ras el Hanout, ursprünglich ein Brigitte-Rezept, von Julia von German Abendbrot hier verehrt und bei Chili und Ciabatta hier verewigt.

Die marokkanische Gewürzmischung Ras el Hanout habe ich bislang noch nie verwendet, ich habe meine beim Wurzelsepp in Nürnberg gekauft, man kann sie aber natürlich auch selbst machen, die Zusammensetzung ist wohl auch immer leicht unterschiedlich, ein Rezept findet sich z.B. hier.


Die erste Schwierigkeit war, die getrockneten (gesalzenen, nicht die in Öl!) Tomaten so klein wie möglich zu kriegen - mein Braun Pseudo-Foodprocessor versagte hier leider und auch meine menschliche Küchenhilfe war nur so halb erfolgreich - das nächste Mal würde ich die Mühe allerdings auf mich nehmen und die Tomaten sehr fein schneiden - so wird die Keksmasse homogener und die Kekse lassen sich besser formen. Auch die Nüsse würde ich das nächste Mal eher etwas feiner hacken.

Der Teig wurde bei mir kein echter zusammenhängender Teig, ließ sich allerdings trotzdem problemlos zu Kugeln formen und anschließend flachdrücken, die Ränder dabei etwas zusammendrücken. Die Kekse gehen beim Backen nicht auf und verlaufen auch nicht.


Trotz großem Bemühen gewinnen die meisten meiner Kekse keinen Schönheitswetttbewerb. Naja, sollen ja vor allem schmecken - und das tun sie! Sehr würzig, sehr lecker, sehr süchtigmachend. Super zu einem Glas Wein. Ich werde einen Teil davon als Dankeschön fürs Überlassen eines Übernachuntsplatzes verschenken und hoffe, sie kommen beim Gastgeber gut an :).

Pikante Kekse mit Walnuss, Parmesan, getrockneten Tomaten und Ras el Hanout


==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Pikante Kekse mit Walnuss, getrockneter Tomate und Ras el Hanout
Kategorien: Keks, Pikant, Käse, Nuss
Menge: 45 bis 50 Stück

Zutaten

250GrammWeiche Butter
2Eier
375GrammMehl
1 1/2Teel.Backpulver
2Teel.Ras el Hanout (orientalische Gewürzmischung)
Chiliflocken oder Piment d'ESpelette; nach
-- Belieben (K: 1-2 TL Pul Biber)
1/4Teel.Frisch gemahlener Pfeffer
1Teel.Fleur de sel; nach Bedarf mehr
100GrammParmesan; frisch gerieben
75GrammGetrocknete Tomaten (keine eingelegten)
120GrammWalnusskerne
5ZweigeFrischer Thymian

Quelle

nach
Brigitte via German Abendbrot
Erfasst *RK* 06.02.2013 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C vorheizen.
Die Butter mit den Quirlen des Handrührers cremig schlagen. Die Eier nacheinander unterrühren, es soll eine homogene Masse entstehen. Mehl, Backpulver, Ras el Hanout, Pfeffer, Salz und den Parmesan mischen und unter die cremige Buttermischung rühren.
Tomaten fein würfeln (P: grob geschnitten, dann im alten Thermomix relativ fein zerkleinert). Walnusskerne hacken. Thymian abspülen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen, leicht durchhacken. Tomaten, Walnüsse und Thymian unter den Teig heben. Den Teig nochmal abschmecken (Salz?), nach Belieben für pikantere Kekse noch Chiliflocken zugeben.
Mit den Händen Teigstückchen von etwa 15-20 g abnehmen und zu Kugeln formen, diese auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und flach drücken, der Durchmesser beträgt dann etwa 5 cm.
Die Kekse etwa (15-) 20 Minuten backen, bis die Oberfläche hellbraun und das Innere durchgebacken ist.
Das Backpapier samt Cookies auf einen Rost ziehen und die Kekese auskühlen lassen, in einer gut schließenden Blechdose aufbewahren.
Anmerkung Petra: die pikanten, aromatischen Kekse machen sich prima zu einem Glas Wein. Suchtgefahr
Kathi: Sehr aromatische Kekse! Wollte die Tomaten im Braun Processor zerkleinern - ging nicht. Muss man wohl leider möglichst klein schneiden, dann lassen sich die Kekse besser formen (auch Walnüsse nicht zu grob hacken!). Keks formen ist etwas mühsam, der Geschmack belohnt aber.
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Sonntag, Februar 10, 2013

Kindheitserinnerungen: Puddingschnecken

Als wir letztens zu einem Besuch im Bayerwald waren, gab es nach dem Winterspaziergang ein Stück vom Apfelkuchen mit Puddingpfützen - und da war es auf einmal, diese durchdringende Erinnerung an die wunderbaren Puddingschnecken (kein Wunder - auch dort die Kombination Hefeteig + Pudding). Gab es früher recht häufig, vielleicht gaukelt mir das die Erinnerung auch nur vor - egal, das nächste Wochenende musste ich also unbedingt Puddingschnecken backen.

Ganz genauso wie früher haben sie dann doch nicht geschmeckt - liegt sicher dran, dass ich nicht auf das Puddingpulver von Dr. O. zurückgegriffen habe, sondern stattdessen auf irgendein Biopuddingpulver, das noch in der Backkiste lag (das lässt sich allerdings nun wirklich auch selbst herstellen - es besteht aus Stärke und gemahlener Vanilleschote, ein Tütchen enthält 38 g): Das Ergebnis ist dann natürlich kein leuchtend gelber Pudding ;). Egal, der Duft durchzieht schon beim Backen die ganze Wohnung.

Mindestens die Hälfte der Schnecken habe ich gleich eingefroren, denn frisch schmecken sie einfach am besten (und ich hoffe, dieser Effekt kehrt beim Aufbacken zurück). Fluffiger Hefeteig, Korinthen (kann man natürlich weglassen, auch wenn es dadurch meiner Meinung nach sehr verliert), Pudding, zitroniger Guss (im Rezept sehr reichlich bemessen, habe ich reduziert) - lecker!

(Das Rezept beinhaltet auch die Variante für einen Butterkuchen - den habe ich allerdings noch nie gegessen).

Puddingschnecken

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Butterkuchen und Puddingschnecken
Kategorien: Kuchen, Mandel
Menge: 1 Blech

Zutaten

H HEFETEIG
450GrammMehl
35GrammHefe
70GrammZucker
150mlMilch
80GrammButter
; Salz
2Eier
H BELAG BUTTERKUCHEN
125GrammButter
4Essl.Zucker
2Essl.Vanillezucker
1/2Teel.Zimt
100GrammGehobelte Mandeln
H PUDDINGSCHNECKEN
1/2Pack.Vanillepuddingpulver
1/4Ltr.Milch
25GrammZucker
1/2Essl.Butter
40GrammKorinthen (nach Belieben) (K: etwas mehr)
H GLASUR PUDDINGSCHNECKEN
200GrammPuderzucker (K: 100 g waren bei mir noch zu
-- viel!)
Zitronensaft

Quelle

nach
Frau Antjes grosses
Kochbuch
erfasst von Petra
Holzapfel

Zubereitung

Anmerkung: Die angegebene Teigmenge reicht fuer ein Blech Butterkuchen oder ein Rezept Puddingschnecken. Man kann man auch gleich die doppelte Menge Teig herstellen und beides backen - die Puddingschnecken lassen sich auch sehr gut einfrieren und bei Bedarf im Backofen bei 200øC (140øC Umluft) auftauen. Glasur hierfuer lt. Rezept erst nach dem Auftauen auftragen (ich habe aber auch schon glasierte Schnecken eingefroren).

Die Zutaten fuer den Hefeteig zu einem geschmeidigen, mittelfesten Teig verarbeiten, evt. mit etwas Mehl verkneten. Zugedeckt an einem warmen Platz treiben lassen.

Fuer den Butterkuchen den Teig ausrollen und auf ein gebuttertes Blech geben, Butterfloeckchen darauf verteilen; Zucker mit Vanillezucker und Zimt mischen, darueber streuen und die Mandeln auf der Flaeche verteilen. Den Kuchen zugedeckt nochmal gehenn lassen, dann im vorgeheizten Backofen bei 200øC 15-20 Minuten goldbraun backen.

Fuer die Puddingschnecken ein Flammeri nach Vorschrift bereiten, zum Schluss die Butter zufuegen, abkuehlen lassen, dabei einige Male durchruehren, damit sich keine Haut bildet. Teig ca. 6 mm dick rechteckig ausrollen, mit dem Flammeri duenn bestreichen, nach Belieben Korinthen darueberstreuen und von der langen Seite her zu einer Rolle aufwickeln; mit einem scharfen Messer etwa 1 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden, auf ein mit Backpapier belegte Backblech legen, etwas flach druecken, gehen lassen und im vorgeheizten Backofen bei 200øC etwa 15 Minuten goldbraun backen.
Puderzucker sieben, mit Zitronensaft anruehren, so dass eine dicke Masse entsteht. Die heissen Schnecken damit bestreichen.

Kathi: Kindheitserinnerungen! Saftige Schnecken, die sich gut einfrieren lassen. Glasur ist viel zu viel, habe nur die Hälfte gemacht und es war immer noch was übrig --> evtl. reicht auch 1/4 Rezept. Habe Biopudding (eigentlich nur Stärke + gemahlene Vanilleschote genommen) - dann schmeckt es halt nicht ganz so wie mit Dr. O., aber auch gut.
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Freitag, Februar 01, 2013

Farbe! Mineola-Aperol-Gelee


Nachdem das wunderschöne Bayerwald-Weiß schon wieder fränkischem Regengrau gewichen ist, wurde es höchste Zeit für etwas Farbe.

Bei meinen Eltern auf dem Frühstückstisch gabs auch wieder das von mir sehr geliebte Mineola-Aperol-Gelee (ursprünglich nach einem Rezept von delicious days). Schon wollte ich mir ein Gläschen krallen, da meinte Mama, dass es Mineolas zur Zeit im örtlichen Supermarkt noch gäbe. Also haben wir am Montag vor der Abfahrt noch einen Abstecher gemacht und ich habe ein paar dieser Früchte mitgenommen. Mineolas sind wohl eine Kreuzung zwischen Grapefruit und Mandarine und sehr saftig. Sie sehen aus wie größere Mandarinen und haben eine kleine "Ausstülpung" am Stielansatz - ich habe sie komischerweise hier bei uns noch nie gesehen. Das Zeitfenster, in dem es sie gibt, ist aber wohl auch sehr klein.


Meine Marmeladenkochkünste hielten sich bislang ziemlich in Grenzen. Vor Urzeiten habe ich mich mal an Erdbeer-Minzmarmelade (naja..), sowie an Holünderblütengelee (auch nicht so der Brüller) versucht. Da blieb ich dann doch lieber bei Raubzügen im elterlichen Keller. Noch dazu fehlt mir der Lagerplatz (ich sag nur Rumpeleck..). Aber für dieses Gelee räume ich gern ein Eckchen frei!

Wunderbar fruchtig, aromatisch und vanillig macht es einfach nur gute Laune. Dabei noch so einfach und schnell gemacht - wenn ihr also noch irgendwo Mineolas entdecken solltet - ranhalten und kaufen.


(Ich glaube, die korrekte deutsche Schreibweise wäre mit 2 "n"s, das habe ich leider erst nach der Beschriftung entdeckt. Ein N weniger tut dem Geschmack aber keinen Abbruch. Ich bleibe hier jetzt mal bei der englischen Schreibweise, eine gewisse Kontinuität und so..)

Mineola-Aperol-Gelee



==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Mineola-Aperol-Gelee
Kategorien: Aufstrich, Gelee
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

850GrammMineolasaft; frisch gepresst und durch ein Sieb
-- gestrichen (gut 2 kg Früchte)
150GrammAperol
1Vanilleschote
1kgGelierzucker 1:1

Quelle

nach Delicious Days
Erfasst *RK* 25.01.2011 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Saft der Mineolas durch ein Haarsieb streichen. 850 g zusammen mit dem Aperol in einen sehr großen Topf geben (schäumt stark beim Aufkochen). Den Gelierzucker zugeben. Eine Vanilleschote aufschlitzen, das Mark ausstreichen. Mark und ausgeschabte Schote in den Topf geben. Alles unter Rühren zum Kochen bringen und etwa 4 Minuten kochen (Gelierprobe). Sofort in saubere Twist-Off Gläser füllen, verschließen und die Gläser für 5 Minuten auf den Deckel stellen.

Anmerkung Petra: Sensationell gut. Wenn mir eine Schote mit ins Glas rutscht, lasse ich die drin, gibt ein sehr intensives Vanille-Aroma.
Kathi: Dem ist nichts mehr hinzuzfügen. Sehr schnell gemacht und schmeckt top top top!
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